”Sabine
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Infos zu den oben stehenden Plug-Ins siehe Impressum Punkt 6.
Atem schenkt Entspannung und Energie

Im Alltag atmen wir in der Regel immer sehr flach. Meist nur im Bereich der Schlüsselbeine. Je mehr Stress wir haben, desto kurzatmiger werden wir. Und da Atemfrequenz und Herzschlag korrespondieren, schlägt dann unser Herz auch viel schneller.

Durch den flachen Atem wird die Lunge gar nicht mehr richtig belüftet und die Organe erhalten nicht genug Sauerstoff.

Auch für unseren Stoffwechsel ist der frische Atem in der Lunge extrem wichtig. Wenn die Lunge viel frischen Sauerstoff erhält, kann sie auch viel in das Blut abgeben. Das Blut wird basisch und Stoffwechselprozesse wie entgiften und entschlacken kommen besser in Gang.

Mache eine kurze Pause und atme

Besonders wenn du sehr gestresst bist, dich energielos fühlst, vielleicht auch extrem schlechte Laune hast, dann mach mal kurz eine Pause. Öffne das Fenster oder setzte dich ins Freie. Schließe die Augen und atme. Ganz tief und bewusst.

Volle Yoga-Atmung

Im Yoga lernen Anfänger als erstes die volle Yoga-Atmung. Diese Atmung begleitet uns später durch alle Yoga-Übungen.

Bei der vollen Yoga-Atmung atmen wir in 4 Ebenen: in den Bauch, die Flanken, den Rücken und die Schlüsselbeine. Erst getrennt und dann in einem Atemzug verbunden.

Mach doch einfach mal mit! Mit diesem kleinen Video:

Volle Yoga-Atmung mit Sabine Schwarz

 

Hast du tief geatmet? Wie ging es dir dabei?? Erzähle uns deine Erfahrung!

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Yogiere dich fit und gelassen

Yogiere dich fit und gelassen

 

Und endlich ist mein Yogaposter zum 5-jährigen Jubiläum fertig!!

Ich finde, das Poster ist wirklich sehr schön geworden! Vielen Dank an Sandra Ramirez von Sandra Ramirez (www.sandra-ramirez.de) für die tollen Fotos und Sandra Schwarz (www.intingo.de) für die wunderbare Gestaltung!

Seit fünf Jahren biete ich Yogakurse in Anzing an, mittlerweile sind ALLE 6 Kurse komplett ausgebucht und ich darf 4 EinzelschülerInnen betreuen. Auch nach 5 Jahre hüpft mein Herz bei jeder Yogastunde.

Ich habe in den letzten 5 Jahren wunderbare Menschen kennengelernt. Sie regelmäßig in den Kursen zu sehen, ist für mich ein großes Geschenk! Und nun möchte ich meinen Yoga-Schülern ein Geschenk zum Jubiläum machen: dieses Plakat!

Mit diesem Poster kann sich jeder Yogi seine individuelle Yoga-Einheit gestalten. Die Übungen sind nach Bereichen (Atem, Sonnengruß, Schulter, Rücken, Bauch, Becken, Beine, Entspannung) geordnet. So lässt sich jeder Körperbereich während der Yoga-Sequenz wunderbar bearbeiten.

Und wenn Du dies gerade liest und keine Yogakure von mir besuchen kannst, dieses Poster aber gerne zum Üben haben möchtest, so kannst du es natürlich bei mir kaufen für den sensationellen Einführungspreis von 9,90 € zuzüglich Versandkosten (bis zum 31.10.14, danach kostet es 12,90 € zuzüglich Versandkosten).

Herzliche Grüße

Sabine

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Verfasst am 13. November 2011

 

Liebe blog-Leser,

Eigentlich dachten wir, dass wir heute gegen Mittag nach Lhasa fliegen könnten. Das Wetter in Kathmandu war jedoch so schlecht (Nebel und Regen), dass immer wieder Verspätung angezeigt wurde. Erst warteten wir in der Halle an den Gates, dann wurden wir als Entschädigung von der Air China zum Essen eingeladen, gingen also wieder raus aus dem Check-In-Bereich, danach warteten wir weiter in der etwas komfortableren Halle vor dem Check-In. Es ist schon hochinteressant die Menschen beim Warten zu beobachten. Aus den verschiedensten Orten der Welt und mit den unterschiedlichsten Reaktionen.

 

Nach rd. 6 Stunden Warten erhielten wir dann die Mitteilung, dass unser Flug gecancelt wurde… Ok, das war eine interessante und neue Erfahrung für uns, denn bisher hatte bei all unseren Reisen immer alles reibungslos geklappt (na, bis auf die normale Verspätung einiger Züge in Indien um ca. 2 Stunden, oder der Fahrer, der dann halt mal 1 Stunde später kommt…). Aber auch diese Erfahrung ist mal gut… Lieber canceln sie den Flug, bevor bei Nebel in den hohen Bergen Nepals was passiert. Vor einigen Monaten erst ist ein Flugzeug der Gesellschaft Buddha-Air an den Bergen in Godavari zerschellt… Wer weiß also, für was es gut war. Und ändern konnten wir es ja eh nicht mehr, nur das Beste draus machen… Zum Glück haben wir ein kleines Zeitpolster in Tibet, das manche Reisende nicht hatte…

Die Air China war wirklich sehr bemüht, sie organisierte allen Fluggäste ein Hotel mit Komplettversorgung (in München habe ich gelesen, mussten die Menschen auf Feldbetten im Flughafen schlafen, nachdem der Flug gecancelt wurde…). Mit dem Bus wurden wir in das für unsere Verhältnisse sehr luxuriöse Airport-Hotel gebracht.

Und scheinbar war der Kindergarten gerade geschlossen, denn der Busfahrer hatte seinen kleinen Sohn im Führerhaus dabei. Unglaublich…

 

 

Unser Zimmer war rund und glich eher einem Tanzsaal.

Und in den einheitlichen Beigetönen passte es sich genau Helmuts Pulli an, oder er hatte sein Outfit dem Zimmer angepasst :-) . Das Zimmer war groß und oberflächlich betrachtet sauber, aber farblich war das Zimmer wirklich ein Fall für meine Raumausstatter…

Wir hatten nun viel Zeit zu schlafen und uns zu erholen, das war mal gar nicht schlecht, denn wir waren beide ganz schön erkältet… Wir schliefen super und waren am nächsten Morgen fit um früh nach Lhasa zu fliegen.

 

Die Wartezeit war auch gut, um noch mal die ganzen Erlebnisse in Kathmandu Revue passieren zu lassen und etwas zu verarbeiten:

Was mein Yoga-Programm angeht, bin ich sehr stolz. Bereits seit 86 Tagen praktiziere ich täglich Yoga, ohne auch nur einmal auszusetzen. Besonders am 12. November machte mir Yoga ganz besonders viel Spaß über den Dächern von Kathmandu. Und dies war mein Blick nach Vorne und nach Hinten:

 

35 Minuten dauerte meine Session. Ich machte Pranayama mit Kapalabhati und Anuloma Viloma, 4 Ashtanga-Sonnengrüße und dann die Rishikesh-Reihe, bis auf die Rückenübungen. Tja, die leidigen Rückenübungen. Ehrlich gesagt mag ich die Übungen gar nicht gerne und tue mich auch verdammt schwer vor allem mit der Heuschrecke und dem Bogen. Dabei ist der Rücken meine absolute Schwachstelle und gerade diese Übungen wären so wichtig für mich… Naja zum Glück stärken ja verschiedenen andere Übungen auch den Rücken und verschonen mich vor Rückenschmerzen, was bei den vielen, oft viel zu harten und unbequemen Matratzen hier schon fast ein Wunder ist!!!

Ich beschloss meine Yoga-Einheit mit dem Singen des Gayatri-Mantras. Sozusagen Playback, da ich das Mantra über mein Iphone von Deva Premal abspielen ließ und mitsang :-)

Nach dem Yoga gab es dann eine weitere Runde Yoga-Nidra: meine Lieblings-Entspannungsübung im Moment. Vor dem Urlaub fiel mir durch Zufall bei Amazon ein Büchlein über Yoga-Nidra auf, das ich dann sogleich bestellte. Und ich bin total begeistert. Ich mache im Moment jeden Tag die 24 Minuten Yoga-Nidra-Übung auf der CD und bin danach jedes Mal komplett entspannt. Yoga-Nidra hat mir sehr geholfen einigermaßen fit zu bleiben, bei den vielen Nächten in den letzten Tagen, in denen ich entweder gar nicht oder total schlecht geschlafen hatte. Mit Yoga-Nidra kann man ca. 3 – 4 Stunden Schlaf nachholen und ist danach sehr erfrischt und ausgeruht. Auch manchen Anspannungs-Kopfschmerz habe ich in der letzten Woche mit Pranayama und Yoga-Nidra wegbekommen!!

Das Büchlein ist klein, kompakt und sehr gut strukturiert verfasst wurde es von Barbara Kündig, die enthaltene CD enthält 2 Versionen von Yoga Nidra:

 

Die Methode wurde von Swami Satyananda Saraswati (1923 – 2009) entwickelt, einem Schüler von Swami Sivananda. Zu Yoga Nidra sagt er:

„Die meisten Menschen legen sich schlafen, ohne ihre Verspannungen vorher aufzulösen. Das nennt man Nidra. Nidra bedeutet Schlaf, egal wie. Yoga Nidra aber ist der Schlaf, nachdem alle Lasten entfernt sind. Es ist eine völlig andere und höhere Qualität.“

Swami Satyananda Saraswati

“Bei Yoga Nidra schläft der Körper in einer speziellen Weise, das innere Bewusstsein bleibt aber wach. Diese Technik führt dazu, dass sich körperliche, mentale und seelische Verspannungen lösen und Blockaden abbauen.” Ich praktiziere Yoga Nidra seit einigen Tagen täglich und bin von dem Erfolg wirklich angetan. So tief konnte ich schon lange nicht mehr entspannen. Und danach bin ich richtig fit und voller Energie!

Mein nächster Entspannungskurs, am 02. Dezember, kann sich schon mal auf eine neue Entspannungstechnik freuen!!!

Komplett entspann grüße ich euch aus dem fernen Kathmandu.

Herzlichst

Sabine

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08. und 09. November 2011

 

Namasté aus Indien!

 

Wir sitzen im Flieger nach Kathmandu. Unsere Zeit in Indien ist vorerst vorbei. Schweren Herzens haben wir Abschied von unserem guten Freund Kamal und Agra genommen.

Den letzten Tag in Agra habe ich aber genutzt um noch einmal das Taj Mahal zu besuchen. Und endlich habe ich es geschafft das Taj Mahal bei Sonnenaufgang bewundern zu können. Früh um 6:15 Uhr brach ich auf und wanderte durch die staubigen Straßen Agras zum Taj Mahal. Obwohl es noch dämmrig war, begann das Leben in den Straßen zu erwachen; Fahrer für Taxiunternehmen wuschen ihre Autos, vor den Shops wurde der Staub von einer Seite zur anderen gekehrt und die Fahrrad-Rikshas waren auch schon unterwegs. Zu meinem Glück… Kamal sagte mir, dass ich ca. 15 min zu Fuß zum Taj Mahal benötigen würde. Es wäre nur 1 km zu laufen. Nach 15 Minuten sah ich allerdings ein Schild, dass es noch weitere 1,2 km zum Taj waren. Die Inder und ihre Untertreibungen…

Zum Glück sprach mich ein Riksha-Fahrer an. Er fuhr mich zuerst zum Ticket-Shop und dann zum Taj. Ich zahlte ihm 50 Rupies, was umgerechnet ca. 80 Cent sind und war froh, dass ich nicht noch später beim Taj ankam. Es hatte sich bereits eine sehr lange Schlange am East-Gate gebildet, die zum Glück aber sehr schnell abgefertigt wurde.

Und dann stand ich endlich wieder vor dem Gebäude, das ich so über alles liebe: dem Taj Mahal.

Und bei Sonnenaufgang sah das Gebäude noch schöner aus, als sonst. Wie sehr muss der Großmogul seine Frau geliebt haben, dass er ihr als letzte Ruhestätte ein solch perfektes Grabmal errichten ließ… und wie viele Menschen mussten sterben, die beim Bau des Taj halfen, damit sie keine Bau-Geheimnisse ausplauderten…

Wieder zurück im Guesthouse machten Kamal, ein Franzose und ich gemeinsam Yoga auf dem Dach des Guesthouses. Die Sonne knallte nun schon richtig heiß vom Himmel, so dass nicht nur die Übungen uns schwitzen ließen. Kamal ist ebenfalls Yogalehrer und ich wollte endlich mal Yoga bei einem indischen Lehrer praktizieren. Es war sehr interessant, viele Dinge machte er anders und inspirierte mich für meine eigene Praxis und für meine Yogakurse.

Auch er beginnt die Yogastunde mit Mantras, jedoch deutlich mehr als in unseren Yogastunden. Auch singt er das Gayatri-Mantra. Ein wunderschönes Mantra, das ich nun doch mal lernen möchte um es auch vor oder nach der Yogastunde singen zu können. Das Gayatri Mantra ist eines der wichtigsten Mantras für die Hindus. In dem Mantra wird die Sonne als sichtbarer Repräsentant des Höchsten gewürdigt. Man bittet in diesem Mantra um Erleuchtung und die höchste Wahrheit. Die Hindus singen dieses Mantra täglich mehrmals: bei Sonnenaufgang, am Mittag und bei Sonnenuntergang.

Dann begann Kamal mit den Aufwärmübungen. Vor allem machte er Übungen, die die Hüfte öffneten, damit man später beim Atmen besser im Schneidersitzt oder Lotus-Sitz sitzen konnte. Sehr sinnvoll, ich glaube, das werde ich mir auch mal angewöhnen.

Es ist immer wieder toll über den Dächern Indiens Yoga zu machen. Dieser Geruch, die Geräusche, die Wärme sind einzigartig und bescheren mir immer wieder eine Gänsehaut.

Um 14 Uhr wollten wir dann wieder mit einem Fahrer zurück nach Delhi fahren. Aus 14 Uhr wurde 15 Uhr, der Fahrer kam einfach nicht – das ist halt so in Indien. Wir haben ja Zeit. So konnten wir wenigstens noch einen Chai genießen und noch ein paar Worte mit Kamal wechseln. Was wären wir ohne Chai in Indien. Es ist einfach das leckerste Getränk. Leider schmeckt es jedoch nur in Indien, an Orten, die in Deutschland nach spätestens 1 Tag vom Gewerbeaufsichtsamt geschlossen würden.

Schon einige Male haben wir in Deutschland versucht Chai nachzumachen, aber wir waren immer enttäuscht, weil er anders schmeckte als in Indien. Aber ist das nicht immer so? Raki schmeckt nur in der Türkei, Uzo nur in Griechenland und Chai halt nur in Indien…

Hier unser Lieblings-Chai-Macher in Agra, ganz in der Nähe vom South Gate des Taj Mahal:

Leider brauchten wir nach Delhi wieder fast so lange, wie bei der Hinfahrt. 5 ½ Stunden quälten wir uns durch das ganze Chaos. Der Verkehr, die Fahrweise in Indien ist mit Worten gar nicht zu fassen. Man muss sich vorstellen, dass die indischen Highways vierspurig sind, dort jedoch alles fahren darf, was mind. 1 Rad hat: Autos, Motorräder, Tuk-Tuks, Fahrrad-Rikshas, Fahrräder, Ochsenkarren, Kamelkarren, LKW´s, Traktoren, halt alles, was fährt. Dazu kommen die wandernden Inder, die freilaufenden Hunde und Kühe und berittene Elefanten. Auf den Motorrädern sitzt man in der Regel mindestens zu Dritt, eine Familie sah ich, die zu Viert fuhr: auf dem Tank ein ca. 6 jähriger Junge, der Vater am Steuer, dann ein schlafendes Kleinkind und hinten die Mutter, die das schlafende Kind hielt, damit es nicht runterrutschte. Natürlich alles ohne Helm, oder mit einem Bauhelm. Unvorstellbar… Wir selbst fuhren mit Kamal auch einmal zu Dritt auf dem Motorrad… Komisch, in Indien haben wir viel mehr Vertrauen. In Deutschland wäre ich vor lauter Angst im Leben nicht auf solch ein Ding gestiegen. Die Tuk Tuks (Motorrikshas) sind meistens ebenso komplett überfüllt. Schon häufiger sahen wir Tuk-Tuks mit 15 Personen geladen…

Und jeder fährt in Indien wie er will, obwohl Linksverkehr ist, fährt man halt auf der rechten Seite, wenn´s gerade nicht anders geht. Bei uns hieße das Geisterfahrer, in Indien vollkommen normal. Jeder fährt intuitiv und weicht intuitiv aus. Mich wundert es, dass bei dem Fahrstil so wenig passiert…

Immer wieder fällt mir auf, wie ruhig wir in dem ganzen Chaos werden. Je größer das Chaos, desto mehr finden wir zu unserer inneren Ruhe. Zumindest hier in Indien. Das ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit das Chaos hier auszuhalten. Aber haben wir in Deutschland nicht noch mehr Chaos? Noch viel mehr Dinge strömen auf uns ein. Könnten wir in Deutschland nur ein bisschen mehr zu unserer inneren Ruhe finden, ginge es uns allen besser!! Die wahre Ruhe findet man einfach immer nur in sich selbst!!

Sehr müde und hungrig erreichten wir dann spät am Abend das Shanti Palace. Das Hotel ist der wahre Luxus im Vergleich zu den Guesthouses. Und ehrlich gesagt tut es zwischendurch mal sehr sehr gut ein sauberes Zimmer und ein sauberes Bett zu haben und eine Dusche, aus der das Wasser aus einem Duschkopf kommt. In den meisten Guesthouses duscht man mit einem Messbecher aus einem Eimer. In Agra hatten wir zwei Eimer, einen mit heißen und einen mit kaltem Wasser. Zum Duschen mischt man das Wasser. Und es ist klasse so zu duschen. Es ist immer wieder sensationell, wie wenig Wasser man so zum Duschen und Haare waschen braucht. Aber wie gesagt. Manchmal ist es auch toll wieder luxuriös duschen zu können J!!!

Wir schliefen traumhaft! Und wir freuen uns nun auf die Tage in Kathmandu.

Namasté und best wishes from Indial.

Eure Sabine

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06 + 07 .11.2011

Es ist immer wieder unglaublich… ich bin hier in Agra und laufe ständig mit etwas Gänsehaut rum und meine Seele hupft permanent. Ich bin immer am Grinsen und spüre das warme Gefühl in meinem Herzen. Ich frage mich immer wieder, warum ich hier in Indien so fühle, warum ich so glücklich bin. Denn eigentlich ist es hier verdammt dreckig, es ist heiß, unglaublich laut, hektisch und der Gestank wird nur hin und wieder von Räucherstäbchen überdeckt.

 

Und trotzdem spüre ich eine Ruhe und Gelassenheit in mir, die ich in anderswo selten empfinde.

Indien ist so ganz anders als Deutschland, als München und Anzing. Extremer geht es wohl gar nicht.

Bei dem Blick von meinem Lieblingscafé, dem Shanti Lodge wird dieser Gegensatz ganz deutlich.

Das Taj Mahal im Hintergrund (für mich schönste Gebäude der Welt) mit seiner unendlichen Pracht, einst das teuerste Gebäude, vorne die Dächer der Häuser, in denen die Menschen in großer Armut leben.

Für mich ist dieser Gegensatz hier, die Einfachheit, die Armut, der Dreck und das Chaos wichtig um mein eigenes Leben in Deutschland, im Luxus, in der Sauberkeit und mit der besten Organisation, wieder einmal zu reflektieren. Immer wenn ich dieses Extrem erlebe, weiß ich wieder, wie gut es uns geht, spüre ich noch mehr diese unendliche Dankbarkeit, dass ich in der Welt leben darf, in der ich lebe.

Ich spüre aber auch mal wieder, wie wenig ich hier brauche. Wenn kein heißes Wasser da ist, dann duschen wir halt kalt, wenn kein Licht da ist, bleiben wir im Dunkeln oder zünden eine Kerze an. Wenn die Kleidung schmutzig ist, dann reicht sie locker noch für einen weiteren Tag, denn mehr zum Anziehen ging einfach nicht in den Rucksack rein. Dieser Minimalismus hilft mir, auch Zuhause weniger zu brauchen, zu wollen und mit den Dingen zufrieden zu sein, die ich habe. Es ist eine Farce zu glauben, dass man glücklicher ist, wenn man mehr hat.

Und es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie auch die ärmsten Menschen, auch die Bettler hier, strahlen können. Sie sind wahrscheinlich deutlich glücklicher und zufrieden, als die meisten Menschen in Deutschland… Ich glaube, jeder Mensch sollte öfter in seinem Leben in ein Land mit dieser Armut reisen, dann gäbe es sicherlich deutlich mehr glückliche Menschen in Deutschland.

Bereits auf dem kurzen Flug nach Delhi (6 ½) Stunden, durfte ich mich mit diesen Gegensätzen beschäftigen. Im Videokanal des Fliegers lief der Film „Sommer in Orange“, der von dem gleichen Regisseur gedreht wurde wie der Film „Wer früher stirbt ist länger tot“. Der Film handelt von Sannyassins (Anhänger von Baghwan in den 80er Jahren), die von Berlin in eine bayerische Gemeinde zogen und sich mit den bayerischen Traditionen konfrontiert sahen. Sie lebten ein ebenso extremes Leben, wie die Mitglieder der bayerischen Gemeinde. Als beide Extreme aufeinander trafen, krachte es erst einmal gewaltig. Die Botschaft war ganz klar: keines der Extreme war gut. Am Schluss, als sich beide Parteien entgegen kamen, beide Seiten sich öffneten für die Meinung und Lebensweise der anderen, konnten sie in Frieden und Harmonie zusammen leben. Ich denke, es gäbe weniger Streits, weniger Kriege, mehr Harmonie, wenn manche Menschen nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch Grau sehen würden. Grau ist nicht schlecht, Grau ist auch nicht mittelmäßig oder langweilig. Sondern Grau ist einfach die Kombination aus Schwarz und Weiß. Es ist die Schnittmenge, die Mitte zwischen beidem.

Dieses Prinzip, von den Extremen zur Mitte zu kommen, durfte ich auch schon während meiner Astrologie-Ausbildung lernen. Hier ging es immer um die auf einer Achse liegenden, sich gegenüberstehenden Sternzeichen auf der Radix (dem Horoskop). Zum Beispiel die Jungfrau gegenüber vom Fisch. Die Jungfrau steht für die Analyse, die Logik, das Ordentliche, etc. und der Fisch symbolisiert die Intuition, das Chaos, das Fließende, etc. Zu sehr die eine oder andere Seite zu leben ist ungesund. Das Ziel sollte es sein, dass man beide Qualitäten lernt zu integrieren damit man beide Qualitäten bei Bedarf zur Verfügung hat und anwenden kann. Zur Mitte kommen, zum Ausgleich kommen heißt es auch hier.

Diese Überlegungen helfen mir auch bei meinem eigenen inneren Konflikt, den ich immer wieder spüre. Ein Teil in mir sucht die absolute Spiritualität, das Loslassen, die Gelassenheit, der andere Tiel braucht das Bodenständige, das Analytische, die Kontrolle und den Perfektionismus.

Mir wird klar, dass ich nichts extrem leben muss oder möchte. Es ist die Kombination aus beidem. Der Mittelweg. Und ich weiß, dass mir manchmal mehr Gelassenheit gut tun würde, manchmal sollte ich meinen Perfektionsanspruch einfach mal zur Seite legen. Und manchmal sollte ich einfach mal drei gerade sein lassen und mehr Zeit für meine Spiritualität investieren. Dann bin ich sicherlich auch etwas erträglicher für manche Menschen in meinem Umfeld… Dann kommt die Gelassenheit und Zufriedenheit ganz von selbst. Ok, Lektion kapiert. Ich werde daran arbeiten!!

Obwohl ich gestern nach dem Nachtflug abends extrem müde war, schaffte ich es, meine Yoga-Einheit zu absolvieren. Gestern Abend auf dem Bett führte ich Pranayama (Kapalabhati und Anuloma Viloma) durch, machte einige Dehnübungen für den Rücken und Nacken und meditierte noch 5 Minuten. Nach der anstrengenden Reise (wir brauchten leider mit dem Auto von Delhi nach Agra genauso lange, wie mit dem Flieger von München nach Delhi…) tat mir Yoga so dermaßen gut. Danach war ich deutlich fitter, wach und erfrischt.

Heute rollte ich meine dünne Reiseyogamatte mitten im Treppenhaus mit Blick auf die Straße aus.

Mir war es wurscht, dass andere Gäste vorbeikamen. Ich machte den Sonnen- und Mondgruß, Kopfstand auf dem harten Boden und einige andere Asanas aus der Rishikesh-Reihe.

Es ist schon lustig, mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, an einem Tag kein Yoga zu machen :-) .

So, da ich nun mal online bin, stelle ich meinen ersten Reisebericht schnell ins Netz rein. Wer weiß, wann ich das nächste mal Zeit und Netz habe.

Ich grüße euch alle herzlich aus Indien.

Eure Sabine

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… eine alte chinesische Weisheit, die Lothar Seiwert mal zu einem Buchtitel gemacht hat, um den Lesern den Vorteil der Entschleunigung und des Zeitmanagements näher zu bringen…

 

Liebe blog-Leser,

da bin ich wieder!!! Nach 43 Tagen Abwesenheit durch Umzug, Einzug, Abbauen, Putzen, Aufbauen, Umbauen, Einbauen, Ankommen, Kisten auspacken, neue Räume finden, Nägel in die Wände hauen, Handwerker betreuen und natürlich der täglichen Arbeit, nehme ich mir ENDLICH wieder die Zeit diesen blog weiterzuführen. So langsam beginne ich mich wirklich heimisch zu fühlen und komme an. Und damit habe ich endlich wieder die Muse nachzudenken und zu schreiben.

Es war extremst stressig die letzten Wochen und ich bin häufig an meine körperliche und energetische Grenze gestoßen. Es ist schon verrückt, was solch ein Umzug mit einem macht. Obwohl ich doch genau weiß (und das auch immer lehre…) wie wichtig Pausen sind, wie notwendig Entschleunigung ist, habe ich mich auch oft nicht daran gehalten. Mein “Leistungsdenken” und vor allem mein “Perfektionsanspruch”  und mein “innerer Kritiker” haben es mir oft nicht “erlaubt” mal 3 gerade sein zu lassen und einfach mal eine Pause zu machen. Ich war wie ferngesteuert… bis ich dann eines Nachmittags vor lauter Schwindel und Übelkeit nicht mehr stehen konnte… Dann erst begann ich nachzudenken. Und natürlich fiel mir dann genau dieser Satz: “Wenn du es eilig hast, gehe langsam” mehrmals, von ganz unterschiedlichen Seiten zu.

Warum begreifen wir das aber immer erst, wenn wir einen Schuss vor den Bug erhalten haben?

 

Dabei ist das Entschleunigen so wirkungsvoll. Und ich merke ja selbst, wie gut es mir tut, wenn ich in meinem (auch etwas selbstgemachtem) Stress  mal auf die Bremse trete und statt noch schneller und hektischer einfach mal langsamer werde. Alles geht viel einfacher, viel gelassener, viel freudvoller…

Dabei müsste ich es doch eigentlich wissen, das ist genau die Qualität, die wir in Indien so lieben. Shanti shanti – das bedeutet nicht nur Frieden, sondern auch “langsam, langsam, nur die Ruhe”. Kein Inder würde unsere Hektik verstehen, oder gar übernehmen. Das durfte ich die letzten Tage wieder erleben, bei der Visastelle hier in München… Und irgendwie ist durch diese Einstellung in Indien alles viel leichter. Dort warten wir halt mal 2 Stunden auf den Zug, auf den Fahrer und bleiben ruhig und gelassen – und nicht nur, weil wir im Urlaub sind, sondern weil hier die Uhren einfach anders ticken. Warum können wir nicht ein klein wenig übernehmen von dieser indischen Gelassenheit? Warum müssen wir immer noch mehr powern, noch schneller noch druckvoller arbeiten? Leben wir nicht alle etwas wie der Hamster im Hamsterrad, der immer nur rennt und rennt…

Nun ja, ich werde es mir immer wieder zu Herzen nehmen und öfter in mich hineinspüren, ob ich eine Pause oder Entspannung brauche und dann werde ich Entschleunigen!!!

Sicherlich wäre ich während dieser stressigen Zeit komplett zusammengeklappt, hätte ich nicht mein tägliches Yoga.

Ich bin stolz auf mich, ich habe 71 Tage am Stück täglich Yoga gemacht, ohne bisher einen Joker einzusetzen. Mittlerweile gehört Yoga so zu meinem Alltag, wie Essen und Trinken, es ist toll.

Ich spüre sehr viel Veränderung, seitens meiner Beweglichkeit, die deutlich besser geworden ist (mittlerweile komme ich sogar wieder in den  Spagat… :-) ). Auch habe ich viel mehr Kraft bekommen, was mir besonders beim Kisten schleppen von großem Vorteil war. Mein Rücken ist so stabil, dass ich trozt schwerer Arbeit von Rückenschmerzen verschont blieb.

Und eine ganz interessante Feststellung mache ich. Ich habe viel mehr das Bedürfnis mal wieder zu meditieren, als die letzten Jahre.

Früher habe ich ja sehr viel meditiert, da hatte ich noch keine Familie und viel viel Zeit. In den letzten Jahren ist das Bedürfnis zu meditieren geringer geworden, auch weil ich deutlich ausgeglichener bin, als früher. Früher brauchte ich das Meditieren immer um mein nicht immer angenehmes und meist sehr chaotisches Leben etwas gelassener bewältigen zu können.

Heute ist mein Leben ruhiger, viel angenehmer und entspannter und ich brauchte die Innenschau nicht mehr so sehr.

Durch mein tägliches Yoga-Programm bin ich auf einmal wieder sehr neugierig auf Meditationsformen geworden. Bei meiner täglichen Yoga-Praxis sind mir die 5 Yoga-Prinzipien von Swami Vishnudevananda wieder so bewusst geworden ( Richtige Entspannung, Richtige Atmung, Richtige Körperübungen, Positive Gedanken/Meditation und Richtige Ernährung). Die Prinzipien waren, abwechselnd oder zusammen, Teil meines täglichen Übens.  Als ich zum Beispiel diese Schwindel-Anfälle hatte, meditierte ich einfach 15 Minuten und spürte, dass die Meditation mir sehr half wieder stabiler zu werden. In den letzten Wochen begegnen mir dann auch ständig zwei Meditationsformen, mit denen ich mich nun gerne mehr beschäftigen möchte: Vipassana und TM (Transzendentale Meditation). Ich habe mir gleich zwei Bücher gekauft, die ich nun lesen werde. Und dann werde ich mir vornehmen, auch die Meditation wieder mehr in meinen Alltag zu integrieren.

Die Erinnerung an die 5 Yoga-Prinzipien und die Feststellung, dass Yoga nicht nur Körperübungen sind, waren für mich übrigens während meines Yoga-Programms ein absolutes Aha-Erlebnis. Ich spürte, dass ich manchmal totale Lust auf Pranayama hatte, die yogische Atmung, und genoss es einfach 20 Minuten Kapalabhati und Anuloma Viloma zu machen. Oft hatte ich dann einfach kaum mehr Zeit für Asanas (Übungen) oder gerade mal für ein paar Sonnengrüße.

Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen, da ich ursprünglich dachte, ich müsste jeden Tag Asanas machen. Dann las ich einen Yogatext, in dem die 5 Yoga-Prinzipien beschrieben waren. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Klar, Yoga ist nicht nur Asanas, sondern alles andere auch: Entspannung, Atmung, Meditation… Und es geht sogar noch weiter, eine Form des Yogas ist das Jnana Yoga, hier wird die Weiterentwicklung durch das Studieren yogischer Schriften (Bhagavad Gita, die Yoga Sutren von Patanjali, Ramayana, etc.) erreicht. Also auch das Lesen yogischer Schriften ist Yoga!!

Seit mir diese Tatsache bewusst geworden ist, geht es mir noch viel besser mit meinen Yoga-Sessions und ich spüre, wie ich Yoga immer mehr verstehe und verinnerliche. Und mein Vortrag, den ich mal gehalten habe: “Yoga ist mehr als nur OM” bekommt eine ganz neue Bedeutung :-) !

Die nächsten Tage werde ich mal mehr über die Yogaformen und die  Prinzipien schreiben.

Für heute wünsche ich euch nun erst einmal alles Gute und ein schönes Wochenende.

Herzlichst

Eure Sabine

 

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Liebe blog-Leser,

ich hatte ja schon angekündigt, dass es sicherlich während des Umzugs schwierig sein wird zu schreiben. Und in der Tat, mein Denken dreht sich  nur noch um Umzugs-Kisten, organisatorische Fragen, Renovierung, Farben, Handwerker, neuen Yoga-Raum gestalten und putzen…

Gerade so konnte ich meine Umsatzsteuermeldung für das Finanzamt in meine Aktivitäten einbauen. Was aber immer funktioniert ist tatsächlich mein tägliches Yoga. Ich sage euch, das ist gar nicht so einfach, aber nun nach bereits 23 Tagen gehört Yoga schon so zu meinem Alltag, dass ich es trotz riesen Stress immer wieder schaffe mir mindestens 15 Minuten für Yoga abzuzwacken.

Aber ich bin ja immer noch in der Phase der ” Umprogrammierung oder Neujustierung meiner Zellen”  – die Informationen werden im Zellkern in den ersten 30 Tagen meines “Neue-Gewohnheiten-Programmes” gespeichert und an die nächste Zellgeneration weitergegeben. In meinen Muskeln, Organen und Knochen, werden die Weichen für die neue Gewohnheit gestellt (siehe Artikel “Das Leben in 100 Tagen ändern” aus der Happinez, zu finden in meinem blog vom 25.8.11). Ab dem 31. Tag dann, erfolgt die emotionale Programmierung…

Ich habe aber das Gefühl, dass es schon sehr gut wirkt. Körperlich und vor allem seelisch. Meine Gelassenheit ist schon phänomenal. Jedoch habe ich momentan das Gefühl, dass die Gelassenheit noch etwas oberflächlich ist und sich tief in mir drin der Stress und die Anspannung doch etwas bemerkbar machen. Ich schlafe immer mal wieder sehr schlecht und wache (wie gerade auch – es ist 2:10 Uhr :-) ) um halb zwei in der Nacht auf und kann nicht mehr schlafen. Meistens wälze ich mich dann bis um 6 Uhr rum, bis ich dann endlich einschlafe (wenn der Wecker dann um 7 oder 8 Uhr klingelt, bin ich extrem müde und brauche lange, in die Gänge zu kommen…).

Aber es gibt auch wunderbare Momente, wie heute Nachmittag, als mein Yogaraum im neuen Haus fertig eingerichtet war, geputzt, dekoriert und ausgeräuchert. Es war wunderbar, in diesem Raum zu stehen und zu wissen, dass dies in Zukunft MEIN Raum für Yoga, Entspannung  und auftanken sein wird.

Und zur Einweihung des Raumes machte ich natürlich Yoga in diesem Raum. Mein erster Yoga-Schüler war unser Benedikt, gerade 5 Jahre alt geworden und heiß auf Yoga. Seit Tagen spricht er mich immer wieder darauf an, wann wir endlich in dem neuen Raum das Yoga-Memory spielen können.

Und endlich war es soweit. Er suchte sich die vorderste Yoga-Matte und ein Yogakissen aus. Ich hatte ihm letztes Jahr von Yoga-Vidya, Bad Meinberg schon ein Yoga-Memory für Kinder mitgebracht. Letzte Woche bekam er dies dann zu seinem 5. Geburtstag.

Es ist ein Memory, mit vielen Yoga-Figuren und deren Tierbezeichnung für Kinder.

Immer wenn man ein Memory-Paar gefunden hat, muss man die jeweilige Yoga-Übung ausführen, damit man die Karten dann behalten kann. Benedikt ist beim Memory so gut, dass er mich jedes Mal total abzockt… Und heute machte er dann bei all seinen Karten-Paaren die Yoga-Übungen. Ich machte die Übungen vor und er machte sie nach. Viele kannte er auch so schon, von unseren früheren Yoga-Sessions oder sah auf dem Bild, wie sie ging. Wir hüpften durch den Raum wie ein Frosch, standen auf einem Bein wie der Flamingo oder ganz still in Balance wie der Baum. Wir hatten richtig Spaß, Benedikt wurde bei den Übungen immer kreativer und mutiger und irgendwann begann er mich zu korrigieren, weil ich die Übung nicht ganz richtig machte … :-) Ich bin ganz sicher, der kleine Kerl war im letzten Leben Yogi :-) .

 

 

Heute schaffte ich es sogar, ihn am Ende (nach ca. 30 Minuten) zu einer kurzen Endentspannung zu überreden. Das hält er allerdings noch nicht so lange durch. Da werde ich mir in Zukunft mal Geschichten überlegen, die ich ihm erzähle, durch die er beim Zuhören einfach etwas zur Ruhe kommen kann.

Für alle Mütter, die Yoga machen: ich kann euch dieses Memory wirklich empfehlen.

 

Insgesamt glaube ich, dass Yoga Kindern wirklich sehr hilft ihre Seelen wachsen zu lassen. Den nachfolgenden Auszug habe ich von der Seite www.kinderyoga.de,  in dem genau beschrieben wird, wie Yoga bei Kindern wirkt – sehr interessant:

 

“Auf der körperlichen Ebene verbessert sich die Motorik, das Körpergefühl und die Körperwahrnehmung. Das macht Yoga attraktiv für die steigende Zahl motorisch auffälliger und “zurückgebliebener” Kinder. Die Entwicklung hin zu einer immer differenzierteren Motorik ist wichtiger Teil der Hirnentwicklung des Menschen. Bewegungsmuster, die frühzeitig erlernt und verinnerlicht werden, bilden die Grundlage für das spätere logisch-abstrakte Denken. Zwar können (früh-)kindliche Defizite später ausgeglichen werden, aber nur mit einem deutlich grösseren Aufwand. Von den Eltern am meisten erwünscht, verbessert die Yoga-Praxis die Fähigkeit zur Konzentration, schult die allgemeine sinnliche Wahrnehmung und führt dadurch u.a. zu einer besseren Lernfähigkeit. Die Beachtung der Yamas und Niyamas (Regeln zum freundlich-konstruktiven Umgang mit sich und seiner Umwelt) im Kinderyoga kann des weiteren zu einer erstaunlichen Verbesserung im sozialen Umgang führen. In dokumentierten Einzelfällen konnte auch ein deutlicher Anstieg des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit festgestellt werden. Bei Migräne-anfälligen Kindern konnten die Stärke der Anfälle deutlich gesenkt werden – teilweise bis zum völligen Ausbleiben. Der Umgang mit Neurodermitis und Allergien kann hilfreich unterstützt werden. Dies vor allem durch das Erlernen der Entspannung, die ja im Yoga nicht isoliert gelehrt und geübt wird. Vielmehr erfahren die Kinder Entspannung im Kontext von Anspannung, als Gegenstück dazu, als etwas, was zusammengehört. Durch das Prinzip von Anspannung-Entspannung erschliesst sich den Kindern ein universelles Mittel zum “Abschalten” bzw. zum “Umschalten”. Sie können so lernen, ihre Befindlichkeit selbst zu steuern. Und die Technik zur Entspannung muss gelernt werden. Dann jedoch wird sie – wie Schwimmen und Radfahren – nicht mehr verlernt.”

 

Für mich war die Stunde mit Benedikt eine wunderbare Abwechslung zu der vielen Arbeit. Seine Kreativität, Fröhlichkeit und sein Lachen bei den Übungen war so ansteckend, dass die Zeit wie im Fluge verging. Und spielerisch kam auch ich mal zu einer ganz anderen Form des Yogas!!

Meine Yoga-Einheiten der letzten Tage waren eher gekennzeichnet von Kürze (bis auf die Tage, wenn ich Kurse leite) und ähnlichen Übungsfolgen. Viel geübt habe ich das Surya Namaskar (Sonnengruß) aus dem Ashtanga und den Mondgruß. Je nach Zeit ergänzte ich diese Yoga-Flows um Übungen, die mir gerade so in den Kopf kamen:

 

Yoga – Tag 17/108

Es war wieder Montag und meine zwei Kurse schenkten mir 180 Minuten Yoga. Mittlerweile ist mein Zeh wieder ziemlich fit und ich kann alle Übungen zeigen und mitmachen.

Yoga – Tag 18/108

Ich begann mit der Wechselatmung und übte dann den Sonnengruß A und B und den Mondgruß. Dann folgte der Kopfstand, die Kopf-Kniestellung und der Drehsitz.

Yoga – Tag 19/108

Heute fanden wieder 2 Yoga-Kurse statt.

Yoga – Tag 20/108

Heute schaffte ich erst abends um 20 Uhr meine Yoga-Einheit zu machen. Tagsüber bestimmten Termine meinen Tag. Aber für kurze 20 Minuten reichte es dann doch und ich übte wieder den neuen Sonnengruß und den Mondgruß. Macht man diese beiden Übungsfolgen, hat man über 100 Muskeln gedehnt und gekräftigt und hat sich eigentlich jedes wichtige Körperteil gekümmert.

Yoga – Tag 21/108

Heute war es eine echte Herausforderung, dass ich bei all meinen Aktivitäten an Yoga dachte. Ein Termin jagte den anderen und EIGENTLICH hatte ich keine Zeit. Hätte ich mich zu dem 108-Tage-Programm verpflichtet, wäre heute sicherlich so ein Tag gewesen, wo ich auf Yoga verzichtet hätte. Aber so, baute ich dann 25 Minuten Yoga in meinen Tag ein – und siehe da!!! Es hat in der ganzen Hektik unglaublich gut getan, mal für einige Minuten runter zu kommen.

Yoga – Tag 22/108

Den ganzen Tag war ich dabei meinen neuen Raum zu putzen. Ich schrubbte den Boden, die Heizungen und die Fensterbänke. Dann behandelte ich den Parkettboden intensivst und ließ ihn ein. Verschwitzt und verspannt und sehr sehr müde von der letzten kurzen Nacht machte ich dann gegen Abend Yoga in unserem neuen Garten. Ich konnte mal ausprobieren, wie es mir gelingt, bei mir zu bleiben. Mathias wollte heute nämlich seinen 18. Geburtstag feiern und einige seiner Kumpels waren schon da. Und auch Benedikt hüpfte schon fröhlich durch den Garten. Unbeirrt führte ich an einem etwas geschützten Plätzchen meine Yogaübungen durch und ließ mich nicht stören und ablenken. Ich dachte immer an die Megaphone, die in Indien während meiner Yoga-Lehrer-Ausbildung bei Sivananda Yoga fast 24 Stunden Mantras durch Vrindavan tönten. Auch das störte uns irgendwann nicht mehr. Und das ist ja die Kunst von Entspannung – ruhig bleiben, wenn alles um einen herum tobt!!!

Yoga  – Tag 23/108

Heute war der schon oben beschriebene Kinder-Yoga-Tag.

 

Das war mal wieder eine spannende Yoga-Woche. Morgen werden wir entscheiden, ob wir am Wochenende umziehen oder den Umzug um eine Woche verschieben, da der Maler nicht fertig wird und wir es nicht schaffen, alle Böden vorher noch tiefen-zu-reinigen…

Mal sehen – nichts desto trotz freue ich mich schon wieder auf meine Yoga-Einheiten – hoffentlich viele in meinem neuen Raum!!!

Wir lesen uns hoffentlich sehr bald.

Herzlichst eure Sabine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Liebe blog-Leser,

wenn ich es momentan nicht regelmäßig schaffe, diesen blog zu schreiben, dann liegt es nicht daran, dass ich keinen Spaß daran habe, oder mein Yoga – 108-Tage-Programm vielleicht nicht mehr durchführe. Nein, nein, es hat einen viel einfacheren Grund: meine tägliche Hauptaufgabe ist gerade das Packen von Umzugskisten, da wir in 12 Tagen von Anzing nach Anzing umziehen. Alle meine Kraft und Aufmerksamkeit muss ich die nächste Zeit in diesen Umzug geben, damit alles rechtzeitig in Kartons verstaut ist.

Ein Umzug ist ja auch immer mit Ausmisten und Trennen von alten, nicht mehr benötigten Sachen verbunden. Bei unserem letzten Umzug vor 1 1/2 habe ich schon einiges aussortiert, aber heute weiß ich, dass ich mich doch von einigen Sachen immer noch nicht trennen konnte. Bei diesem Umzug ist das irgendwie anders, ich bin endlich bereit, mich von Dingen zu trennen, die ich seit 1 1/2 Jahren nicht mehr in der Hand hatte.

Nach meinem ayurvedischen Fasten ist dies nun eine Art mentales Fasten, das mir hilft mich auch von noch bestehenden emotionalen Anhaftungen zu lösen. Es ist so ein bisschen, wie die Reset-Taste drücken um das ganze System neu und gereinigt zu starten.

Meine größte Herausforderung ist gerade mein Büro. Mein Büro ist so voll, dass ich in der letzten Zeit schon keine Lust mehr hatte zu arbeiten. Mein neues Büro wird zwar etwa größer sein, aber mein großes Ziel ist es, mich von wirklich ALLEN Dingen zu trennen, die ich nicht mehr brauche. Helmut, der in dieser Hinsicht deutlich pragmatischer ist als ich, sagt mir schon seit einiger Zeit, dass mindestens 40 % in meinem Büro weggeschmissen gehören, da ich vieles nicht mehr brauche. Und wie immer (oder meistens… :-) ) hat er Recht. Also gehe ich diese 40 % nun akribisch an. Viele Dinge sind noch aus meiner Angestellten-Zeit bei der BBE Handelsberatung in München, und ich dachte, dass ich die sicherlich irgendwann mal wieder brauche. Pustekuchen, nichts brauche ich wirklich. a) mache ich diese klassischen Beratungen ja gar nicht mehr und b) dank dem wunderbaren www – world wide web kann ich doch ALLES neu recherchieren.

Bei jedem Teil frage ich mich nun also:

“Wann habe ich diesen Gegenstand das letzte Mal benutzt?  Brauche ich diesen Gegenstand wirklich noch? Was gehört in mein jetztiges Leben und was nicht? ”

Dann  bedanke mich bei den Dingen für ihre Hilfe und schmeiße sie weg. Und siehe da, mein Abfallkarton wird immer voller und ich werde immer befreiter. Nun kann Neues kommen :-)

Dinge, die ich doch noch brauche, gute Studien, wichtige Artikel, etc., habe ich alle eingescannt und werde sie auf meinem PC verwalten. Dann reduzieren sich die Ordner und ich werde endlich mal Ordnung in meinem neuen Büro halten können!!!

Wer sich mit diesem Thema etwas intensiver beschäftigen will, dem rate ich das wirklich schöne Büchlein von Rita Pohle, ” Lass los, was deine Seele belastet”, zu lesen.

Momentan fallen mir meine täglichen Yoga-Minuten manchmal schon sehr schwer, weil ich einfach so mit räumen und packen beschäftigt bin, dass ich manchmal einfach nicht aufhören will, da ich so in Fahrt bin… Früher hätte ich dann an diesen Tagen das Yoga einfach sein lassen. Und ich bin froh, dass ich mein 108-Tage-Programm mache, denn nur so schaffe ich es mir während des Tages eine Auszeit für mich zu nehmen.

Ganz konsequent stoppe ich einmal pro Tag meinen Arbeitseifer, damit ich mein Yoga machen kann. Und es tut gut! Es tut einfach gut, sich mal  kurze Pausen zu gönnen um wieder runter zu kommen. Ich merke, dass ich durch diese Yoga-Pausen deutlich belastbarer und gelassener werde. Ich denke, dass die Yoga-Praxis ein Grund ist,  dass mich dieser Umzug dieses mal so überhaupt nicht stresst und ich voller Freude unsere Kisten packe.

Nun aber ein kleiner Überblick, zu den letzten Yoga-Tagen.

Yoga – Tag 13/108

Heute hatte ich wirklich mal wenig Zeit für Yoga und genoss am Vormittag kurze 20 min meine Übungen. Da es regnet, war mal wieder Yoga im Zimmer angesagt. Oh wie sehr freue ich mich, dass wir im neuen Haus einen großen Yoga-Raum haben, in dem ich wirklich schön Platz habe und in einer angenehmen Atmosphäre üben kann.  Atmen musste heute mal ausfallen, vielleicht schaffe ich das ja noch heute Abend.

Vor dem Yoga habe ich mir von Ashtanga-Yoga den Sonnengruß A + B (Surya Namaskara) downgeloaded, ich wollte mal diesen anderen Sonnengruß üben. Da ich die Abläufe nicht so gut kannte, schaute ich sie mir auch auf Youtube an, dort findet man Yoga-Videos aus allen Stilen.

Ashtanga Yoga Surya Namaskara A + B

Mir macht es immer Spaß, mal was Neues auszuprobieren und mich durch andere Yoga-Stile inspirieren zu lassen.

Nach 5 x Sonnengruß A und 3 x Sonnengruß B folgten der Kopfstand, Schulterstand, Pflug, Fisch, Kopf-Kniestellung und der Drehsitz (also Teile aus der klassischen Rishikesh-Reihe). Dann entspannte ich noch einige Minuten und dann waren die 20 Minuten auch schon rum. Ich kombinierte die Übungen mit der Energielenkung aus dem Hormon-Yoga. Mit dieser Energielenkung schicke ich dann gleichzeitig viel Energie an meine Hypophyse, Schilddrüse und Eierstöcke, damit diese wieder richtig schön Hormone produzieren (das Thema Hormon-Yoga werde ich in einem späteren blog mal erläutern).

Aber auch die kurzen Yoga-Reihen haben etwas ganz besonderes, man fühlt sich danach wie neu aufgeladen, richtig schön energetisiert. Der Tag läuft bei mir dann immer so richtig schön locker.

 

Yoga – Tag 14/108

Gerade wenn ich weniger Zeit für Yoga habe und mit meinen Gedanken so beim Umzug bin, hilft es mir, die DVD von Ursula Karven mit Yoga Everyday einzulegen. Heute war das Thema Drehhaltungen in knapp 17 Minuten dran. Sie macht das wirklich gut und die Übungen sind sehr fließend und entspannend.

 

Yoga – Tag 15/108

Das Wetter war wieder so schön, dass ich Yoga auf der Terrasse machen konnte. Wie sehr genieße ich diese Yoga-Zeiten im Freien!!! Ich führte die klassische Sivandanda-Rishikesh-Reihe durch, mit meinen Atemübungen, drei Runden Sonnengruß und den Asanas. Damit ihr ein Bild von der Rishikesh-Reihe habt, findet ihr hier Orginal-Reihe durchgeführt von Swami Vishnudevananda:

Sonnengebet Swami Vishnudevananda

Asanas Swami Vishnudevananda

 

Yoga – Tag 16/108

Heute fiel mir Yoga ganz besonders schwer. Wir kamen um die Mittagszeit erst aus Niederbayern nach Anzing, wo wir am Vorabend den 50. Geburtstag eines Bekannten gefeiert hatten. Ich war sehr sehr müde und etwas angeschlagen. Dieses Mal musste ich mich fast zum Yoga zwingen. Danach war ich jedoch dankbar, denn meine Müdigkeit war weg, ich fühlte mich wieder frisch und erholt.

Ich machte die hüftöffnenden Haltungen auf der Yoga Everyday-DVD (15 Minuten) und hängte dann noch 7 Minuten stille Meditation dran.

 

 

Ich bin wirklich fasziniert, wie man etwas schaffen kann, wenn man es sich ganz fest vornimmt. Ich bin sehr froh, dass mir dieses Yoga – 108-Tage-Programm in die Hände gefallen ist, ich es mit euch teilen darf und auch dadurch die Motivation erhalte weiter zu machen. Und sind wir doch mal ehrlich: es tut sau-gut, wenn man es mal wieder geschafft hat, den Schweinehund zu überlisten… und ich bin stolz auf mich, dass ich so konsequent bin. Und das macht mich stärker und zufriedener!!!

Umringt von vielen Umzugskisten grüße ich euch herzlich aus Anzing.

Bis die Tage :-)

Bleibt gesund und haltet durch!!

Eure Sabine

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Liebe blog-Leser,

hinter mir liegen die Yoga Tage 10 – 12 und das Ende meiner Reinigungskur.

 

Ich beendete meine Reinigungsphase am Montag mit der yogischen Darmreinigung Shanka Prakshalana.

In diesen Artikeln könnt ihr etwas mehr darüber lesen. Sie enthalten auch die genaue Anleitung zu diesem Ritual.

 

Shanka Prakshalana_Darmreinigung Yoga aktuell

Shanka Prakshalana_Darmreinigung Yoga Vidya

 

Dieses Reinigung dauert zwar zwischen 2 und 3 Stunden (ist auch manchmal ziemlich anstrengend), reinigt den Körper allerdings wunderbar. Alle Schlacken und Verkrustungen des Darms werden ausgespült. Ich fühlte mich danach so richtig rein und voller Energie. Meine Erfahrung deckt sich mit der Aussage in dem Artikel von Yoga aktuell, dass man immer weniger Salzwasser trinken muss, je häufiger man dieses Reinigungs-Ritual durchführt.

 

Das war das Ende meiner Reinigungskur und der Anfang einer bewussteren Ernährung. Ich spüre, dass sich dieses Mal ernährungstechnisch etwas gewandelt hat. Gestern war ich mit einer Freundin beim Mittagessen im Prinz Myshkin, einem vegetarischen Lokal. Ich hätte alles essen können, mochte ich aber nicht. Ich bestellte mir eine Misosuppe und ein paar Datteln und war happy… :-)

Abends beim Grillen mochte ich dann nur mein vorbereitetes Gemüse. Fleisch kann ich noch gar nicht sehen, geschweige denn essen.

Und heute versuchte ich zum ersten Mal wieder meinen sonst so geliebten grünen Tee zu trinken… nach 1 Tasse mochte ich keinen Tee mehr und goss mir wieder mein abgekochtes Wasser ein. Unglaublich, vor dem Fasten habe ich pro Tag 1 1/2 Liter grünen Tee getrunken!!!

Auch heute bei der Essensauswahl war ich sehr vorsichtig. Lange spürte ich in mich hinein, was mir wirklich summt (was mich reizt). Es gab dann wieder Gemüse mit Reis. Und die nächsten Tage mache ich mir mal wieder meine Mungbohnen-Suppe. Sie fehlt mir so richtig! :-)

 

Und ein Anfang ist es auch deshalb, weil mir meine liebe Freundin Renata gestern mit großer Begeisterung ein Buch empfohlen hat: “Kau dich gesund – jünger und fitter durch Kau-Jogging” von Jürgen Schilling. Bei Renata und ihrem Mann hat sich dadurch ihr Leben verändert. Sodbrennen, Völlegfühl und überflüssige Pfunde gehören der Vergangenheit an. Iphone sei dank bestellte ich das Buch gleich gestern und heute habe ich bereits begonnen, darin zu lesen. Es spricht mich sehr an und ich bin mir sehr sicher, dass dieses Buch auch bei mir noch einmal viel verändern wird. Die Tatsache ist ja eigentlich altbekannt,  dass durch das bewusste Kauen (Schmecken und Kauen = Schmauen) die Nahrung viel besser aufgenommen und verarbeitet werden kann und sich das Sättigungsgefühl viel früher einstellen wird. Ich bin also mal sehr gespannt und werde berichten.

 

Nun aber zu unserem 108-Tage – Yoga-Programm:

 

Yoga – Tag 10/108

Erst einmal war der Schreck am Sonntag-Abend riesengroß. Als ich von der Küche ins Wohnzimmer gehen wollte, knallte ich mit voller Wucht an eine Kiste und wusste, jetzt ist was passiert… Ich hatte große Schmerzen und konnte nicht mehr auftreten. Der Schreck fuhr mir durch alle Glieder: was, wenn ich mir den Fuß gebrochen habe? Was mache ich mit meinem 108-Tage-Programm. Mir war total schlecht und ich war wütend, auf mich, auf die Kiste, auf alle!! Jetzt, da es mir gerade soooo gut ging, ich voller Yoga-Elan war, sollte ich gebremst werden???

Es wurde so schlimm, dass mich Helmut die Treppen in den oberen Stock tragen musste und dann fuhr er schnell ins Geschäft, um mir die Krücken zu holen, damit ich wenigstens einigermaßen laufen konnte. Mir war zum Heulen. Mit großen Schmerzen machte ich mich für´s Bett fertig. Ich nahm sofort ein Globuli Arnica 1000 (hochdosiert also) und Helmut besorgte mir Eis zum kühlen. Mein ganzer Fuß schmerzte uns sah geschwollen aus.

Im Bett kühlte ich dann mit Eis und stellte mir immer wieder helles, heilendes Licht im Fuß und den Zehen vor. Irgendwann schlief ich ein und spürte zum Glück meinen Fuß kaum noch.

Und siehe da, am nächsten Morgen konnte ich wieder auftreten und endlich meinen Fuß mal genauer betrachten. Die Schmerzen hatten sich in den zweitletzten rechten Zeh zurückgezogen (komisch, den hatte ich letztes Jahr schon mal gebrochen…) und das erste Gelenk wurde dann auch etwas blau. Ich stützte den Zeh an den mittleren Zeh mit einem Dachziegelverband und konnte mich fast schmerzfrei bewegen. Puh, Glück gehabt. Meinem Yoga-Projekt stand nichts mehr im Wege. Nachdenklich macht mich die ganze Geschichte aber schon.

Hat irgendjemand eine Idee, was dieser Zwischenfall mir sagen soll????

Abends in den zwei Yoga-Kursen konnte ich dann fast alles mitmachen. Allerdings fiel das Sonnengebet (ausnahmsweise) mal aus – zur Freude der meisten Yoga-Schüler (warum mögen eigentlich so viele den Sonnengruß nicht????). Statt des Sonnengrußes machten wir andere Aufwärmübungen, die auch ich gut zeigen und mitmachen konnte.

Yoga – Tag 11/108

Es war wieder mal sehr frühes Yoga angesagt, da ich den ganzen Tag Termine hatte. Also hieß es wieder vor Helmut aufstehen, der durfte nämlich noch liegen bleiben. Bereits um 7:45 Uhr stand ich auf der Terrasse mit meiner Yoga-Matte. Ups, war das noch kalt. Da musste ich mich wohl etwas wärmer anziehen. Trotzdem wollte ich unbedingt Draußen Yoga machen und den beginnenden Tag genießen. Und es war toll!! Es war so ruhig, friedvoll und das Yoga sehr intensiv.

Und so sah mein Programm aus:

  • Kapalabhati
  • Sitzen im Schneidersitz, Hände auf den Boden schräg hinten stellen. Einatmen, Brustkorb heben, Schulterblätter zusammen, Ausatmen, entspannen.
  • Schneidersitz, nach Vorne beugen und die ausgestreckten Arme lang nach Vorne. Dehnen und tief atmen
  • Sitzende Katze
  • Fliegende Haare – Hände vor dem Herzen verschränken, Ellenbogen auf einer Höhe und wechselseitig nach rechts und links drehen. Nach hinten schauen. So schnell, dass Haare fliegen. Kräftig dabei atmen.
  • Normale Katze im Vierfüßlerstand.
  • Beine heben – abwechselnd rechtes und linkes Bein gestreckt heben.
  • Kopfstand (Shirshasana)
  • nach unten schauender Hund  (Adho Mukha Svanasana)
  • Kobra (Bhujangasana)
  • Kamel (Ustrasana)
  • Hund
  • Taube (Kapotasana)
  • Kopf-Kniestellung (Paschimothanasana)
  • Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)
  • Endentspannung

Ich glaube, so langsam gefällt es mir immer besser, morgens Yoga zu machen. Ich bin dann den ganzen Tag so gelassen und entspannt. Und lustigerweise ist dann alles im Fluß und klappt wie am Schnürchen. Und auch München mit seiner Hektik konnte mich gestern nicht stressen. Nicht die U-Bahn, nicht die überfüllten Straßen und nicht der Scanner in der Firma, der manchmal gesponnen hat. Es war einfach großartig. Und ich war natürlich unendlich dankbar, dass ich mit meinem Zeh immer besser laufen konnte. Noch mal Glück gehabt…

Yoga – Tag 12/108

Heute finden wieder zwei Yoga-Kurse statt. Den Morgen-Kurs habe ich schon hinter mir und gleich gehts zum Abend-Kurs. Mein Programm für heute habe ich also mehr als erfüllt. :-)

 

Wie sieht es bei euch aus? Wer übt fleißig mit und wie geht es euch???

 

Für heute schließe ich hier und wünsche euch allen eine gute Zeit.

Schaut mal wieder rein.

 

Herzlichst

Eure Sabine

 

 

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Hallo liebe blog Leser,

Yoga-Tag 07/108

Das ist die Terasse an meinem Lieblingsort in Passriach. Auf unserem Weg an die Küste Italiens, um Helmuts Kinder und seine geschiedene Frau nach einer Autopanne abzuholen, machten wir Zwischenstop bei meinn Eltern in Kärnten.  Donnerstagabend fuhren wir nach der Arbeit nach Passriach und Freitag ging es nach Italien.

Es war die erste Herausforderung während meines Yoga-Programmes, denn wir wollten recht früh fahren und ich wollte ja auf jeden Fall Yoga machen. Zum Glück ist  meine Yoga-Motivation so groß, dass ich es doch tatsächlich schaffte vor der ganzen Familie aufzustehen und auf dieser wunderschönen Terrasse Yoga zu machen. Ganz früh für meine Verhältnisse (7:30 Uhr). Es war traumhaft: kühl, die Sonne stand noch sehr tief, es roch nach Blumen und Natur pur. Und der Blick zum Dobratsch (unser Hausberg) war einfach ein Traum!!! Und mit den vielen Blumen kam ich mir vor wie im Paradies.

 

Da ich nicht ganz so viel Zeit hatte, begnügte ich mich mit 4 Runden Sonnengruß, machte meinen heißgeliebten Kopfstand, den Schulterstand und Pflug, die Kopf-Knie-Stellung und den Drehsitz. Danach machte ich noch einige Runden Wechselatmung. 20 min mussten heute reichen und es tat gut, diesen anstrengenden Tag so zu beginnen. Es gab mir viel Kraft, die 1.000 km die vor uns lagen, gelassen und mit viel Spaß zu absolvieren.

 

 

Tag 08/108

Wieder zu Hause hatte ich am Samstag große Lust mal etwas ganz anderes zu machen. Es regnete und so musste ich Yoga im Zimmer machen. Ich schnappte mir mein Notebook und die DVD von Ursula Karven “Yoga Everyday”.  Ursula Karven zeigt für jeden Tag der Woche eine kleine Übungsabfolge von 15 – 18 min. Das ist wirkliche ein wunderbares und empfehlenswertes Programm. Ich begann mit den Herzöffnungsübungen des 1. Tages und schloss dann noch meine Atemübungen Kapalabhati und Anuloma Viloma an, so dass ich auf 25 min Yoga kam.

Tag 09/108

Auch heute wollte ich mich von anderen Yoga-Lehrern inspirieren lassen und mir Ideen für die Kurse in der nächsten Woche holen.

Heute sollte es die DVD Power-Yoga von Ursula Karven sein. Ich wollte mich  schon immer mal mehr mit Power-Yoga beschäftigen(bisher war ich eher skeptisch, der Grund war eine  Power-Yogastunde, die wir mal im Urlaub erlebt hatten) und heute hatte ich dazu Zeit und Lust.

Die DVD dauert 51 min und fängt nach einigen Aufwärmübungen ganz schön knackig mit dem Sonnengruß A + B aus dem Ashtanaga-Yoga an (etwas anders, der Sonnengruß den ich in meinen Kursen praktiziere). Und dann geht es weiter, Schlag auf Schlag, ohne Pause.  Es war ungwöhnlich für mich, dass es zwischen den Übungen keine Entspannungsphasen gibt. Anders als bei dem von mir gelernten und gelehrten Sivananda Yoga. Am Schluss wurden die Übungen dann ruhiger und die Entspannung trat schon langsam ein. Die Musik im Hintergrund ist sehr schön und schafft eine sehr friedvolle Stimmung. Und nach der Endentspannung, als ich meine Atemübungen machte, musste ich wirklich feststellen, dass es mir sehr gut ging. Das Programm hat mich sehr gefordert, aber es hat Spaß gemacht!

Ich spüre nun nach 9 Tagen auch schon Veränderung beim Yoga. Ich bin schon deutlich beweglicher geworden und habe mehr Kraft. Heute habe ich es endlich mal geschafft, von der Bretthalt ung in die tiefe Bretthaltung (Chaturanga Dandasana – oder tiefe Liegestütz, wie wir sagen würden :) ) zu kommen und diese auch zu halten, ohne mit dem Körper auf den Boden zu knallen. Und auch das Rad schaffte ich endlich mal wieder, seit ewigen Zeiten (Rad im Yoga ist die Brücke). Es ist ein wirklich sehr gutes Gefühl, zu merken, dass im Körper etwas passiert und gleichzeitig auch im Geist. Mir geht es gerade so richtig gut!!

Heute war auch der letzte Tag meiner Ayurvedischen Reinigung. Morgen werde ich noch einmal die yogische Darmreinigung durchführen, damit alle Schlacken (Ama) und Gifte abtransportiert werden können. Und dann endlich wieder  normal Essen. Yippie!!

Fazit dieser 9 Tage:

  • Erstaunlich war, dass mir die Suppe auch nach 9 Tagen noch nicht aus den Ohren herauskam und mir immer noch sehr sehr lecker schmeckt.
  • Mit der täglichen Mungbohnen-Suppe fastet es sich deutlich leichter, als nur mit Tee, Wasser und Säften.
  • Trotzdem hatte ich ganze 6 Tage latente Kopfschmerzen vom Entgiften. Also ist eine Menge in meinem Körper passiert.
  • In Zukunft werde ich 1 x die Woche einen Entgiftungstag mit Mungbohnen-Suppe einlegen.
  • Das heiße abgekochte Wasser täglich war klasse. Ich habe das Wasser sogar meinem heißgeliebten grünen Tee vorgezogen. Den mochte ich die ganzen Tage nicht mehr. Ich werde mir weiter jeden Tag 2 Kannen heißes Wasser kochen (2 Liter) und es über den Tag verteilt trinken.
  • Was ich die kommenden 98 Tage auch zur Gewohnheit verinnerlichen möchte, ist die Tasse hießes Ingwerwasser nach dem Aufstehen und das Glas warmes Wasser mit dem Saft einer 1/2 Zitrone und 1 TL Salz. Beide Drinks regen sehr gut den Stoffwechsel an.
  • Meine morgendliche Abhyanga-Massage (Ganzkörper-Massage mit gereiftem Sesamöl) werde ich hin und wieder machen, genau wie das Öl ziehen im Mund.

Es war eine gute Zeit und ich bin stolz auf mich, dass ich so konsequent und diszipliniert  war. Und trotzdem freue ich mich unendlich wieder auf´s Essen und ich habe mir schon viele (gesunde :-) ) Rezepte rausgesucht, die ich nächste Woche koche.

Das ist doch immer wieder das schöne am Fasten, man bekommt ein ganz neues Bewusstsein für Essen und gesunde Ernährung. Vielen Dank!

Nun wünsche ich euch eine gute Zeit mit vielen Inspirationen.

Herzliche Grüße

Sabine

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