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Atem schenkt Entspannung und Energie

Im Alltag atmen wir in der Regel immer sehr flach. Meist nur im Bereich der Schlüsselbeine. Je mehr Stress wir haben, desto kurzatmiger werden wir. Und da Atemfrequenz und Herzschlag korrespondieren, schlägt dann unser Herz auch viel schneller.

Durch den flachen Atem wird die Lunge gar nicht mehr richtig belüftet und die Organe erhalten nicht genug Sauerstoff.

Auch für unseren Stoffwechsel ist der frische Atem in der Lunge extrem wichtig. Wenn die Lunge viel frischen Sauerstoff erhält, kann sie auch viel in das Blut abgeben. Das Blut wird basisch und Stoffwechselprozesse wie entgiften und entschlacken kommen besser in Gang.

Mache eine kurze Pause und atme

Besonders wenn du sehr gestresst bist, dich energielos fühlst, vielleicht auch extrem schlechte Laune hast, dann mach mal kurz eine Pause. Öffne das Fenster oder setzte dich ins Freie. Schließe die Augen und atme. Ganz tief und bewusst.

Volle Yoga-Atmung

Im Yoga lernen Anfänger als erstes die volle Yoga-Atmung. Diese Atmung begleitet uns später durch alle Yoga-Übungen.

Bei der vollen Yoga-Atmung atmen wir in 4 Ebenen: in den Bauch, die Flanken, den Rücken und die Schlüsselbeine. Erst getrennt und dann in einem Atemzug verbunden.

Mach doch einfach mal mit! Mit diesem kleinen Video:

Volle Yoga-Atmung mit Sabine Schwarz

 

Hast du tief geatmet? Wie ging es dir dabei?? Erzähle uns deine Erfahrung!

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Verfasst am 13. November 2011

 

Liebe blog-Leser,

Eigentlich dachten wir, dass wir heute gegen Mittag nach Lhasa fliegen könnten. Das Wetter in Kathmandu war jedoch so schlecht (Nebel und Regen), dass immer wieder Verspätung angezeigt wurde. Erst warteten wir in der Halle an den Gates, dann wurden wir als Entschädigung von der Air China zum Essen eingeladen, gingen also wieder raus aus dem Check-In-Bereich, danach warteten wir weiter in der etwas komfortableren Halle vor dem Check-In. Es ist schon hochinteressant die Menschen beim Warten zu beobachten. Aus den verschiedensten Orten der Welt und mit den unterschiedlichsten Reaktionen.

 

Nach rd. 6 Stunden Warten erhielten wir dann die Mitteilung, dass unser Flug gecancelt wurde… Ok, das war eine interessante und neue Erfahrung für uns, denn bisher hatte bei all unseren Reisen immer alles reibungslos geklappt (na, bis auf die normale Verspätung einiger Züge in Indien um ca. 2 Stunden, oder der Fahrer, der dann halt mal 1 Stunde später kommt…). Aber auch diese Erfahrung ist mal gut… Lieber canceln sie den Flug, bevor bei Nebel in den hohen Bergen Nepals was passiert. Vor einigen Monaten erst ist ein Flugzeug der Gesellschaft Buddha-Air an den Bergen in Godavari zerschellt… Wer weiß also, für was es gut war. Und ändern konnten wir es ja eh nicht mehr, nur das Beste draus machen… Zum Glück haben wir ein kleines Zeitpolster in Tibet, das manche Reisende nicht hatte…

Die Air China war wirklich sehr bemüht, sie organisierte allen Fluggäste ein Hotel mit Komplettversorgung (in München habe ich gelesen, mussten die Menschen auf Feldbetten im Flughafen schlafen, nachdem der Flug gecancelt wurde…). Mit dem Bus wurden wir in das für unsere Verhältnisse sehr luxuriöse Airport-Hotel gebracht.

Und scheinbar war der Kindergarten gerade geschlossen, denn der Busfahrer hatte seinen kleinen Sohn im Führerhaus dabei. Unglaublich…

 

 

Unser Zimmer war rund und glich eher einem Tanzsaal.

Und in den einheitlichen Beigetönen passte es sich genau Helmuts Pulli an, oder er hatte sein Outfit dem Zimmer angepasst :-) . Das Zimmer war groß und oberflächlich betrachtet sauber, aber farblich war das Zimmer wirklich ein Fall für meine Raumausstatter…

Wir hatten nun viel Zeit zu schlafen und uns zu erholen, das war mal gar nicht schlecht, denn wir waren beide ganz schön erkältet… Wir schliefen super und waren am nächsten Morgen fit um früh nach Lhasa zu fliegen.

 

Die Wartezeit war auch gut, um noch mal die ganzen Erlebnisse in Kathmandu Revue passieren zu lassen und etwas zu verarbeiten:

Was mein Yoga-Programm angeht, bin ich sehr stolz. Bereits seit 86 Tagen praktiziere ich täglich Yoga, ohne auch nur einmal auszusetzen. Besonders am 12. November machte mir Yoga ganz besonders viel Spaß über den Dächern von Kathmandu. Und dies war mein Blick nach Vorne und nach Hinten:

 

35 Minuten dauerte meine Session. Ich machte Pranayama mit Kapalabhati und Anuloma Viloma, 4 Ashtanga-Sonnengrüße und dann die Rishikesh-Reihe, bis auf die Rückenübungen. Tja, die leidigen Rückenübungen. Ehrlich gesagt mag ich die Übungen gar nicht gerne und tue mich auch verdammt schwer vor allem mit der Heuschrecke und dem Bogen. Dabei ist der Rücken meine absolute Schwachstelle und gerade diese Übungen wären so wichtig für mich… Naja zum Glück stärken ja verschiedenen andere Übungen auch den Rücken und verschonen mich vor Rückenschmerzen, was bei den vielen, oft viel zu harten und unbequemen Matratzen hier schon fast ein Wunder ist!!!

Ich beschloss meine Yoga-Einheit mit dem Singen des Gayatri-Mantras. Sozusagen Playback, da ich das Mantra über mein Iphone von Deva Premal abspielen ließ und mitsang :-)

Nach dem Yoga gab es dann eine weitere Runde Yoga-Nidra: meine Lieblings-Entspannungsübung im Moment. Vor dem Urlaub fiel mir durch Zufall bei Amazon ein Büchlein über Yoga-Nidra auf, das ich dann sogleich bestellte. Und ich bin total begeistert. Ich mache im Moment jeden Tag die 24 Minuten Yoga-Nidra-Übung auf der CD und bin danach jedes Mal komplett entspannt. Yoga-Nidra hat mir sehr geholfen einigermaßen fit zu bleiben, bei den vielen Nächten in den letzten Tagen, in denen ich entweder gar nicht oder total schlecht geschlafen hatte. Mit Yoga-Nidra kann man ca. 3 – 4 Stunden Schlaf nachholen und ist danach sehr erfrischt und ausgeruht. Auch manchen Anspannungs-Kopfschmerz habe ich in der letzten Woche mit Pranayama und Yoga-Nidra wegbekommen!!

Das Büchlein ist klein, kompakt und sehr gut strukturiert verfasst wurde es von Barbara Kündig, die enthaltene CD enthält 2 Versionen von Yoga Nidra:

 

Die Methode wurde von Swami Satyananda Saraswati (1923 – 2009) entwickelt, einem Schüler von Swami Sivananda. Zu Yoga Nidra sagt er:

„Die meisten Menschen legen sich schlafen, ohne ihre Verspannungen vorher aufzulösen. Das nennt man Nidra. Nidra bedeutet Schlaf, egal wie. Yoga Nidra aber ist der Schlaf, nachdem alle Lasten entfernt sind. Es ist eine völlig andere und höhere Qualität.“

Swami Satyananda Saraswati

“Bei Yoga Nidra schläft der Körper in einer speziellen Weise, das innere Bewusstsein bleibt aber wach. Diese Technik führt dazu, dass sich körperliche, mentale und seelische Verspannungen lösen und Blockaden abbauen.” Ich praktiziere Yoga Nidra seit einigen Tagen täglich und bin von dem Erfolg wirklich angetan. So tief konnte ich schon lange nicht mehr entspannen. Und danach bin ich richtig fit und voller Energie!

Mein nächster Entspannungskurs, am 02. Dezember, kann sich schon mal auf eine neue Entspannungstechnik freuen!!!

Komplett entspann grüße ich euch aus dem fernen Kathmandu.

Herzlichst

Sabine

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06 + 07 .11.2011

Es ist immer wieder unglaublich… ich bin hier in Agra und laufe ständig mit etwas Gänsehaut rum und meine Seele hupft permanent. Ich bin immer am Grinsen und spüre das warme Gefühl in meinem Herzen. Ich frage mich immer wieder, warum ich hier in Indien so fühle, warum ich so glücklich bin. Denn eigentlich ist es hier verdammt dreckig, es ist heiß, unglaublich laut, hektisch und der Gestank wird nur hin und wieder von Räucherstäbchen überdeckt.

 

Und trotzdem spüre ich eine Ruhe und Gelassenheit in mir, die ich in anderswo selten empfinde.

Indien ist so ganz anders als Deutschland, als München und Anzing. Extremer geht es wohl gar nicht.

Bei dem Blick von meinem Lieblingscafé, dem Shanti Lodge wird dieser Gegensatz ganz deutlich.

Das Taj Mahal im Hintergrund (für mich schönste Gebäude der Welt) mit seiner unendlichen Pracht, einst das teuerste Gebäude, vorne die Dächer der Häuser, in denen die Menschen in großer Armut leben.

Für mich ist dieser Gegensatz hier, die Einfachheit, die Armut, der Dreck und das Chaos wichtig um mein eigenes Leben in Deutschland, im Luxus, in der Sauberkeit und mit der besten Organisation, wieder einmal zu reflektieren. Immer wenn ich dieses Extrem erlebe, weiß ich wieder, wie gut es uns geht, spüre ich noch mehr diese unendliche Dankbarkeit, dass ich in der Welt leben darf, in der ich lebe.

Ich spüre aber auch mal wieder, wie wenig ich hier brauche. Wenn kein heißes Wasser da ist, dann duschen wir halt kalt, wenn kein Licht da ist, bleiben wir im Dunkeln oder zünden eine Kerze an. Wenn die Kleidung schmutzig ist, dann reicht sie locker noch für einen weiteren Tag, denn mehr zum Anziehen ging einfach nicht in den Rucksack rein. Dieser Minimalismus hilft mir, auch Zuhause weniger zu brauchen, zu wollen und mit den Dingen zufrieden zu sein, die ich habe. Es ist eine Farce zu glauben, dass man glücklicher ist, wenn man mehr hat.

Und es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie auch die ärmsten Menschen, auch die Bettler hier, strahlen können. Sie sind wahrscheinlich deutlich glücklicher und zufrieden, als die meisten Menschen in Deutschland… Ich glaube, jeder Mensch sollte öfter in seinem Leben in ein Land mit dieser Armut reisen, dann gäbe es sicherlich deutlich mehr glückliche Menschen in Deutschland.

Bereits auf dem kurzen Flug nach Delhi (6 ½) Stunden, durfte ich mich mit diesen Gegensätzen beschäftigen. Im Videokanal des Fliegers lief der Film „Sommer in Orange“, der von dem gleichen Regisseur gedreht wurde wie der Film „Wer früher stirbt ist länger tot“. Der Film handelt von Sannyassins (Anhänger von Baghwan in den 80er Jahren), die von Berlin in eine bayerische Gemeinde zogen und sich mit den bayerischen Traditionen konfrontiert sahen. Sie lebten ein ebenso extremes Leben, wie die Mitglieder der bayerischen Gemeinde. Als beide Extreme aufeinander trafen, krachte es erst einmal gewaltig. Die Botschaft war ganz klar: keines der Extreme war gut. Am Schluss, als sich beide Parteien entgegen kamen, beide Seiten sich öffneten für die Meinung und Lebensweise der anderen, konnten sie in Frieden und Harmonie zusammen leben. Ich denke, es gäbe weniger Streits, weniger Kriege, mehr Harmonie, wenn manche Menschen nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Grau sehen würden. Grau ist nicht schlecht, Grau ist auch nicht mittelmäßig oder langweilig. Sondern Grau ist einfach die Kombination aus Schwarz und Weiß. Es ist die Schnittmenge, die Mitte zwischen beidem.

Dieses Prinzip, von den Extremen zur Mitte zu kommen, durfte ich auch schon während meiner Astrologie-Ausbildung lernen. Hier ging es immer um die auf einer Achse liegenden, sich gegenüberstehenden Sternzeichen auf der Radix (dem Horoskop). Zum Beispiel die Jungfrau gegenüber vom Fisch. Die Jungfrau steht für die Analyse, die Logik, das Ordentliche, etc. und der Fisch symbolisiert die Intuition, das Chaos, das Fließende, etc. Zu sehr die eine oder andere Seite zu leben ist ungesund. Das Ziel sollte es sein, dass man beide Qualitäten lernt zu integrieren damit man beide Qualitäten bei Bedarf zur Verfügung hat und anwenden kann. Zur Mitte kommen, zum Ausgleich kommen heißt es auch hier.

Diese Überlegungen helfen mir auch bei meinem eigenen inneren Konflikt, den ich immer wieder spüre. Ein Teil in mir sucht die absolute Spiritualität, das Loslassen, die Gelassenheit, der andere Tiel braucht das Bodenständige, das Analytische, die Kontrolle und den Perfektionismus.

Mir wird klar, dass ich nichts extrem leben muss oder möchte. Es ist die Kombination aus beidem. Der Mittelweg. Und ich weiß, dass mir manchmal mehr Gelassenheit gut tun würde, manchmal sollte ich meinen Perfektionsanspruch einfach mal zur Seite legen. Und manchmal sollte ich einfach mal drei gerade sein lassen und mehr Zeit für meine Spiritualität investieren. Dann bin ich sicherlich auch etwas erträglicher für manche Menschen in meinem Umfeld… Dann kommt die Gelassenheit und Zufriedenheit ganz von selbst. Ok, Lektion kapiert. Ich werde daran arbeiten!!

Obwohl ich gestern nach dem Nachtflug abends extrem müde war, schaffte ich es, meine Yoga-Einheit zu absolvieren. Gestern Abend auf dem Bett führte ich Pranayama (Kapalabhati und Anuloma Viloma) durch, machte einige Dehnübungen für den Rücken und Nacken und meditierte noch 5 Minuten. Nach der anstrengenden Reise (wir brauchten leider mit dem Auto von Delhi nach Agra genauso lange, wie mit dem Flieger von München nach Delhi…) tat mir Yoga so dermaßen gut. Danach war ich deutlich fitter, wach und erfrischt.

Heute rollte ich meine dünne Reiseyogamatte mitten im Treppenhaus mit Blick auf die Straße aus.

Mir war es wurscht, dass andere Gäste vorbeikamen. Ich machte den Sonnen- und Mondgruß, Kopfstand auf dem harten Boden und einige andere Asanas aus der Rishikesh-Reihe.

Es ist schon lustig, mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, an einem Tag kein Yoga zu machen :-) .

So, da ich nun mal online bin, stelle ich meinen ersten Reisebericht schnell ins Netz rein. Wer weiß, wann ich das nächste mal Zeit und Netz habe.

Ich grüße euch alle herzlich aus Indien.

Eure Sabine

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… eine alte chinesische Weisheit, die Lothar Seiwert mal zu einem Buchtitel gemacht hat, um den Lesern den Vorteil der Entschleunigung und des Zeitmanagements näher zu bringen…

 

Liebe blog-Leser,

da bin ich wieder!!! Nach 43 Tagen Abwesenheit durch Umzug, Einzug, Abbauen, Putzen, Aufbauen, Umbauen, Einbauen, Ankommen, Kisten auspacken, neue Räume finden, Nägel in die Wände hauen, Handwerker betreuen und natürlich der täglichen Arbeit, nehme ich mir ENDLICH wieder die Zeit diesen blog weiterzuführen. So langsam beginne ich mich wirklich heimisch zu fühlen und komme an. Und damit habe ich endlich wieder die Muse nachzudenken und zu schreiben.

Es war extremst stressig die letzten Wochen und ich bin häufig an meine körperliche und energetische Grenze gestoßen. Es ist schon verrückt, was solch ein Umzug mit einem macht. Obwohl ich doch genau weiß (und das auch immer lehre…) wie wichtig Pausen sind, wie notwendig Entschleunigung ist, habe ich mich auch oft nicht daran gehalten. Mein “Leistungsdenken” und vor allem mein “Perfektionsanspruch”  und mein “innerer Kritiker” haben es mir oft nicht “erlaubt” mal 3 gerade sein zu lassen und einfach mal eine Pause zu machen. Ich war wie ferngesteuert… bis ich dann eines Nachmittags vor lauter Schwindel und Übelkeit nicht mehr stehen konnte… Dann erst begann ich nachzudenken. Und natürlich fiel mir dann genau dieser Satz: “Wenn du es eilig hast, gehe langsam” mehrmals, von ganz unterschiedlichen Seiten zu.

Warum begreifen wir das aber immer erst, wenn wir einen Schuss vor den Bug erhalten haben?

 

Dabei ist das Entschleunigen so wirkungsvoll. Und ich merke ja selbst, wie gut es mir tut, wenn ich in meinem (auch etwas selbstgemachtem) Stress  mal auf die Bremse trete und statt noch schneller und hektischer einfach mal langsamer werde. Alles geht viel einfacher, viel gelassener, viel freudvoller…

Dabei müsste ich es doch eigentlich wissen, das ist genau die Qualität, die wir in Indien so lieben. Shanti shanti – das bedeutet nicht nur Frieden, sondern auch “langsam, langsam, nur die Ruhe”. Kein Inder würde unsere Hektik verstehen, oder gar übernehmen. Das durfte ich die letzten Tage wieder erleben, bei der Visastelle hier in München… Und irgendwie ist durch diese Einstellung in Indien alles viel leichter. Dort warten wir halt mal 2 Stunden auf den Zug, auf den Fahrer und bleiben ruhig und gelassen – und nicht nur, weil wir im Urlaub sind, sondern weil hier die Uhren einfach anders ticken. Warum können wir nicht ein klein wenig übernehmen von dieser indischen Gelassenheit? Warum müssen wir immer noch mehr powern, noch schneller noch druckvoller arbeiten? Leben wir nicht alle etwas wie der Hamster im Hamsterrad, der immer nur rennt und rennt…

Nun ja, ich werde es mir immer wieder zu Herzen nehmen und öfter in mich hineinspüren, ob ich eine Pause oder Entspannung brauche und dann werde ich Entschleunigen!!!

Sicherlich wäre ich während dieser stressigen Zeit komplett zusammengeklappt, hätte ich nicht mein tägliches Yoga.

Ich bin stolz auf mich, ich habe 71 Tage am Stück täglich Yoga gemacht, ohne bisher einen Joker einzusetzen. Mittlerweile gehört Yoga so zu meinem Alltag, wie Essen und Trinken, es ist toll.

Ich spüre sehr viel Veränderung, seitens meiner Beweglichkeit, die deutlich besser geworden ist (mittlerweile komme ich sogar wieder in den  Spagat… :-) ). Auch habe ich viel mehr Kraft bekommen, was mir besonders beim Kisten schleppen von großem Vorteil war. Mein Rücken ist so stabil, dass ich trozt schwerer Arbeit von Rückenschmerzen verschont blieb.

Und eine ganz interessante Feststellung mache ich. Ich habe viel mehr das Bedürfnis mal wieder zu meditieren, als die letzten Jahre.

Früher habe ich ja sehr viel meditiert, da hatte ich noch keine Familie und viel viel Zeit. In den letzten Jahren ist das Bedürfnis zu meditieren geringer geworden, auch weil ich deutlich ausgeglichener bin, als früher. Früher brauchte ich das Meditieren immer um mein nicht immer angenehmes und meist sehr chaotisches Leben etwas gelassener bewältigen zu können.

Heute ist mein Leben ruhiger, viel angenehmer und entspannter und ich brauchte die Innenschau nicht mehr so sehr.

Durch mein tägliches Yoga-Programm bin ich auf einmal wieder sehr neugierig auf Meditationsformen geworden. Bei meiner täglichen Yoga-Praxis sind mir die 5 Yoga-Prinzipien von Swami Vishnudevananda wieder so bewusst geworden ( Richtige Entspannung, Richtige Atmung, Richtige Körperübungen, Positive Gedanken/Meditation und Richtige Ernährung). Die Prinzipien waren, abwechselnd oder zusammen, Teil meines täglichen Übens.  Als ich zum Beispiel diese Schwindel-Anfälle hatte, meditierte ich einfach 15 Minuten und spürte, dass die Meditation mir sehr half wieder stabiler zu werden. In den letzten Wochen begegnen mir dann auch ständig zwei Meditationsformen, mit denen ich mich nun gerne mehr beschäftigen möchte: Vipassana und TM (Transzendentale Meditation). Ich habe mir gleich zwei Bücher gekauft, die ich nun lesen werde. Und dann werde ich mir vornehmen, auch die Meditation wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren.

Die Erinnerung an die 5 Yoga-Prinzipien und die Feststellung, dass Yoga nicht nur Körperübungen sind, waren für mich übrigens während meines Yoga-Programms ein absolutes Aha-Erlebnis. Ich spürte, dass ich manchmal totale Lust auf Pranayama hatte, die yogische Atmung, und genoss es einfach 20 Minuten Kapalabhati und Anuloma Viloma zu machen. Oft hatte ich dann einfach kaum mehr Zeit für Asanas (Übungen) oder gerade mal für ein paar Sonnengrüße.

Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen, da ich ursprünglich dachte, ich müsste jeden Tag Asanas machen. Dann las ich einen Yogatext, in dem die 5 Yoga-Prinzipien beschrieben waren. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Klar, Yoga ist nicht nur Asanas, sondern alles andere auch: Entspannung, Atmung, Meditation… Und es geht sogar noch weiter, eine Form des Yogas ist das Jnana Yoga, hier wird die Weiterentwicklung durch das Studieren yogischer Schriften (Bhagavad Gita, die Yoga Sutren von Patanjali, Ramayana, etc.) erreicht. Also auch das Lesen yogischer Schriften ist Yoga!!

Seit mir diese Tatsache bewusst geworden ist, geht es mir noch viel besser mit meinen Yoga-Sessions und ich spüre, wie ich Yoga immer mehr verstehe und verinnerliche. Und mein Vortrag, den ich mal gehalten habe: “Yoga ist mehr als nur OM” bekommt eine ganz neue Bedeutung :-) !

Die nächsten Tage werde ich mal mehr über die Yogaformen und die  Prinzipien schreiben.

Für heute wünsche ich euch nun erst einmal alles Gute und ein schönes Wochenende.

Herzlichst

Eure Sabine

 

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