”Sabine
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Liebe blog-Leser,

ich wünsche euch von ganzen Herzen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Lasst euch nicht stressen  und seid tolerant und gelassen, wenn es in der Familie mal wieder hoch hergeht.

Dieses Jahr Weihnachten steht bei mir ganz unter dem Motto “Mitmenschlichkeit”. Immer wieder begegnet mir dieses Thema, sehe ich Filme, lese ich durch Zufall Geschichten, die zu dem Thema passen.

Die nachfolgende Geschichte fand ich im Internet und sie hat mich sehr berührt. Kurz darauf hatte ich ein Gespräch mit einem sehr guten Freund, der selbst sehr krank ist und wirklich wenig hat, der sich aber aufopfernd um Freunde kümmert, die noch weniger haben oder denen es noch schlechter geht.

Und gestern Abend war ich ganz angetan von dem Film “Der kleine Lord”. Dieser Film hat mich zu Tränen gerührt, wie dieser kleine Junge, die Mitmenschlichkeit in seinem Großvater geweckt hat, indem er in ihm etwas gesehen hat, was dann tatsächlich zum Vorschein kam.

Mit diesem Thema werde ich mich während der Feiertage weiter beschäftigen und überlegen, wo ich noch mehr Nächstenliebe leben kann.

Wie sieht es mit deiner Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit aus? Lass uns gemeinsam daran arbeiten :-) .

Ganz herzliche Grüße und schöne Feiertage.

Eure Sabine

 

Das geschenkte Lächeln

Justin ging an Mamas Hand durch die Stadt. In der anderen Hand hielt er ein Brötchen und knabberte gelangweilt daran herum. Plötzlich sah er einen alten Mann an der Wand des großen Einkaufszentrums sitzen. Vor dem Mann lag ein alter Hut mit einigen Löchern und der  Mann schaute ganz traurig. „Eine milde Gabe…eine milde Gabe…“, rief der Mann jedes Mal wenn jemand an ihm vorbei ging. Aber niemand beachtete ihn. „Was hat der Mann?“, fragte Justin Luca seine Mama. „Weißt Du…“, antwortete sie ihm, “es gibt Menschen die sind ganz arm und haben kein Geld um sich etwas zu essen zu kaufen. Manche finden keine Arbeit, andere sind vielleicht krank und können nicht mehr arbeiten. Dann setzten sie sich auf die Straße und fragen andere Leute ob sie ihnen etwas abgeben. Diese Menschen nennt man Bettler“.  Justin schaute den Mann an. Er blickte immer noch traurig umher. Eine alte Dame ging vorbei und warf ihm ein Euro-Stück in den Hut. „Vielen Dank die Dame! Gott schütze sie!“ ,sagte der Mann und versuchte trotz seiner Traurigkeit zu lächeln.

Mama wollte weiter gehen, aber Justin riss sich von der Hand los und ging zu dem Mann hin. „Warum bist Du so traurig?“, fragte er ihn. Der Mann erklärte es Justin:  „Ach weißt Du, ich habe meine Arbeit verloren weil ich sehr, sehr krank bin. Nun kann ich kein Geld verdienen um mir etwas zum Essen zu kaufen und habe schon seit Tagen nichts mehr gegessen.“ „Hmmm…“, Justin Luca überlegte kurz. „Weißt Du was. Ich bin noch zu klein und habe kein Geld was ich Dir in Deinen Hut werfen kann, aber wenn Du willst, dann gebe ich Dir mein Brötchen ab.“ Justin hielt dem Mann sein Brötchen hin. „Das ist lieb von Dir”, sagte der Mann, “aber ich kann Dir doch nicht Deine Sachen wegessen.“. „Ist schon o.k.“ lächelte Justin „ ich bin schon satt…also nimm, ich teile gerne mit Dir“. Der Mann schenkte ihm ein Lächeln und sah Mama fragend an. „Nehmen sie ruhig“, sagte Mama, „wenn mein Junge teilen will, dann ist das schon ok.“. Der Mann nahm das Brötchen und streichelte Justin über dem Kopf. „ Vielen Dank, Du bist ein guter Junge, deine Mama kann stolz auf dich sein!“.

Als sie weiter gingen drehte sich Justin noch einmal um. Der Mann schaute jetzt nicht mehr traurig sondern fing an ein fröhliches Lied zu singen. Ein Lied von einem kleinen Jungen, der das teilen gelernt hatte. Dieser Gesang war so schön anzuhören, dass immer mehr Leute stehen blieben und ihm zuhörten. Manche warfen dann auch ein paar Münzen in seinen Hut.

„Du hast heute etwas sehr Tolles gemacht“, sagte Mama „Du bist mein kleiner Held. Du hast dem Mann sein Lächeln wiedergeschenkt und weil er wieder so fröhlich ist, hat er mit seinem Gesang Geld verdient und muß nicht mehr hungern.“ „Aber Mama, das war doch nur ein Brötchen…“, Justin schaute sie ungläubig an. „Nein Kleiner…Du hast etwas gemacht, was viele Große schon verlernt haben. Zuhören, Helfen und mit Ärmeren teilen, dass nennt man Nächstenliebe. Außerdem hast Du ihm gezeigt, dass er trotz seiner Krankheit etwas tun kann um andere Menschen fröhlich zu machen. Du hörst doch wie schön er singt und siehst wie fröhlich die Menschen gucken“.

 

Melanie Mieske geb. Döbbel, geschrieben am 20.8.2004

 

 

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