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02.05.2012

 

Liebe blog-Leser,

 

lange habe ich keine Zeit zum Schreiben gefunden. Die Tage der letzten Wochen waren gefüllt mit Tagungen, Physiotherapie, Heilpraktiker, Orthopäde, Üben, Haushalt, etc.

Und kaum schreibe ich ein paar Wochen nicht, ist es doch tatsächlich schon Sommer (zumindest von den Temperaturen her). Obwohl es mittlerweile schon fast 22 Uhr ist, sitze ich noch auf der Terrasse und genieße den Duft unseres Gartens, das Zwitschern der Vögel und es ist immer noch angenehm warm. Ich schaue auf meinen wunderschöne Magnolienbaum (der leider schon wieder am verblühen ist) und die zwei Kirschbäume, die weiß und rosa zu blühen beginnen. Gott ist das schön!!

An diesem wunderschönen Ort, in dieser besonderen Stimmung, denke ich an die vergangenen Monate.

 

Seit 15 Wochen bestimmt mein linkes Knie einen großen Teil meines Tagesablaufs. 2 x die Woche bin ich für jeweils fast 2 Stunden bei meinem Physiotherapeuten und täglich versuche ich mindestens 2 x mind. 30 Minuten mein Knie zu trainieren. Dazu kommt das tägliche Einreiben meines Knies mit der Mohamed Khalifa-Salbe: 3 x 10 Minuten!! Ich bin also wirklich beschäftigt.

Mittlerweile geht es mir so gut, dass ich beim Yoga schon wieder im Schneidersitzt sitzen kann, dass ich beim Bogen (Yoga-Übung) wieder meinen Fuß fassen kann, dass ich Phasen habe, in denen ich humpelfrei laufe, dass ich manchmal das Knie so weit beugen kann, dass nur noch ca. 10 cm von der Ferse zum Gesäß fehlen, dass ich in manchen Momenten vergesse, dass ich ein noch nicht ganz geheiltes Knie habe, dass mein Physiotherapeut voller Lobes ist, weil ich so große Fortschritte mache.

 

Aber es gibt auch ehrlich gesagt leider Tage, an denen mein Knie schmerzt, ich viel zu stark humpel, mir alles wehtut (Muskelkater, Verspannung, verklebtes Bindegewebe…), mein Physiotherapeut fast verzweifelt, weil es einen Rückschritt gibt,  ich mein Knie einfach nicht so beugen kann, wie ich es möchte und ich extrem gefrustet bin, weil einfach nichts weiter geht – ach ja und dann spüre ich doch tatsächlich mittlerweile im Knie, wenn sich das Wetter ändert :-(

 

Insgesamt bin ich aber dennoch sehr zufrieden und froh, dass ich auch ohne OP so weit gekommen bin. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich nach dem Kreuzbandriss operieren ließen und nach über einem Jahr noch nicht so beweglich sind wie ich. Mittlerweile habe ich auch meine Ungeduld ganz gut im Griff, oder besser ausgedrückt, ich habe gelernt wirklich sehr geduldig zu sein und mich auch über die kleinsten Fortschritte zu freuen. Manchmal bin ich sogar geduldiger als mein Physiotherapeut :-) . Aber auch dank seiner Undgeduld und seines Perfektionismus kann ich mein Knie heute schon so gut bewegen!! Also an dieser Stelle ganz offiziell: danke Herr Weber!!

Eins hat sich in den letzten Wochen jedoch ganz klar gezeigt: nur durch tägliches Üben und regelmäßige Physiotherapie erlange ich Fortschritte. Mir persönlich geht es am Besten nach meinen 3 Yogakursen montags oder nach 90 Minuten intensiv Yoga oder 15 Minuten Radfahren (Hometrainer) + Übungen mit dem Ball, dem Balance-Bord, dem Band und auf der Matte (unser Wohnzimmer sieht mittlerweile aus, wie ein Rehazentrum, wie gut, dass mein Freund damals bei seinem Bänderriss im Knie alle Geräte gekauft hat :-) ), oder nach 1 Stunde beim Physiotherapeuten.

 

 

 

Und noch etwas ist mir im Gespräch mit vielen Gleichgesinnten klar geworden: bei JEDEM ist der Heilungsprozess anders. Der eine kann das Knie sofort strecken und super laufen, der andere erst Monate später, der eine kann sofort beugen, der andere Monate später… Man kann nichts vergleichen. Man muss nur auf seine eigenen Impulse hören und seiner eigenen Wahrheit vertrauen!!!

Ich habe mich am Anfang ganz verrückt gemacht, weil andere schon weiter waren oder andere Heilungsprozesse hatte. Ich ließ mich manchmal auch durch die Aussagen anderer Menschen irritieren, die felsenfest überzeugt waren, dass eine OP die einzige Möglichkeit ist, ein wieder vollkommen heiles Knie zu bekommen. Auch setzte mich die Euphorie meines Orthopäden immer wieder unter Druck, der mich schon beim Joggen und Skifahren sah (meinte er sicherlich gut und wollte mich nur aufbauen…)…

Irgendwann entschloss ich, nicht mehr zum Orthopäden zu gehen, sondern nur noch mit meinem Physiotherapeuten und meinen Heilpraktikerinnen zu arbeiten und auf meine innere Stimme zu hören.

Der Physiotherapeut machte mit mir Krankengymnastik und manuelle Therapie, eine Heilpraktikerin arbeitete mit Ultraschall und die andere gibt mir die richtigen Globuli für den Heilungsprozess. Und ich machte den Rest, mit vielen Übungen und auch mental!!!

Immer wieder stellte ich mir vor, wie ich mein Knie wieder vollständig strecken und beugen konnte und wie ich leicht durch den Wald joggte. Das geht soweit, dass ich nachts davon träume wie ich meine Ferse wieder ans Gesäß bringe und in meinen Träumen habe ich schon mehr als eine Piste mit meinen Skiern bewältigt. In diesen Träumen spüre ich immer dieses tiefe Vertrauen, dass alles in Ordnung ist und ich wieder ohne Einschränkungen Sport treiben kann.

Aber in der Realität war nicht immer alles so einfach, wie in meinen Vorstellungen und Träumen. Ich konnte erst nach 8 Wochen mein Knie durchstrecken, aber auch nur im Langsitz. Beim Laufen war das Knie immer noch leicht angewinkelt. Erst nach 12 Wochen konnte ich es auch beim Laufen strecken. Und auch heute gibt es noch Tage, an denen ich mein Bein wieder nicht ganz strecken kann und leicht hinke.

Meine Beweglichkeit, wird seit Monaten immer wieder extrem durch Verklebungen des Bindegewebes eingeschränkt. Sonst wäre ich sicherlich noch viel weiter. Aber weder Orthopäde, noch Heilpraktikerin, noch Physiotherapeut können mir sagen, warum ich so extrem mit Verklebungen reagiere, da mein Bindegewebe insgesamt gar nicht das schlechteste ist…

Mein Physiotherapeut sagt, dass ich mit vielen Bewegungseinheiten die Verklebungen langsam mechanisch wegbekomme. Mehrmals am Tag mache ich Übungen zur Mobilisierung. Zur Unterstützung habe ich nun begonnen die Schüsslersalze 1, 6, 8 und 11 zu nehmen. Ich hoffe, dass ich so endlich wieder Fortschritte mache.

Momentan ist für mich das Wichtigste, dass ich weiter an den Erfolg glaube, auch wenn es langsamer geht, als mir lieb ist.

Aber ich schaffe das, da bin ich ganz ganz sicher!! Und ich arbeite daran, jeden Tag immer wieder!!

 

Und ich freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten. Es tut einfach sehr gut, mit Menschen zu sprechen, die eine ähnliche Verletzung haben/hatten. Habt ihr Erfahrungen mit einer solchen Knieverletzung? Welche Übungen macht ihr? Was hat euch geholfen? Wie fit seid ihr heute? Schreibt mir soch per E Mail oder einen Kommentar. Ich freue mich drauf!

Bis bald, alles Gute und herzliche Grüße

Sabine

  • Martina:

    Liebe Sabine und alle weiteren Blogteilnehmer,
    ich lese die Berichte sehr gespannt, da bei mir gerade wieder die Entscheidung ansteht, operieren oder nicht.
    Ich hatte 2014 den 1. vorderen Kreuzbandriss rechts und bin unoperiert sehr gut damit gefahren, auch Ski. Schwierig ist, den Kopf dabei auszuschalten (v.a. im Tiefdschnee). Ich hatte kaum Instabilität und keine Schmerzen, lediglich bei manchen Drehbewegungen und hin und wieder beim Skifahren ist mir das Kniegelenk weggekippt. Daraufhin wir mir kurz schlecht und die Bänder melden Überbelastung. Nach 1-2 Stunden ist das wieder gut. In diesen Fällen werden Miniskus und Knorpel sicher ungünstig belastet. Das kommt bei mir max. 1x pro Monat vor.
    Dummerweise habe ich mir dieses Jahr im Februar beim Skifahren ohne Sturz mit nichts das 2. vordere Kreuzband links abgerissen. Dieses Mal habe ich nichts Reißen gehört, keinerlei Schwellung und Schmerzen gehabt. Das Knie ist mir – wie von rechts bekannt – weggekippt, mir wurde schlecht und ich hatte eine Art Schockzustand. Bei der folgenden Abfahrt konnte ich das Knie kaum belasten und der Kreislauf war komplett instabil. Eine unschöne Erfahrung für eine sportliche Skifahrerin. 3 Tage danach war ich wieder tanzen und jetzt merke ich, dass es sich an den Zustand des rechten Knies annähert. D.h. alles ist möglich und ich kann auf den Fersen sitzen (auch wenn es noch ein bisschen spannt).
    Meine Orthopädin glaubt, das es schwierig wird, mit 2 gerissenen Kreuzbändern wieder befreit Ski zu fahren, aber ich soll es ausprobieren und könnte dann immer noch operieren lassen.

    Gibt es jemand, der mit 2 gerissenen Kreuzbändern ohne OP und Skifahren Erfahrungen hat? Ich bin 46 Jahre und habe vor, bis etwa 70 Ski zu fahren und alle weiteren Sportarten zu betreiben (reiten, radeln, walken, Trampolin springen, wandern).

    Vielen herzlichen Dank für die Antworten.

    • sabine:

      Hallo Martina,
      wenn du dich von Khalifa behandeln lässt, wachsen die Kreuzbänder ja wieder zusammen und du hast wieder 100 % Stabilität. Dann könntest du auf jeden Fall alle deine Sportarten weiter machen.

      Viele Grüße
      Sabine

  • Manuela:

    Liebe Sabine,
    ich habe mir am 22.02.17 beim Skifahren das Kreuzband gerissen und das Innenband angerissen, zum Glück neben Gelenkergüssen und Zysten keine Meniskusverletzung oder ähnliches. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Schmerzen! Hab das Reißen gespürt und gehört und danach das Gefühl von Instabilität gehabt. Inzwischen ist es jetzt fast 5 Wochen her, sehr viele und leider auch mein Mann raten zur OP, ich bin strikt dagegen. Mein Orthopäde sagte abwarten, einen zweiten Arzt, den ich auf Empfehlung besucht hatte, fuhr mich dermaßen über den Haufen, dass ich einen OP-Termin vereinbarte, aber inzwischen wieder abgesagt hab. Meine Nerven lagen blank….
    Inzwischen kann ich mein Knie zu ca. 140 Grad beugen, an der Streckung fehlen ca. 5 Grad. Stück für Stück, wenn auch sehr sehr kleine Stücke, wird es besser. Es ist so langwierig, ich bin voller Angst und wenn mein kleiner Sohn mich bittet mit ihm zu Rennen oder Trampolin zu springen oder oder oder schießen mir die Tränen in die Augen, weil ich Welten davon entfernt bin. Ich vermute schon, dass sich viele meiner Ängste im Kopf abspielen, kann aber auch nichts dagegen tun. Heute morgen habe ich mit Herrn Khalifa telefoniert, MRT hingefaxt und versuche morgen einen Termin zu vereinbaren. Aber da ich Angst vor Schmerzen hab, macht mir der Besuch bei ihm natürlich auch große Angst. Viele berichten, während der Behandlung vor Schmerzen der Ohnmacht nahe gewesen zu sein, ich bin nicht sicher ob ich das aushalten kann, noch dazu habe ich Bedenken auch wenn das nach der Behandlung möglich ist, auf dem verletzten Bein zu springen, schafft er das auch meinen Kopf zu heilen? Vermutlich wirst Du mir nicht wirklich helfen können, da ja jeder anderes ist, aber irgendwie wollte ich das alles los werden und eventuell das ein oder andere aufmunternde Wort hören.
    Lieben Dank für Deine Zeit und sonnige Grüße
    Manuela

    • sabine:

      Liebe Manuela,
      ich kann deine Gefühle und Ängste sehr sehr gut verstehen! Auch ich hatte sogar nach dem Termin bei Khalifa lange viel Angst mein Knie wieder zu belasten.

      Mir hat die Arbeit mit meinem Physiotherapeuten und mit einer Personal-Trainerin sehr geholfen. Beide haben mich sehr motiviert mich zu trauen und z.B. auch wieder Trampolin zu springen und auch auf einem Balanceboard zu hüpfen.

      Nach dem Termin bei Khalifa fühlte sich bei mir allerdings das Knie so super an, dass ich automatisch mutiger wurde.

      Was am besten hilft, ist die Zeit. Sei geduldig mit dir und gib dir die Zeit! Es wird besser. Die Sicherheit auch im Kopf wird immer größer!

      Ich habe ganz viele Zuschriften von Menschen bekommen, die bei Khalifa waren und kaum Schmerzen haben. Sei also mutig! Es lohnt sich wirklich!

      Alles Gute und herzliche Grüße
      Sabine

  • Yvonne:

    Liebe Sabine, meine Freundin hat Deinen Blog gefunden und mir sofort den Link gemailt. Ich habe mir vorgestern aufgrund eines Skisturzes das vordere und innere Kreuzband gerissen. Der Orthopäde meinte, es sei komplett gerissen, eine MRT habe ich noch nicht gemacht. Er meinte, das Innere heile innerhalb von 6 Wochen alleine und das vordere müsse allerdings operiert werden. Da ich generell gegen Operationen und für Selbstheilung bin, ist Dein Blog für mich natürlich Balsam… Im Moment habe ich nur eine Schiene erhalten und bewege mich auf Krücken, jegliches Drehen oder Belasteten tut höllisch weh (wirst Du erinnern) . Du schreibst, Du bist beweglich geblieben durch Yoga. Ich mache Yoga seit 20 Jahren, jeden Tag eine 1/2 Stunde, also nicht so intensiv wie Du. Welche Übungen kann man denn ab wann wieder beginnen ? Kopf-Knie geht natürlich sofort, aber stärkt man dadurch die Kniemuskeln. Wann sollte man das 1. Mal zu Mohamed Khalifa gehen ? Die Salbe habe ich schon bestellt.. :-) Liebe Grüße Yvonne

    • sabine:

      Hallo Yvonne,

      ich habe die ersten Yogaübungen drei Tage nach dem Unfall gemacht. Da ich ja gar nicht auftreten konnte, habe ich nur Pranayama, alle sitzenden und liegenden Yogaübungen gemacht. Nach 4 Wochen habe ich den ersten langsamen Sonnengruß gemacht. Dann habe ich sehr viele stehende Übungen gemacht. Dreieck, Held und meine Lieblingsübung war Parsvottanasana (stärkt super das Knie).

      Dein Knie gibt dir das Tempo und die Intensität vor. Als Yogine hast du ja ein gutes Körperbewusstsein. Höre auf dein Knie, was es braucht. Ich habe immer gestoppt, wenn ich einen stechenden Schmerz gespürt habe.

      Ich würde an deiner Stelle so schnell wie möglich einen Termin mit Khalifa ausmachen. Es ist ja nur 1 Termin. Bei mir waren es 90 min und dann war “alles” gut. Faxe ihm den MRT-Bericht und rufe ihn dann wegen eines Termins an.

      Alles Gute und herzliche Grüße
      Sabine

  • Yvonne Kuefer:

    Das ist interessant! Ich selbst hatte zwei Kreuzbandrisse und war bei mehreren Spezialisten. Da das Band komplett durch war, konnte man eine OP nicht umgehen. Ich denke im allgemeinen, wenn man noch relativ jung ist und sportlich aktiv, ist eine OP vielleicht sinnvoll. Viele Grüße

    • sabine:

      Hallo Yvonne, mein Band war auch komplett durch, ich bin auch sportlich sehr aktiv, nicht mehr ganz jung und dennoch habe ich mich gegen eine OP entschieden. Für mich war es einfach sofort klar, dass es andere Möglichkeiten geben muss. Und heute bin ich sehr froh über meine Entscheidung, da ich wieder zu 100-% fit bin. Es ist also eher eine Sache der inneren Einstellung, als des Alters oder der Sportlichkeit!
      Viele Grüße
      Sabine

  • Nowonder:

    Hallo Sabine,
    vor 25 Jahren habe ich mir bei dem Versuch Ski fahren zu lernen das Kreuzband des rechten Knies gerissen. Ich hab es nicht weiter ernst genommen und lies es nicht operieren, auch weil mein Arzt gesagt hat, es müsse nicht sein, denn ich bin kein Sportler und noch jung genug das Knie durch Muskulatur zu stabilisieren. Damals klang das für mich einleuchtend, aber heute muss ich sagen hängt es stark davon ab, wie die Beanspruchung ist. Ich habe einen Schreibtisch-job und bewege mich zugegeben viel zu wenig. In Abständen von Jahren merke ich immer mehr, dass die Stabilität nachlässt. Ob beim Versuch Badminton zu spielen, oder beim ausrutschen. Vor drei Tagen bin ich nun auf einer Stufe abgerutscht und habe die “alten Beschwerden”. Dickes Knie, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen.
    Ich weiß nicht, ob eine OP eine bessere Alternative gewesen wäre, aber ich fürchte mit zunehmendem Alter werde ich häufiger das Problem haben mit genau diesem Knie, und wohlmöglich nach Eintritt des Rentenalters bei Eisglätte aus Angst das Haus nicht mehr verlassen. Das macht mir Sorgen.
    Welche Übungen kann ich als unsportlicher Mensch machen, damit die Muskulatur den Mangel an Kreuzband unterstützt? Das Stand-Fahrrad hab ich ins Auge gefasst. Ist das Balance-Board zu empfehlen? Wie sieht es mit Zumba oder Pilates aus? Hilft das auch? Ich fürchte nur durch einen festen Termin zur Übung werde ich diszipliniert.

    Lieben Grüße an alle Gleichgesinnten …

    • sabine:

      Hallo Nadja,
      Fahrradfahren ist super und mir haben Übungen auf dem Balance-Board sehr geholfen. Auch Bein-Übungen auf dem Gymnastikball waren für mich sehr hilfreich. Pilates ist sicherlich auch sehr hilfreich, dann natürlich Yoga. Bei Zumba kenne ich mich persönlich leider nicht aus, da ich das noch nie gemacht habe.

      Wenn du einen sehr guten Physiotherapeuten findest, dann kann dieser dir sicherlich auch noch ein paar Übungen zeigen. Dein Orthopäde kann dir sicherlich bei den Symptomen ein paar Sitzungen verschreiben.

      Herzliche Grüße und alles Gute
      Sabine

  • Frank:

    Hallo Sabine,
    meine Freundin hat mit 16 Jahren einen Innenriss des kreuzbandes dies ist mitlerweile 15 Jahre her sie hat es auch nie operieren lassen da sie durch viel Ehrgeiz und Sport es ganz gut bisher gemeistert hat leider hat sie gestern beim Aufstehn ihr Knie so verdreht das sie jetzt unter starken schmerzen leidet und ihr knie jetzt im angewinkelten zustand stark verkrampft ist… meine Frage ist was kann man als Übung…oder creme.. Do it your self Behandlung zur raschen Entspannung des krampfes anwenden.. Vielen Lieben Dank für deine Hilfe Lieben Gruß Frank

    • sabine:

      Hallo Frank,
      als erstes sind immer nächtliche Quarkwickel gut, das bewirkt Wunder.
      Ich würde es trotzdem mal bei einem Arzt abklären lassen, nicht dass es etwas ernsteres ist. Da ich leider keine Ärztin bin, kann ich dir leider für den Notfall nichts anderes raten.
      Viele Grüße

      Sabine

  • Janina:

    Liebe Sabine,

    nach langem Suchen zum Thema Heilungsprozess beim Kreuzbandriss bin ich nun auf deine Seite gestoßen. Mein Name ist Janina und ich bin 20 Jahre alt. Ich habe mir Ende Januar beim Skifahren das Kreuzband gerissen und das Innenband angerissen.
    Ich habe es zwar operieren lassen, würde es im Nachhinein aber nicht mehr machen lassen. Es hat sich nämlich entzündet, was sich als sehr langwierig und schwer herausgestellt hat, sodass man noch 3 mal unter Vollnarkose das Knie spülen musste und ich effektiv 3 Wochen im Krankenhaus lag.
    Jetzt sind schon mehrere Monate vergangen, ich habe 3 mal die Woche Physiotherapie und gehe auch zu einem Heilpraktiker/Osteopathen, der mir sehr viel Mut macht.
    Allerdings habe ich große Probleme mit Beugen und Strecken. Das Strecken macht mir mehr Sorgen, da ich nur ganz ganz kleine Fortschritte sehen kann; eigentlich so gut wie gar keine.Ich mache ebenfalls die mir aufgetragenen Übungen, habe aber mittlerweile einfach Angst, dass es nicht besser wird. Am Donnerstag habe ich einen Artztermin bei meinem Orthopäden und der möchte natürlich Fortschritte sehen. Ansonsten will er das Knie unter Narkose mobilisieren, also durchdrücken. Davor graut es mir aber sehr! Allersdings weiß ich einfach nicht mehr was ich noch tun soll, damit es besser wird.
    Ich versuche natürlich auch den Heilungsprozess durch meine Gedanken zu beschleunigen, allerdings werden die guten Gedanken immer wieder von der Angst vertrieben.
    Was meinst du dazu? Hast du irgendwelche Tipps, was ich tun könnte?
    Vielen Dank schon einmal!
    Der Blog ist echt toll :)

    Viele Grüße

    Janina

    • sabine:

      Liebe Janina,

      jeder Heilungsprozess ist anders! Das habe ich durch die vielen Gespräche mit Betroffenen gemacht. Auch ich hatte viele Monate große Probleme mit der Streckung. Ich glaube es dauerte ca. 9 Monate, bis ich das Bein vollständig strecken konnte. Beim Beugen dauerte es bei mir 7 Monate, bis ich wieder auf den Fersen sitzen konnte. Bei mir ging monatelang gar nichts, dann gab es wieder eine kleine Besserung, dann ging wieder ewig nichts… Aber ich wusste immer, dass ich irgendwann wieder vollkommen fit sein würde, ich habe daran fest geglaubt! Natürlich kamen auch bei mir immer mal wieder Zweifel und Ängste, aber die versuchte ich immer wegzuscheuchen.

      Das mit der Zwangsmobilisierung klingt für mich persönlich ganz schrecklich! Niedergelassene Orthopäden wollen viel immer gleich operieren (Schulter und Knie sind die wirtschaftlichsten OP`s – Originalton von einem Orthopäden in einem Krankenhaus), und nicht immer ist das notwendig. An deiner Stelle würde ich eine weitere Meinung von einem Orthopäden in einem Krankenhaus einholen, der bei seiner Wirtschaftlichkeit nicht auf Operationen angwiesen ist, sondern ein Fixgehalt erhält!!

      Mein persönlicher Tipp an dich!! Vertraue auf deine Selbstheilungskräfte. Sei geduldig und trainiere fleißig weiter! Eine weitere OP ist ein riesen Eingriff in deinen Organismus, auch wenn du noch sehr jung bist! Du wirst sehen, das klappt wieder! Wenn es bei mir ohne OP hingehauen hat, dann sollte das bei dir auch mit OP klappen!

      Viele Grüße

      Sabine

      Setze dich JEDEN TAG 2 x 10 min aufs Rad und mache viele Übungen! Es dauert halt einfach seine Zeit!

  • Kerstin:

    Liebe Sabine,

    Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Antwort aus Januar.

    Unser Wohnzimmer sieht mittlerweile wie eine Sporthalle aus, was mich sehr an Dein Foto erinnert. Fahrrad, Stepper, Terraband um die Esstisch-Beine, Leg-Magic, Sit.-up-Trainer.

    Ich glaube, am meisten hat mir bisher das Fahrrad geholfen.

    Es gibt immer wieder Rückschläge, aber insgesamt habe ich das Gefühl, dass es bergauf geht. Ich kann jetzt ganz langsam wieder die Treppe hinab gehen, nach dem normalen Laufschema, nicht nur rechts eine Stufe runter und linkes Bein nachziehen. Ich kann auch wieder auf dem Bauch schlafen und besonders in der Badewanne merke ich, dass die Beugung dort noch viel besser funktioniert.

    Du hattest, meine ich, geschrieben, dass Du Dir immer wieder vorgestellt hast, wie alles funktioniert.

    Ich glaube, auch das hilft. Der Gedanke ist ständig da. Nachts, wenn ich aufwache, mache ich Streckübungen. Wenn ich mit meinenSöhnen Mathe lerne, mache ich neben dem Tisch Streckübungen.

    Ich hoffe so sehr, dass alles wieder richtig gut wird…..und ich danke Dir für Deine Hoffnung, die Du nicht nur mir geschenkt hast.

    Viele, liebe Grüße

    Kerstin

    • sabine:

      Hallo Kerstin,

      ja ja, unsere kleinen privaten Fitness-Center :-) . Aber nur so funktioniert es… Nur wenn unser Equipement im Wohnbereich ist, dann denken wir an die täglichen Trainingseinheiten. Auch mir hat das Fahrradfahren am besten geholfen. Das war auch die Empfehlung von Mohamed Khalifa: viel viel Fahrrad fahren.

      Diese Rückschläge gab es bei mir auch noch monatelang später, als ich mein Bein immer noch nicht gescheit beugen und strecken konnte, weil es im Knie wieder mal zu Verklebungen der Faszien gekommen ist…

      In der Tat hat mir das Visualisieren sehr geholfen. Die Kraft der Vision ist unermesslich, das konnte ich auch schon in anderen Bereichen erkennen.

      Es freut mich sehr, wenn ich dir etwas Hoffnung und den Glaube an deine Selbstheilungskräfte schenken konnte.

      Weiterhin alles alles Gute!! Und du wirst sehen, mit der Einstellung geht es dir bald wieder ganz ganz gut!

      Herzliche Grüße

      Sabine

  • Anne:

    Hallo Sabine,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite gestossen.Wie geht es dir heute – bist du beschwerdefrei?

    Ich habe ein ähnliches Problem, bis 52 Jahre alt und habe mich am 13. Jänner mit Ski fahren verletzt. Bin dann noch selber ins Tal gefahren, weil ich wahrscheinlich irgendwie unter Schock stand. Konnte dann in der Nacht mit meinem linken Bein gar nicht mehr auftreten… und bin dann ein paar Tage herumgehumpelt, weil ich nicht als Schwächling dastehen wollte.
    Habe mir halt gedacht dass alles geprellt sein wird… und habe dann schlussendlich doch meine Hausärtzin aufgesucht. Sie hatte mich untersucht und ich bekam 3 Tage hintereinander Strom. Leider wurden meine Beschwerden nicht besser und so hatte sie auf Grund meines Unfallherganges auf ein Meniskusproblem getippt und es wurde ein Termin für MRT vereinbart. Da ich keine Zusatzversicherung habe, musste ich 2 Wochen auf diesen Termin warten. In der Zeit ging es mir mal besser mal schlechter….. irgendwie wusste ich immer, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, auf der anderen Seite hatte ich alles verdrängt und wollte als Frau funktionieren.
    Nach dem MRT musste ich leider auch noch einige Tage warten bis der Befund zugeschickt wurde.
    Ich hatte Angst…. Angst einfach weil ich deutlich spürte, dass irgendwas nicht in Ordnung war, aber keiner hatte mich richtig ernst genommen….. ich glaube, daher hatte ich auch noch mehr Angst, dass ich jetzt als “Schwächling” dastehe, und einfach gar nichts raus kommt.
    Als ich den Befund dann endlich in den Händen hielt (… ich hatte ihn erstmal per Mail angefordert) war ich schockiert… und mein Mann und meine erwachsenen Kinder wohl noch mehr….. weil ich einfach nie gejammert hatte, und keiner dieses Ausmaß voraussehen konnte.

    So hatte ich also 3 1/2 Wochen nach der Verletzung die Diagnose.

    Schrägriss Innenmensikus, Vorderer Kreuzbandriss, Teileinriss Seitenband sowie eine Fraktur bzw. Riss am Schienbeinkopf.

    Jetzt trage ich eine Brace Schiene zum stabilisieren vor allen Dingen auch wegen dem Kleinen Bruch und gehe Physiotherapie. Leider kann ich mein Knie jetzt (nach gut 5 Wochen) immer noch nicht ganz durch strecken, bzw. auch nur unter Schmerzen anheben.

    Ich hoffe, dass ich alles ohne OP hinbekomme und dass ich auch weiterhin Schi fahren kann.

    • sabine:

      Liebe Anne, danke für deinen Kommentar.

      Dann hat es dich ja ähnlich schlimm erwischt wie mich damals. Du brauchst jetzt echt Geduld. Ich konnte mein Knie nach 6 Monaten noch nicht richtig durchstrecken…

      Gerade habe ich einen neuen blog-Beitrag freigeschaltet. Schau ihn dir doch gleich mal an. Ich kann wieder Skifahren und wenn du fleißig trainierst kannst du das sicher auch! Herzliche Grüße Sabine

  • Kerstin:

    Liebe Sabine,

    Herzlichen Dank für die Schilderung Deines Genesungsprozesses, der doch wirklich Mut gibt. Ich stehe noch ziemlich am Anfang der ganzen Situation. Ich bin nicht sehr sportlich, allerdings hatten wir unseren Kindern (14 u. 15 J) zu Weihnachten 5 Tage Skifahren geschenkt. Nachdem ich 30 Jahre kein Ski gefahren bin, war das vielleicht keine so gute Idee. Bei einem Sturz habe ich mein Knie verdreht. Lt. MRT (13.1.14), Kreuzbandriss, Meniskus gequetscht, Bänderriss links und Fraktur Schienbeinkopf. (Der Unfall war am 30.12.13). Nachdem mir von einem Arzt gesagt wurde, dass ich eine andere Schiene benutzen sollte und mit Gymnastik beginnen müsse, ging ich zum Orthopäden, der letztendlich eine Arthroskopie durchführte, bei der das vordere Kreuzband welches in dem Gelenk eingeklemmt war, entfernt wurde. Da der Meniskus nicht eingerissen ist, darf ich mein Bein belasten und bin darüber wirklich froh. Ich gehe Stufe um Stufe die Treppe hinauf. Hinabsteigen
    macht mir ziemliche Angst. Die andere Schiene, die ich bekommen soll, ist eine Breg Fusion. Die Ärzte hörten sich in ihrer Meinung nicht unbedingt gleich an. Kannst Du mir vielleicht sagen, was die Gradzahlen bedeuten, bzw auf welche Winkel sie sich beziehen? 0-0-60? Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. sicherlich kommen noch weitere Fragen auf mich zu, bei denen ich Dich gerne um Rat fragen würde. Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Hilfe. Freundliche Grüße, Kerstin aus Essen

    • sabine:

      Liebe Kerstin,
      das klingt ja nicht so gut, das ist ja orginal die gleiche Verletzung wie bei mir vor 2 Jahren… Zum Treppe runtersteigen gebe ich gerne den Tipp von meinem Physiotherapeuten weiter: gehe rückwärts die Treppe runter, das ist viel einfacher!
      Die Gradzahlen bei deiner Schiene beziehen sich auf den Winkel in dem Du dein Knie beugen und strecken darfst und kannst. Bei mir hat der Orthopäde jedoch immer den Winkel vorgegeben und eingestellt.

      Es gibt Extensions-Stopps in den Winkeln: 0°, 10°, 20°, 30°, 40° – das bedeutet, wie weit du das Bein strecken darfst. 0 ° ist die komplette Streckung bei 40° ist das Knie dementsprechend gebeugt.

      Dann gibt es noch Flexions-Stopps mit den Winkeln: 45°, 60°, 75°, 90° – das sagt aus, wie weit du dein Knie beugen kannst bzw. darfst. Dabei ist 45° der kleinste Beugewinkel und bei 90° kann man schon sehr gut abwinkeln, was vor allem beim Treppensteigen notwendig ist.

      Wenn ich mich recht erinnere hatte ich am Anfang die Einstellung Extension 40° und Flexion 60°.

      Da ich die Schiene nach 2 Wochen nur noch bei “Außenterminen” und nach 3 1/2 Wochen (nach meinem Mohamed Khalifa-Termin) gar nicht mehr getragen habe, weiß ich nicht, wie sich das dann weiter verändert hätte. Frag einfach deinen Arzt. Hier ist noch eine gute Erklärung, wie du die Einstellung verändern kannst: http://www.neurotechgroup.com/library/de/products/Fusion/6030-0048.pdf.

      Dir eine gute Heilung und alles Gute!

      Viele Grüße Sabine

      P.S. Bleib dran!! Ich war gestern wieder Skifahren und mir geht es saugut mit dem Knie!

  • Angi:

    Hallo liebe Sabine,

    dieser Block über das Thema Kreuzbandriss heilen ohne OP ist zwar schon etwas älter, aber für mich ist das Thema eben sehr aktuell. Hoffe, es stört dich nicht, dass ich dir heute noch dazu schreibe…

    Ich bin die Kellertreppe runter gestürzt und habe nun Verdacht auf Kreuzbandriss. Komme erst am Donnerstag (nach 1 1/2 Wochen) ins MRT – als Kassenpatient ewige Wartezeiten. Für diese Zwischenzeit hat man mir geraten, das Bein ruhig zu halten. Ich bekam Krücken und eine läpprige Schiene mit im Krankenhaus. Der Chirurg, der mich in der Notaufnahme untersuchte, gab meinem Mann gleich seine Durchwahl-Tel.-Nr. zum OP-Termin verabreden. Dies will ich auf gar keinen Fall (einfach Angst!).

    Nun ist es aber so, dass, wenn ich aus Versehen mehr als nur die Zehenspitzen und die Fussballen auf dem Boden aufsetze, mir die Kniescheibe nach innen abhaut (unter wirklich ekeligen Schmerzen). War das bei dir auch so oder ähnlich? Weiterhin bin ich hier ebenso erschrocken, denn von Thrombosespritzen hat mir auch keiner was gesagt-bin ich nun in Gefahr?

    Verbessert sich das mit der Kniescheibe wieder nach einer gewissen Zeit?

    Würde mich freuen, eine Antwort zu erhalten, auch wenn ihr dieses Thema schon seit 2013 durch habt.

    Liebe Grüsse
    Angelika

    • sabine:

      Liebe Angi, wie ist dein MRT verlaufen? Wie lautet die Diagnose? Auch bei mir haute die Kniescheibe bei dem Versuch das Bein minimal zu belastet in den ersten Tagen ab! Es fühlte sich an, als ob das ganze Knie wegbrach… Das machte auch mir am Anfang große Angst. Am Anfang habe ich daher jegliche Belastung vollkommen gelassen und bin nur mit der Schiene und Krücken rumgelaufen. Das mit der Kniescheibe ging bei mir dann sehr schnell weg. Ich weiß nicht mehr genau, wie lange es gedauert hat, aber ich glaube, dass das nach 1 Woche Schonung schon besser war. Und ich war ja nach 3 1/2 Wochen schon bei Khalifa und danach war das Knie ja deutlich stabiler und ich konnte voll belasten. Gestern war ich wieder Skifahren und mein Knie war stabil, obwohl ich in den letzten Monaten, durch eine Plantarsehenen-Reizung im Fuß, außer Yoga kein Krafttraining für meine Beine gemacht habe! Am Ende des Tages ohne Knieschmerzen und viel Spaß beim Skifahren war ich wirklich dankbar, dass ich es so super hinbekommen habe!! Dir alles Gute. Herzliche Grüße Sabine

  • Stefan:

    Das ist echt Klasse das das ganze ohne OP über die Bühne ging.
    Nur bin ich mir nicht ganz sicher wie die ganzen Übungen und Physio Krankengym und Yoga in das normale Berufsleben passen.
    Ich habe aktuell auch einen Kreuzandriss und lese mich fleißig durch die Foren. Was ich nun bei dir lese ist zwar schön und gut, nur für einen Menschen der 8-10 Stunden am Tag arbeitet nicht durchführbar. Wie hast du das ganze bewältigt?
    Ich bin nicht scharf auf eine OP aber bei dem ganzen Pensum an Training kann ich das arbeiten aufhören.

    • sabine:

      Hallo Stefan,

      ich habe das auch mit meiner Arbeit als Unternehmensberaterin, Yogalehrerin und parallel zu meiner Familien-Arbeit geschafft. Es kommt einfach nur auf die Prioritäten an. Mir war meine Gesundung einfach total wichtig. Ich wusste, dass es einfach für ein paar Monate zählt, dass ich meine ganze Aufmerksamkeit meinem Knie schenke!!
      Ich habe nur 1 Woche nicht gearbeitet, dann ging es wieder voll los. Wenn ich viel Arbeit oder Termine hatte, bin ich einfach morgens früher aufgestanden, habe die Mittagspause zum Trainieren genutzt und dann noch mal abends. Zu meinen Tagungen bin ich mit großem Gymnastikball und Reise-Yogamatte gereist und habe vor und nach der Tagung 20 – 30 min meine Übungen gemacht. Wenn es in der Mittagspause ging, habe ich auch noch mal 10 min trainiert. Und die 2 Physiotherapie-Termine in der Woche kann man in der Regel auch wunderbar vor und nach dem Job, in der Mittagspause oder am Samstag durchführen.

      Ich würde es immer wieder so machen. Heute bin ich 100 %-tig fit! Versuchs doch einfach. Operieren kann man auch noch später! Alles Gute.

  • Torben:

    Hallo sabine,

    nach dem lesen deiner story kommt doch wieder etwas Hoffnung. habe mir im july letzten jahres beim Wakeboarden das Kreuzband angerissen. erst 4 monate spaeter haben ich ein MRI machen lassen, da dies hier, ich lebe in Bangkok, etwas schwieriger ist dies von der versicherung bezahlt zu bekommen. Resultat, anriss. naja, der doc meinte muskelaufbau, hat mir aber nicht gesagt wie und was…Thai Aerzte. Gut, ich war leider beruflich sehr eingespannt dass ich keine grosse zeit hatte viel zu tun. es war auch eine zeit lang schmerzfrei, aber nun ist wieder so ein unangenehmes ziehen da. tagsüber, beim autofahren oder laengerem gehen trage ich wieder eine bandage, beim wakeboarden eine Orthese. alles funktioniert gut, aber ich will den letzten schmerz wegbekommen. Kannst du mir tips zum aufbau geben die man einfach zuhause machen kann. habe bei uns in unserem Condominium einen Fitnessraum, mit stepper, Fahrrad, und so ein teil zum Bankdrücken. natuerlich auch einen gymnastik ball. was ich nun mache, ist radfahren, bankdruecken, den ball zwischen den beinen zusammendruecken und halten sowie “im stehen an der wand sitzen” zudem geh ich alle 2 tage etwas schwimmen, wobei dies bei zuviel schwimmen nicht wirklich gut ist… hast du weitere tips fuer mich? waere super.
    vielen lieben dank und gruesse aus Bangkok

    • sabine:

      Lieber Torben,

      ich trainiere im Moment sehr viel für den Muskelaufbau rund um das Knie:
      - mit dem Airex Balance-Pad: z.B. mit leichten Sprüngen von Außen auf das Pad und zurück
      - einbeinigen Balance-Übungen auf dem Pad oder auf dem Boden (z.B. 4 Tennisbälle in Eierbecher im Quadrat vor dich legen, dann auf einem Bein balancieren. Mit dem Standbein soweit in die Knie gehen, dass du mit der Hand einen Tennisball nehmen kannst. Dann wieder Bein strecken (ohne schwebendes Bein abzusetzen) und dann noch mal in die Knie gehen und Ball wieder auf Eierbecher legen. Das machst du dann mit jedem Ball – ist anstrengend, wirkt aber!
      - mit dem trx-Band – aktiviert auch die Tiefenmuskulatur, also die gelenksnahen Stützmuskeln
      - ich hüpfe viel auf dem Mini-Trampolin
      - und seit 4 Wochen gehe ich wieder (schmerzfrei) 4 – 5 x die Woche Joggen

      Mein Tipp: Lass die Bandagen und Orthese weg – hat mir Herr Khalifa, mein Orthopäde und mein Physiotherapeut geraten, damit das Knie nicht zu viel geschont wird. Trainiere so, als ob das Knie ganz gesund wäre.

      Die letzten Wochen habe ich mit einer Personal-Trainerin gearbeitet, die auch sehr viel Wert darauf legt, dass ich wieder die Knie-Stabilsierende Muskulatur trainiere, also auch Gesäßmuskel und Beinmuskulatur. Manchmal übertreibe ich es dann ein bisschen (z.B. mit den Sprüngen) und dann zickt mein Knie auch mal wieder eine Woche. In dieser Zeit trainiere ich nicht so hart und fahre mehr Fahrrad (das Beste, was du für dein Knie tun kannst – wenn möglich täglich!). Dann ist aber wieder alles schnell beruhigt und ich kann wieder alles schmerzfrei angehen.

      Auf deine angegebene Email-Adresse habe ich dir auch ein paar Übungen aus dem Internet geschickt. Viele Grüße Sabine

  • Daniela:

    Hallo Sabine,

    ich habe mir am 23.01.13 beim Skifahren das Kreuzband gerissen. Die Streckung hatte ich nach ca. 7 1/2 Wochen wieder, aber die Beugung läßt leider auf sich warten. Im Moment ist sie nur bei 90 Grad. Es ist sehr schmerzhaft an der Beugung zu arbeiten. Hast Du vielleicht spezielle Tips für die Beugung? Zur Zeit bin ich einer ambulanten Reha-Maßnahme um die Muskulatur zu kräftigen.
    Mir fällt auf, dass ich ziemliche Probleme habe, auf unebenem Boden zu laufen. Hattest Du das evtl. auch?
    Auf jeden Fall macht Dein Blog Mut. Wenn es nach Meinung der Ärzte ginge, müsste ich mich auf jeden Fall operieren lassen. Habe mich aber dagegen entschieden.

    Herzliche Grüße
    Daniela

    • sabine:

      Liebe Daniela,

      gib dir Zeit, das mit der Beugung dauert einfach etwas. Bei mir konnte ich nach genau 6 Monate wieder auf der Ferse sitzen. Um die Beugung immer wieder zu verbessern hat mir mein Physiotherapeut immer wieder auftretende Verklebungen wegmassiert. Ich selbst habe durch tägliches Fahrradfahren, Übungen auf dem Medizinball (drauf knien und die Balance halten, der Schmerz wird immer weniger) und Yoga (Taube, Stellung des Kindes, Held, Sonnengruß, etc.) die Beugung immer besser hinbekommen. Aber es hat einfach gedauert!! Wobei bei mir die Streckung noch länger auf sich warten ließ, das ging bei mir erst nach ca. 9 Monaten…

      Das mit dem unebenen Boden kenne ich sogar heute noch, wenn ich joggen gehe. Momentan wird es besser, da ich 3 – 4 x die Woche joggen gehe und viele Stabilisierungs-Übungen auf dem AIREX Balance-Pad mache. Ich habe das Gefühl, dass sich die Struktur in meinem Knie wieder ganz neu finden muss und das dauert auf jeden Fall seine Zeit.

      Freut mich, dass ich dir mit meinem blog Mut gemacht habe und du deinen eigenen Weg ohne OP findest!! Viel Erfolg dabei!

      Herzliche Grüße
      Sabine

  • Bei mir persönlich sind die jahrelangen Knieprobleme, welche ich hatte, durch die Einnahme von Hyaluronsäure komplett verschwunden … +++ 3-mal-holzklopf +++

    Eigentlich hat der Mensch den Einsatz von Hyaluronsäure in Kapsel- oder Tablettenform ja den Tieren zu verdanken. Denn Hyaluronsäure wurde schon lange vorher sehr erfolgreich in der Veterinärmedizin (z.B. bei Pferden, Hunden, Katzen, etc.) eingesetzt. Und da sich Tiere ja bekanntlich nicht täuschen lassen (bei Tieren gibt es keinen “Placebo-Effekt” !), hätte man es sofort gemerkt, wenn die orale Gabe von Hyaluronsäure keine Wirkung gehabt hätte ! Die nachweisliche Wirkung ist bei Tieren aber zwischenzeitlich unbestritten und zur Standardbehandlung geworden (wer es nicht glaubt, einfach mal im Internet danach “googeln”!).

    Nachdem es dann bei Tieren so gute Erfolge gab, hat man dann die Wirkungsweise von oral verabreichtem Hyaluron genauer untersucht. Die früher weit verbreitete Meinung, dass oral verabreichte Hyaluronsäure nicht bis ins Blut und von dort zu den eigentlichen “Baustellen” im Körper, also Gelenke, Haut, Augen, etc. gelangt, ist mittlerweile überholt und sogar wissenschaftlich widerlegt worden. In einer im Jahre 2004 durchgeführten wissenschaftlichen Studie von Dr. Alex Schauss (Direktor der AIBMR Life Sciences Inc.) wurde nachgewiesen, dass beim Menschen nach einmaliger Einnahme von gerade einmal 3mg (!) ca. 4,5 Milliarden Hyaluronsäure-Moleküle jedes Kniegelenk erreichen! (Anmerkung: Die für den Menschen empfohlene tägliche Einnahmemenge liegt bei ca. 100mg täglich!). Im Jahre 2005 erfolgte dann die Patentierung: Titel “ORALE VERABREICHUNG WIRKSAMER MENGEN VON HYALURONSÄURE” ; Dokumentenidentifikation DE69731610T2 01.12.2005 ; EP-Veröffentlichungsnummer 0000873128 ; Anmelder Jagotec AG, Muttenz, CH ; Erfinder TURLEY, Eva Anne, Toronto, Ontario M4V 1R4, CA; ASCULAI, Samuel Simon, Toronto, Ontario M6M 2B6, CA ; Vertreter Huss und Kollegen, 82467 Garmisch-Partenkirchen ; DE-Aktenzeichen 69731610.

    Entsprechend dem deutschen Arthrose-Forum sollte man beim Kauf jedoch darauf achten, dass die Hyaluronsäure aus Deutschland kommt und nicht etwa in China aus irgendwelchen Kuhaugen oder Hahnenkämmen (Achtung: Gefahr von Allergien!) hergestellt worden ist! Weitere Infos hierzu, siehe http://www.Hyaluronsaeure-Kapseln.net

    • sabine:

      Vielen Dank für die sehr interessanten Infos. Ich werde das Thema Hyaluronsäure mal weiter verfolgen!! Viele Grüße. Sabine Schwarz

  • Tina:

    Hallo,
    Endlich habe ich mal etwas positives gefunden zu dem Thema … Habe mir meine kreuzbandriss lt. Orthopäde nur anriss geholt… Bin mit orthese zur zeit mobil und Hatte die erste Sitzung bei einem bekannten der Physio therapeuth ist . Mit dem tollem Gestell bin ich mobil ohne Krücken, und übe fleißig laufen ohne orthese … Leider leide ich noch an einer krankheits angststörung was das ganze nicht einfach macht … Bin die ersten Tage nach dem Unfall , bis ich die Schiene bekam immer auf den Fußballen gelaufen , also nicht aufgetreten , daher bekam ich große Schmerzen in der Wade … Nun hab ich wieder Gegoogeld und viel über Thrombose gelesen … Bin dann heute zum Arzt , alles unauffällig und habe diese Spritzen zur Vorsicht bekommen …. Weil früh oder nach jedem wieder aufstehen habe ich wie einem Wadenkrampf :( und ein Kribbeln in Knie und Fuß , das macht mir schon wieder Angst :( ( kennst du das auch so ?

    Lg

    • sabine:

      Vielen Dank dass du deine Erfahrungen mit uns teilst.

      Die von dir beschriebenen Symptome hatte ich gar nicht. Ich habe immer versucht (als ich dann endlich auftreten konnte) auf den ganzen Fuß aufzutreten um mir möglichst keine Fehlhaltungen anzugewöhnen. Thrombose-Spritzen habe ich nicht genommen, stattdessen habe ich mir täglich einen Becher Weidenrindentee gemacht, der hat die gleiche Wirkung.

      Ich hatte beim Aufstehen aber auch immer Schmerzen und war total steif und traute mich gar nicht mehr aufzutreten. Diese Morgen-Steifheit dauerte bei mir Monate! Erst heute, nach einem Jahr und 4 Monaten werde ich immer mutiger (durch viel Training, auch Hüpfübungen auf dem Balance-Soft-Pad) und traue mich auch morgens nach dem Aufstehen die Treppe runter zu hüfpen…

      Dir weiterhin alles Gute.

      Viele Grüße
      Sabine

  • kay:

    hallo sabine,

    mit großem interesse habe ich deinen blog gelesen.
    ich habe mir vor ca. 6 wochen das vordere kreuzband gerissen.
    mittlerweile befinde ich mich in der 3. Woche der Physiotherapie. Die Streckung bekomme ich fast wieder komplett hin, nur die Beugung (über 100 Grad) macht noch Probleme. Schmerzen (leichtes ziehen im Knie) habe ich meist dann, wenn das Bein zur Ruhe kommt. Treppensteigen ist kein Problem. Auch Radfahren (Hometrainer) geht ganz gut.

    Ich versuche erst einmal um das Thema OP herumzukommen, allerdings bereitet mir das Thema Arthrose etwas Sorgen. Die Meinungen gehen in Deutschland ja fast alle in Richtung “Arthrose bekommen Sie auf jeden Fall, wenn Sie nicht operieren lassen”.

    Ich vefüge trotz überschaubarer sportlichen Aktivität über eine ausgeprägte Muskulatur der Beine. Was rät’s du mir?

    Danke und viele Grüße

    • sabine:

      Liebe Linda,

      danke für deinen Kommentar, entschuldige die späte Antwort, aber ich war in den letzten Wochen beruflich dermaßen eingespannt, dass ich für keine anderen Tätigkeiten Zeit hatte.

      Hey, das ist ja toll, wie gut das bei dir schon läuft! Nach so kurzer Zeit war bei mir an Streckung ja noch gar nicht zu denken und auch die Beugung hat bei mir sehr lange auf sich warten lassen…

      Zum Thema Arthrose habe ich etwas in meinem blog vom 13. Oktober 2012 geschrieben. Mein Orthopäde hat mich da extrem beruhigt (siehe auch seine Studie – Link in meinem blog) und mir versichert, dass das Arthrose-Risiko bei mir extrem gering ist. Hier kommt es natürlich auch etwas auf das Alter an. Ich bin 48 Jahre alt und habe nicht mehr vor Extrem-Sportlerin zu werden :-) . Ich weiß nicht, wie alt du bist und was du sportlich noch vorhast…

      Momentan trainiere ich mit einer Personal-Trainerin, die mir gestern wieder bestätigt hat, dass mein Knie nach der schweren Verletzung erstaunlich fit ist und dass Sie momentan viele Kunden hat, die nach einer Kreuzband-OP riesige Probleme haben. Und das ist auch meine Erfahrung in meinem Bekannten- und Yogakreis. Heute, 1 Jahr und 3 Monate nach meinem Unfall bin ich fast fiter als vorher, fahre Ski, mache sehr viel Yoga, gehe Joggen, mache Intervall-Training und etwas Krafttraining und habe überhaupt keine Probleme mit dem Knie!! Ich würde es immer wieder so machen und mich NICHT operieren lassen!

      Dir weiterhin alles Gute!

      Liebe Grüße Sabine

  • Maria:

    hallo

    ich habe mir am 02.03.13 das vordere kreuzband gerissen und das innenband angerissen.
    die ersten 2 tage hatte ich eine steife schiene, da ich da noch keine diagnose hatte und auf´s mrt warten musste. als ich beim mrt war hab ich dann eine knieorthese bekommen. die ist momentan auf 10 – 0 – 90 eingestellt.

    mein oberschenkelmuskel ist recht stark ausgeprägt, da ich bis zum tag X regelmäßig muay thai gemacht habe.
    mein orthopäde hatte gesagt er würde mich nur aufgrund meines alters (31) operieren wollen, aber ansonsten sieht er dafür keinen grund.
    gestern hatte ich meinen ersten arbeitstag nach 4 wochen krankheit. ich arbeite als hauswirtschaftliche leitung und bin viel am laufen auf arbeit. mit der schiene kann ich eigentlich sehr gut laufen und auch belasten. heute zum feierabend fing ich allerdings ein wenig an zu hinken.

    naja es ist nun erst die dritte woche mit der knieorthese, krücken nehme ich seit 2 wochen keine mehr. treppen hoch geht schon sehr gut, treppen runter ist noch recht schwierig. nach dem baden geh ich auch ohne schiene von bad ins schlafzimmer.

    ich hab mal eine frage an dich oder auch an alle anderen: ich habe am montag aufgehört mit den thrombosespritzen. mein orthopäde sagre ich kann damit aufhören wenn ich voll mobil bin. jetzt frage ich mich aber, bin ich das wirklich? also ohne knieorthese möchte ich mich einfach noch nicht bewegen besonders auch nicht in meinem beruf. die nehme ich nur ab wenn ich meine übungen machen und zum baden oder eben bei der physio.
    aber mit der orthese belaste ich das bein ganz normal. ich kann es eben nur nicht komplett durchstrecken oder mehr als 90 grad anwinkeln. wie war das bei euch?

    und schlaft ihr ohne orthese oder habt ihr ohne geschlafen?
    mein rechtes bein ist schon ganz zerkratzt von den verschlüssen.

    ich hoffe, dass ich im juli wieder das tanzbein schwingen kann. da bin ich nämlich auf einem festival. zur not auch mit einer bandage zur stabilisierung und im schlimsten fall auch mit orthese.

    liebe frühlingsgrüße von der ostsee

    • sabine:

      Liebe Maria,

      Thrombose-Spritzen habe ich gar nicht verwendet. Da ich mich täglich durch Yoga und mein Training viel bewegt habe, hielt ich das nicht für notwendig. Hin und wieder habe ich einen Weidenrindentee getrunken. Der Weidenrindentee enthält Acetylsalicylsäure (z.B. in Aspirin enthalten), die schmerzstillend, antirheumatisch, fiebersenkend, entzündungshemmend und blutverdünnend wirkt.

      Die Knieorthese habe ich NIE nachts getragen. Das war mir viel zu unbequem (siehe deine Kratzer…). Ich wollte mich auch erst gar nicht an dieses Ding gewöhnen und das Knie ständig schonen, sondern lieber das Knie fordern und so seine Selbstheilungskräfte aktivieren. Richtig beugen und strecken konnte ich das Knie ewig nicht (siehe Kommentar vom 2.4.13).

      Mit viel Training (auch beim Physiotherapeuten) schaffst du es sicherlich, im Juli tanzen zu gehen. Ich habe nach meinem Unfall auch nach 4 Monaten bereits wieder getanzt und das ging besser als Laufen :-) !! Eine Bandage habe ich nie getragen auch nicht diesen Januar beim Skifahren. Wenn das Knie erst mal fit ist, braucht man das nicht mehr – finde ich! Wirst du dich operieren lassen?

      Herzliche Grüße und alles Gute – Sabine

  • Yvonne:

    Hallo Sabine,
    gerade bin ich auf Deinen Bericht gestoßen, der mir ein wenig Hoffnung gibt. Ich habe mir bei einem Skiunfall Mitte Januar (also nun seit knapp 9 Wochen)einen Kreuzbandriss (vorderes) mit Schienbeinkopfanbruch zugezogen. Mein Orthopäde hat mir erstmal zu Krankengym geraten. Dies ist nun 9 Wochen her. Seit ca. 6 Wochen mache ich Physio und es geht in gaaaaaanz kleinen Schritten voran. Und obwohl mein Physio absolut zufrieden mit meiner Leistung und Entwicklung ist, so ist es für mich trotzdem sehr frustrierend. Meine Streckung geht immer noch nicht zu 100%. Meine Beugung auch nur auf ca. 140 Grad. Die Beugung hängt auch immer von der Körperposition ab. Beim Sitzen die Knie anwinkeln geht schlechter als im liegen. Mein Physio meint, das ich automatisch meine Muskeln verkrampfe (ohne mein bewußtes Zutun)und ich deshalb mal schlechter mal besser beugen kann. Das Treppensteigen ist eine totale Qual und geht nur mit jeder Stufe einzeln. Mittlerweile sind beide Knie geschwollen, durch die falsche Belastung. Mein kaputtes Knie ist zwar zum Großteil abgeschwollen, aber eben immer noch nicht ganz. Wie lange hat es bei Dir gedauert, bis alles abgeschwollen war? Ich weiß, daß ich wahnsinnig ungeduldig bin. Bis jetzt trage ich eine Schiene, damit ich keine unkontrollierten Drehbewegungen mache. Diese hilft mir sehr gut in der Stabilität, wenn ich sie nicht benutze, ist alles wackelig, da der Oberschenkelmuskel fehlt. Ich sehe schon, jeder sagt mir, du mußt Geduld haben…wahrscheinlich ist das auch so. Ich hoffe, ich kann meinem Knie irgendwann wieder vertrauen und ohne Angst Sport machen. Aber z.Zt. wäre ich froh, wenn ich wenigstens sicher laufen könnte.
    Alles Gute für Dich
    Schöne Grüße Yvonne

    • sabine:

      Liebe Yvonne,

      ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen!! Zum Treppensteigen habe ich einen sehr guten Tipp von meinem Physiotherapeuten: gehe die treppe rückwärts hoch! Auch ich konnte monatelang nur so einigermaßen schmerzfrei (da mein Beuge- und Streckwinkel durch meine Verklebungen sehr lange extrem eingeschränkt war) die treppe hochgehen. Ich hatte bei meiner Verletztung ja sehr lange mit allen möglichen Schwierigkeiten zu kämpfen (auch ich habe meine Muskeln sehr verkrampft), nur geschwollen war mein Knie nur die erste Woche. Vielleicht lag es daran, dass ich am 1. Tag nach meinem Unfall vom Orthopäden punktiert wurde (1 Teetasse Flüssigkeit wurde entfernt), vielleicht hat mir aber auch der Schulterstand, den ich täglich geübt habe, geholfen meine Beine zu entlasten und die Schwellung schnell zu beseitigen. Meine Schiene habe ich nur die erste Woche ständig getragen (außer nachts), dann habe ich im Haus keine Schiene mehr getragen und nach dem Termin bei Mohammed Khalifa nach 3 1/2 Wochen habe ich nur dann die Schiene getragen, wenn ich mal länger gelaufen bin und mich in dem Schnee und Eis unwohl gefühlt habe. In der Tat, du musst echt ganz ganz viel Geduld haben und ganz viel für den Oberschenkelmuskel und Gesäßmuskel trainieren (ohne Schiene!!). Am besten 2 – 3 Einheiten mit jeweils 10 – 15 min!! Und meine Erfahrung ist, dass man sich auch ruhig etwas zutrauen darf. Ich habe Menschen kennengelernt, die sich zu lange, zu sehr geschont haben, bei denen hat es deutlich länger gedauert als bei mir! Und trotzdem bin ich auch 6 Monate nach dem Unfall noch nicht richtig rund gelaufen. Die Beugung ging dann schon super, aber ich konnte ewig lange das Knie nicht richtig strecken, was zu einem ziemlichen Eiergang führt :-) . Aber es ging immer immer besser und dieses Jahr beim Skifahren hatte ich überhaupt keine Probleme. Weder mit Angst, Schmerzen, noch mit der Stabilität. Mein Knie ist nahezu wie vor dem Unfall! Du wirst sehen… mit dem richtigen Training, Vertrauen in deinen Physio und deine eigenen Heilkräfte wirst du dein Knie wieder sehr gut hinbekommen!! Glaube dran!! Viele Grüße und auch für Dich alles alles Gute!

      Sabine

      P.S. Schreib mal, wie es dir in ein paar Monaten geht.

  • Fräulein Lehmann:

    Hallo Sabine,

    seit dem 11.11.2012 lebe ich nun ohne Kreuzband, den ich mir bei einem bösen Foul bei einem Fußballspiel geholt habe. wenn man hier von Glück sprechen kann: Es ist “nur” das vordere Kreuzband gerissen, Menisken, oder Bänder haben nichts abbekommen. Dennoch war ich die ersten Wochen total geschockt und die Angst vor eine OP war unermesslich. Vor allem da ich die Folgen und langen Heilungsprozess einer OP bei vielen meiner Fußballerkolleginnen gesehen habe.
    Der erste Orthopäde redete auf mich ein, dass ich mich sofort operieren lassen müsse. Ein zweiter Orthopäde klärte mich darüber auf, dass man heutzutage nicht immer zwingend operieren muss. Diese Tatsache, Krankengymnastik und etwas Zeit haben mir bis heute geholfen, den Schock zu verarbeiten, wieder etwas fitter zu werden (habe bis dahin täglich Sport gemacht) und mir meine eigene Meinung zu bilden und auf mich selbst zu hören. Jeder Hobbyarzt weiß ja heute, dass man einen Kreuzbandriss operieren lassen muss… -.-
    Deswegen freut es mich umso mehr, dass man im Internet auch mal auf positive Berichte zu diesem Thema stößt.
    Ich bin gespannt, wie es bei mir weitergeht, ich stehe erst am Anfang. ich bin mir bewusst, dass ich mich vielleicht doch irgendwann operieren lassen muss, aber damit kann ich heute leben.

    Ich wünsche Dir und auch allen anderen Kreuzbandlosen alles alles Gute!

  • Klaus:

    Hallo Sabine,

    möchte dir nur eine wichtige Info geben.

    Ohne Kreuzband ist das Knie instabiler, daraus entwickelt sich dann mit großer Wahrscheinlichkeit im Laufe von Jahren ein schwerer Kniegelenksverschleiss, eine Arthrose.

    Bin auf diesen Bericht gestoßen, da ich mir selber vor kurzem das Kreuzband gerissen habe, das inzwischen aber schon operiert (also ersetzt) wurde.

    • sabine:

      Hallo Klaus, vielen Dank für deine Nachricht.

      Entschuldige bitte, dass ich heute erst antworte, aber in den vergangenen Monaten habe ich einfach den Sommer und die Sonne und meine Arbeit als Beraterin und Yogalehrerin genossen. Nun, da die Tage wieder grauer und dunkler sind, habe ich wieder mehr Zeit für meinen blog.

      Das Thema Arthrose habe ich natürlich auch mit meinem Orthopäden besprochen und habe erfahren, dass man dieses Thema sehr differenziert sehen sollte: Zuerst einmal meine Gute Nachricht: diverse Test haben festgestellt, dass mein Knie auch ohne OP mittlerweile wieder fast 100 %-tige Stabilität hat, was das Arthrose-Risiko deutlich minimiert (Mohamed Khalifas Behandlung und meine Disziplin haben scheinbar geholfen). Zum anderen ist Arthrose auch immer abhängig vom Gewicht. Ich wiege 48 kg, da ist das Risiko lt. Aussage meines Orthopäden eh ausgesprochen gering. Dann spielt lt. seiner Aussage noch der Fitness-Grad vor dem Unfall eine Rolle und auch der war bei mir ja extrem gut und ist es auch wieder. Mein Arzt hat eine Langzeitstudie zum Thema “Kreuzbandriss und Arthrose nach OP und ohne OP” durchgeführt (zu finden unter: http://www.markus-kessler.de/downloads.html), die ganz klar beweist, dass nicht Operierte nach 11 Jahren auch nicht mehr Arthrose haben, als Operierte. Und dann hilft es auch ungemein das Artrhose-Risiko zu minimieren, wenn man konsequent an seiner Haltung (Füße, Knie, Hüfte, etc.) arbeitet. Dazu belege ich immer wieder Kurse bei der Fußschule München und arbeite regelmäßig mit meinem Physiotherapeuten. Naja und ich glaube natürlich auch an die Macht meiner Gedanken. So wie ich mein Knie wieder in Rekordzeit hinbekommen habe, so visioniere ich mir auch gesunde und bewegliche Knie bis an mein Lebensende :-)

      Viele Grüße

      Sabine

  • sabine:

    Liebe Andrea,

    toll zu hören, dass auch du solche Fortschritte mit der konservativen Methode gemacht hast. Du hast Recht, man sollte in der Tat nur auf seinen Körper hören und dann vertrauen, dass man wieder 100 %-tig gesundet, egal wie lange es dauert. Ich bin nach nun genau 9 Monaten wieder 100 % fit und kann auch wieder im Fersensitz sitzen (sogar der Lotos-Sitz geht wieder :-) ). Jedoch kann ich in diesen Positionen noch nicht sehr lange sitzen.

    Momentan vernachlässige ich durch vieles Arbeiten mein Knie-Training etwas und trotzdem ist mein Knie wieder so in Ordnung, dass ich die meiste Zeit vergesse, dass ich was am Knie hatte und meine Stabilität ist bei fast 100 %. Und heute wollten wir eigentlich das 1. Mal wieder nach meinem Unfall zum Skifahren gehen, leider ist mein Mann so erkältet, dass wir diesen ersten Versuch verschieben (vielleicht brauchen mein Knie oder mein Kopf ja doch noch ein paar Tage… :-) ). Mein Arzt und mein Physiotherapeut sagen, dass nichts dagegen spricht, dass ich wieder anfange Ski zu fahren. Ich habe diese Situation oft geträumt und in meinen Träumen ging es wieder super. Aber sicherlich wird es auf der Piste den Moment geben, in dem ich all meinen Mut zusammen nehmen muss und die Bilder meines Sturzes verdrängen muss. Aber meine Träume haben mir gezeigt, dass es ganz einfach sein kann!

    Meine Fehlstellungen bearbeite ich mit Kursen in der Fußschule München und mit meinem Physiotherapeuten. Auch ich habe “Nachfolge-Wehwechen”. Mein Rücken ist (auch durch fast tägliches Yoga) zum Glück absolut fit, aber mir tut die linke Schulter oft sehr weh. Daran arbeite ich momentan, aber ich bin sicher, das wird schon bald wieder. Aber dein Tipp mit dem Ostheopaten ist gut, ich glaube, das werde ich auch mal angehen.

    Und du hast Recht; auch mich hat es ungeheuer viel Energie und vor allem Zeit gekostet, wieder so fit wie heute zu sein – und daher genieße ich es heute auch einfach mal keine Übungen zu machen und auch mal kein Yoga zu machen… das tut einfach mal sehr sehr gut!!

    Viele Grüße und dir auch alles Gute.
    Sabine

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