”Sabine
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Infos zu den oben stehenden Plug-Ins siehe Impressum Punkt 6.

 

Das war der Blick in Kelchsau am 15. Januar 2012, den ich hatte, als ich ganz für mich alleine eine Piste runterfuhr, ganz bewusst im Moment war, die Natur genoss und ein großes Glücksgefühl spürte.

Eine Liftfahrt später, nach einem Gespräch mit einem älteren Herrn über die Rücksichtslosigkeit mancher Skifahrer und des Sinn und Zwecks des alpinen Skifahrens, war ich nicht mehr bewusst, war ich mit meinen Gedanken noch bei dem Thema “Sinn und Zweck des Skifahrens” – und Krach – im Bruchteil einer Sekunde lag ich auf dem Hinter, verdrehte das Knie, flog mit meinem Körper über mein Knie, hörte es im Knie krachen und blieb mit einem wahnsinnigen Schmerz auf dem Rücken liegen. Zum Glück bekam ich schnelle Hilfe von einem sehr freundlichen Paar, die sich rührend um mich kümmerten und meinen Transport sofort organisierten.

Lange Rede, kurzer Sinn, die weiteren Ereignisse sind schnell beschrieben: Skibob, Sessellift ins Tal, warten im Lifthäuschen (zum Glück hatte ich ein Buch und genügend Tee dabei :-) ), Krankenhaus Kuffstein, Kernspin Poing, Orthopäde Poing, niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss, Innenbandriss, Meniskus leicht lädiert, Schienbein angebrochen!!

Heute sind meine ständigen Begleiter diese zwei blauen Krücken:

 

Und mein Knie wird durch eine Schiene stabilisiert:

 

 

Im ersten Moment zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich hätte heulen können, als mir die Ärztin der Radiologie meine Kernspin-Bilder auf dem PC zeigte und mir die Verletzungen darlegte…

Und wieder zuhause fühlte ich mich so hilflos, die Schmerzen waren groß und meine Vorstellung war, dass ich nun 6 Wochen nichts mehr tun könnte und operiert werden müsste, dann noch mal bewegungsunfähig wäre, lange Reha, etc. – keine angenehme Vorstellung. Eine leise Stimme in mir sagte jedoch immer wieder: “das wird schon…”. Ich war aber zu geschockt um genau hinzuhören.

Nachmittags hatte ich dann einen Termin beim Orthopäden, einem Kniespezialisten und Chirurgen. Meine Meinung von Chirurgen ist nicht sonderlich gut. Sicherlich, retten sie Leben, aber sie schnippseln auch gerne und oft unnötig. Umso überraschter war ich, als mir Dr. Kessler dann sagte, dass er nicht operieren will. Er war sich sicher, dass wir das auch so wieder hinbekommen und machte mir großen Mut. Noch zwei Wochen Krücken, dann volle Belastung nur mit Schiene und ohne Krücken. Dann dürfte ich auch wieder Auto fahren… Na das klang doch schon viel positiver!!!

Danach ging es mir schon viel besser. Ich pflegte mein Knie und verbrachte den restlichen Tag ganz ruhig auf dem Sofa.

Am nächsten Tag telefonierte ich mit meiner Mutter, die mir von ihrem Heilkreis erzählte und riet mir, meinem Knie heilende Energien zu schicken.

Endlich klingelte es bei mir. Die ganze Zeit hatte ich mich schon gefragt, was mir die Verletzung sagen möchte. Und plötzlich wusste ich: ich sollte mich mit den Themen Selbstheilung und Energien beschäftigen. Und um wieder heil zu werden, wollte ich nun meine Selbstheilungskräfte aktivieren. Ich hatte schon viele Bücher darüber gelesen, wie Menschen ihre Erkrankung/Verletzung mit ihren eigenen Energien heilten, in dem sie sich vorstellten, wie Knochen wieder zusammenwuchsen, Zellen sich wieder zu einem neuen Band formierten, Tumore einfach “wegschmolzen”, etc.. Die Kunst ist es auch, sich auch immer wieder im gesundeten Zustand vorzustellen.

Im Grunde ist es das gleiche Prinzip, wie bei den Visionen: Energie folgt der Aufmerksamkeit. Wir schaffen uns unsere eigene Realität.

Und es ist ja auch das Prinzip von Hormon-Yoga als Therapie, das ich seit Jahren lehre. Auch hier schicken wir die Energie zu den Hormondrüsen und stellen uns vor, wie sie durch die Energien wieder regeneriert werden. Und dass das klappt konnte ich ja am eigenen Leib erleben und bekomme es immer wieder durch meine Teilnehmerinnen im Yoga-Kurs bestätigt. Ich habe so meine Wechseljahre-Probleme in den Griff bekommen und eine Schülerin muss nach ca. 2 Jahren Hormon-Yoga nur noch die Hälfte ihrer Hormontabletten für die Schilddrüse nehmen. Ihr Schilddrüse hat sich nach 30 Jahren der Unterfunktion durch das Hormon-Yoga langsam wieder  normalisiert.

Innerlich spürte ich immer mehr, dass ich erfasst hatt, um was es wirklich ging, was ich zu lernen hatte. Ich recherchierte sofort weiter im Internet. Vor allem, wie mir das Yoga helfen kann, schneller wieder fit zu werden. In einem Yogalehrer-Forum fand ich dann einen Link zu der Seite von Mohamed Khalifa:

Seite von Mohamed Khalifa

Man nennt ihn auch den Wunderheiler von Hallein. Schon viele große Sportler waren bei ihm und er half ihnen ohne OP ihre großen Verletzungen wieder sehr schnell und vollständig zu heilen.

Ich las die Inhalte der Seite mit sehr großer Aufmerksamkeit und in mir begann es zu kribbeln. Ich hatte das Gefühl, dass meine Seele zu hüpfen begann. Gleich bestellte ich die 2 Bücher über ihn: “Mohamed Khalifa – Heilen nur mit den Händen” und “Heilen statt reparieren”.

Das erste Buch wird im Klappentext so beschrieben:

“Mohamed Khalifa heilt schwerste Muskel- und Gelenksverletzungen in nur einer Stunde; ohne Operation, nur mit seinen Händen. Er half Sportstars wie Boris Becker, Sergej Bubka oder Mario Basler und Menschen, die keinen Ausweg mehr wussten. Mohamed Khalifa gilt als Wunderheiler, doch er hat lediglich einen neuen Weg in der Medizin gefunden. Einen Weg, der neue Physik und die Achtung vor den Selbstheilungskräften des Körpers miteinander verbindet.”

Seit diesem Moment geht es mir wieder richtig gut. Ich nehme meine Verletzung dankbar an und weiß, dass sie mir hilft eine neue Entwicklung zu durchlaufen, die ich anders nicht geschafft hätte.

Und meine mir auferlegten Achtsamkeitsübungen “muss” ich nun in jeder (zumindest stehenden) Sekunde anwenden. Sobald ich einen Moment nicht achtsam bin, haut es mich mit den Krücken um, verliere ich das Gleichgewicht, falle ich die Kellertreppe runter, bewege ich mein Knie unachtsam und werde mit Schmerzen bestraft.

Und ich muss natürlich jeden Moment ganz aufmerksam sein, damit ich meinen Alltag unter etwas erschwerten Verhältnissen gut managen kann. Ich muss mir genau überlegen, wie ich meinen Tee, meine Tasse, mein Frühstück, etc. von einem Ort zum anderen bekomme. Da ich mich ja immer noch etwas schonen muss, möchte ich nur die notwendigsten Wege gehen und muss mich daher ganz neu und ganz anders organisieren.

Ich freue mich nun auf die nächste Zeit und weiß, dass es Tag für Tag leichter wird und ich Tag für Tag Fortschritte machen werde. Und ich bin mir sooo sicher, dass ich wieder vollständig gesund werde und mein Knie genauso belasten kann wie vorher, es gibt für mich gar keine andere Alternative!!

Und mein Yoga klappt auch immer besser. Bereits 3 Tage nach dem Unfall begann ich wieder mit meinen Yoga-Übungen. :-) Dazu aber mehr im nächsten blog…

Nun wünsche ich euch erst einmal alles Gute und immer viel Kraft und Einsicht, auch negative Ereignisse als Wachstumschance zu sehen.

Herzlichst

Eure Sabine

 

 

 

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Liebe blog-Leser,

Tag 4 und Tag 5 meiner Achtsamkeitsübung waren zwei Tage, an denen ich extrem mit meiner Achtsamkeit und Aufmerksam zu kämpfen hatte. Ich weiß nicht ob´s am Wetter lag oder an den Sternen… jedenfalls war ich sehr fahrig, unkonzentriert und zum Teil weit entfernt von meiner Achtsamkeit. Und gleichzeitig spürte ich eine enorme Erschöpfung.  Aber die wundert mich nicht, denn ständig versuchte ich 5 Sachen gleichzeit zu machen und war natürlich im Stress, weil ich nichts zu Ende brachte, viel vergaß, aufgescheucht rumlief und keine Sekunde das Gefühl der Ruhe hatte.

Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer Yoga-Schülerin, in dem es um Stress im Mangagement geht und um Wege mit dem Stress oder der inneren Zerissenheit umzugehen. Aber nicht nur im Management, sondern in allen Bereichen versuchen viele Menschen ihren Stress mit Alkohol, Drogen, Fernsehkonsum, Extremsport oder anderen Berieselungs-Möglichkeiten abzubauen. Im Grunde kann ich diese Reaktion verstehen, denn es ist sehr einfach, sich irgendwie zuzudröhnen um die permanent kreisenden Gedanken im Kopf endlich mal zur Ruhe zu bringen.

Auf die Dauer geht diese Art mit den immer kreisenden Gedanken umzugehen jedoch nicht gut. Also doch besser auf eine sanftere Weise.

Ich entschied mich am 4. Tag für die Meditation als Achtsamkeitsübung. Ich wollte gar nicht viel Aktion, wollte nur einfach mal sitzen und zur Ruhe kommen. Aber auch in der Stille fand ich keine Ruhe. Meine Gedanken sausten immer noch fröhlich in meinem Hirn rum. Beschäftigten sich mit der Zukunft, mit der Vergangenheit und waren einfach nicht im Moment. Ich begann ein Mantra zu wiederholen.

Mantras sind Worte oder Silben, die eine besondere magische oder spirituelle Kraft in sich tragen. Es sind machtvolle Klangenergien, die im Inneren des Singenden ungeahnte Kräfte entfalten können.

Diese heiligen Worte oder Silben werden gesungen um den Geist zu konzentrieren, mit der angerufenen Gottheit eins zu werden oder deren Schutz und Hilfe zu erlangen. Die meisten Mantren sind in Sanskrit (der wohl ältesten Sprache und Schrift der Welt), aber auch besondere Wörter und Sätze in anderen Sprachen können als Mantren benutzt werden (z.B. das Vaterunser, das Ave Maria, Amen, Danke)

Die bekanntesten Mantras in Sanskrit sind wohl OM, OM Mani padme hum oder Soham (ich bin). Im Yoga erhalten die Schüler oft ihr eigenes Mantra, das ihnen hilft eine bestimmte Qualität stärker auszuprägen.

Mantren können erfrischen und friedvoller machen. Sie können bei der Heilung von Krankheiten unterstützen, in schwierigen Situationen weiterhelfen, uns schneller wissen lassen, was zu tun ist. Sie helfen, Wünsche und Träume zu verwirklichen.

Mantra Rezitation ist ein wunderbares Mittel unseren ruhelosen Verstand zu bändigen und s o einen Zustand von innerer Ruhe und Gelassenheit zu erzeugen. Die Gedanken werden beruhigt und gereinigt.

 

Mit dem Mantra kam ich nach einiger Zeit dann so einigermaßen zur innerlichen Ruhe und konnte etwas besser im Moment sein.

 

Am 5. Tag versuchte ich mit tiefer bewusster Atmung meine Achtsamkeit zu üben. Erst machte ich drei Runden Kapalabhati und dann noch 7 Runden Anuloma Viloma. Das Atmen hat mir dann sehr gut geholfen, ruhiger zu werden und wirklich den Moment wahrzunehmen.

Atem hilft uns unglaublich gut, die Aufmerksamkeit in den Moment zu lenken. Der Atem ist hier, ist jetzt. Wenn man bewusst den Atem beobachtet, kann man kaum andere Gedanken wahrnehmen.

Nimm dir mal kurz Zeit und überprüfe, wie du gerade atmest. Atmest du tief und bewusst, oder sehr flach nur im Bereich der Brust? Beobachte mal ganz bewusst deinen Atem. Atmest du durch den Mund oder durch die Nase?

Wir atmen sehr häufig auch im entspannten Zustand sehr flach und hastig im Schlüsselbein- und Brustbereich. Unser ganzer Organismus wird dann oft nicht mit genügend Sauerstoff versorgt.

Unser Atem hat eine direkte Verbindung zu unserer Herzfrequenz. Schlägt unser Herz sehr schnell (weil wir sporteln, Stress haben oder uns aufregen), dann atmen wir in der Regel sehr flach und hastig. Schlägt unser Herz langsam und gleichmäßig (in der Entspannung), dann atmen wir viel tiefer und bewusster.

Tiefer Atem hilft auch alle Organe mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen und durch das tiefe Bewegen des Zwerchfells können auch Organe massiert werden.

Auch das Ausatmen erfolgt zu flach. Die verbrauchte Luft wird nur in den Atemwegen hin- und hergeschoben. Mit tiefen Seufzern hilft sich der Körper um tiefer auszuatmen und die Lunge von zu viel Kohlendioxid zu befreien.

Versuche mal 5 Minuten wirklich tief zu atmen. Du wirst merken, wie schwer das ist. Mit etwas Übung allerdings, kannst du den tiefen Atem auch in den Alltag mitnehmen. Dann wirst du immer mal wieder innehalten und dich auf deinen tiefen Atem konzentrieren.

Du kannst natürlich auch die Yoga-Atemübungen Kabalabhati und/oder Anuloma Viloma üben, die dir wunderbar helfen, den Geist zu konzentrieren und ruhiger zu werden. Klicke auf den nachfolgenden Link und du findest alle Atemübungen in einer pdf.-Datei.

Pranayama – Atemübungen zur Kontrolle des Geistes

Viel Spaß beim Atmen!

Herzlichst eure

Sabine

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Liebe blog-Leser,

Tag 3 ist vergangen von meinem 21-Tage Herausforderung-Projekt. Und es war eine echte Herausforderung!!!

Vormittags während der Yogastunde dachte ich immer wieder an meine Achtsamkeit und konnte sehr oft den Moment wirklich wahrnehmen. Ich spürte die Übungen wirklich ganz bewusst und nahm auch meine Yoga-Schülerinnen ganz bewusst wahr.

Dann aber ging es los. Es war viel Hektik, nachmittags waren wir bei Verwandten zum Kaffee eingeladen und abends bei einer Veranstaltung des HBE, Handelsverband Bayern Einzelhandel. Und aus war´s mit der Achtsamkeit.

Im Nachhinein betrachtet, zog die Zeit total unbewusst an mir vorbei. In keinem Moment habe ich inne gehalten und mal in die Situation reingespürt. Hier zuhause liegen Bücher, erinnert mich meine Yoga-Raum an Achtsamkeit. Aber dort, bei den vielen Menschen, habe ich meine Achtsamkeit schlichtweg vergessen.Ich habe mich verloren!

Diesen Moment beschreibt Jon Kabat-Zinn in seinem Buch “Im Alltag Ruhe finden”:

Mit verlieren meine ich, dass wir zeitweilig den Kontakt zu uns selbst und zum vollen Spektrum unserer Möglichkeiten verlieren. Statt dessen verfallen wir in eine roboterhafte Art, zu sehen, zu denken und zu handeln. Wir unterbrechen dann den Kontakt zu den tieferen Bereichen in uns und berauben uns dadurch oft vielleicht unserer besten Möglichkeiten, kreativ zu sein, zu lernen und zu wachsen.

Ach, vielleicht gab es doch zwei Momente, in denen ich achtsam war. Als ich zum Beispiel nach 2 Stunden Stehen meine schmerzenden Füße wahrnahm, oder als ich die vielen verkrampft und unlocker aussehenden “Offiziellen” und ihre zum Teil sehr schlechte Haltung wahrnahm (als Yogalehrerin und Anatomie-Interessierte, analysiere ich sofort, ob  jemand eine Kyphose (Rundrücken) oder Lordose (Hohlkreuz) hat :-) ).

Ich habe mich geärgert über meine Unbewusstheit, aber das sollte ich nicht tun, ich bin ja noch am Üben… Ein neuer Tag, ein neues Glück :-)

Ich sollte mir aber überlegen, welches Hilfsmittel ich in Zukunft verwenden könnte, damit ich in solchen Situationen nicht roboterhaft werde, sondern an meine Achtsamkeit erinnert werde… Hast du eine Idee?

In diesem Sinne, frohes Üben und bis Morgen.

Eure Sabine

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Liebe blog-Leser,

Tag 2 meiner 21-Tage Herausforderung – ich sitze in meinem Lieblingseck, arbeite meine To-do-Liste ab, schaue hin und wieder in das Feuer im Kaminofen und höre den Regen auf das Dach des Wintergartens prasseln. Bin ich froh, dass ich ein Dach über dem Kopf habe und meine berufliche Tätigkeit im geschützen Raum ausführen kann! Im Haus ist es sehr ruhig, meine Jungs sind unterwegs. Die Stille wird nur von den ruhigen Klängen der Entspannungs-Musik unterbrochen.

Mein Blick fällt immer wieder auf die Bücher, die neben mir liegen: “Jeden Augenblick genießen” von Tich Nhat Hanh; “Gelassen wie ein Buddha – Meditationen und Achtsamkeitsübungen” von Ilona Daiker und “Im Alltag Ruhe finden” von Jon Kabat-Zinn, Bücher, die von Achtsamkeit handeln. Dadurch wird meine Aufmerksamkeit immer wieder auf das Thema Achtsamkeit gelenkt und ich halte einige Momente inne und versuche den Moment ganz genau zu erfassen. In der Ruhe und fast heiligen Stimmung gelingt das mir heute ganz gut.

Mein Ziel für heute, was das Thema Achtsamkeit betrifft, ist es, den ganzen Tag immer wieder achtsame Momente zu gestalten. Das ist in einem so ruhigen Alltag wie heute relativ leicht, da mich nichts wirklich ablenkt (außer der Waschmaschine, die immer wieder gefüllt werden möchte). Zum Üben ist das genau die richtige Atmosphäre.

[...]

Der Tag ist zu Ende. Ich schaue gedanklich zurück und bin stolz auf mich, dass ich immer wieder bewusst innegehalten habe und Achtsamkeit geübt habe. Beim bewusstes Schuhe anziehen, beim gehen achtete ich auf jede Bewegung meiner Zehen und Füße, beim Kiwi schneiden habe ich genau gespürt, wie das Messer die Schale entfernte, beim Zähneputzen habe ich bewusst jeden Zahn gesäubert, beim Essen habe ich wirklich versucht immer wieder bewusst zu Kauen und das Essen nicht einfach runter zu schlingen.

Besonders fiel es mir bei meiner Yoga-Einheit auf, wie meine Gedanken abschweifen. Als ich den Sonnengruß machte, ging das völlig mechanisch, wie ferngesteuert. Ich war mir gar nicht mehr bewusst über meine Bewegungen und meine Empfindungen dabei. Also versuchte ich mich immer wieder zu sammeln und jede Bewegung ganz bewusst zu machen. Damit hatte mein Yoga eine ganz andere Qualität, aber… war auch deutlich anstrengender, weil ich mich ständig wieder sammeln musste um die Konzentration aufrecht zu halten.

Mein Fazit des Tages: Es ist unglaublich schwer immer wieder inne zu halten und achtsam zu sein. Aber sobald man sich mit dem Thema mal intensiv beschäftigt, werden die Momente immer häufiger, in denen man sich besinnt auf das Hier und Jetzt. Das ist dann ein sehr erfülldendes Gefühl!

Wie geht es dir mit deiner Achtsamkeit?

Viele Grüße

Sabine

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Liebe Freunde meines blogs,

heute war mein erster Tag meiner 21-Tage-Herausforderung. Der erste Tag, an dem ich ganz bewusst Achtsamkeit geübt habe. Nach dem 3. Yoga-Kurs heute habe ich mich bei Kerzenschein und Räucherstäbchen in meinen Yoga-Raum verzogen und habe 15 Minuten im Sitzen versucht ganz bewusst meinen Atem zu beobachten. Das klingt eigentlich ja ganz schön einfach… war´s aber ehrlich gesagt nicht. Immer wieder sind meine Gedanken spazieren gegangen, war ich gedanklich schon wieder bei der Zeit nach der Meditation… habe überlegt, was ich im blog schreibe, ob ich noch was esse, wie ich meinen morgigen Tag plane, usw. Immer wieder habe ich die Aufmerksamkeit verloren. Es gab nur wenige Momente, in denen ich wirklich ganz bewusst im Hier und Jetzt war, in denen ich wirklich den Moment wahrgenommen habe, ganz ohne Bewertung. Momente, in denen ich auch meinen Körper, mein Sitzen, meinen Atem und meine Gefühle gespürt habe.

Um mich besser auf den Atem konzentrieren zu können, begann ich den Atem zu zählen: Einatmen 1, 2, 3 , 4, 5 – Ausatmen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. Und trotzdem war´s einfach schwer, trotzdem schweiften meine Gedanken immer wieder ab!! Aber genau das ist ja der Grund, warum ich übe :-)

… Und es war ja erst der 1. Tag. Es kann also nur besser werden :-)

Also lasst uns weiter üben!!

Seid achtsam zu euch, zu anderen und zur Welt!!

Bis bald, herzlichst

Eure Sabine

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Buddhabilder aus Kloster in Tibet fotografiert von Sabine Schwarz

 

 

Liebe blog-Leser,

Achtsamkeit, wie oft sprechen wir davon, nehmen wir uns immer wieder und wieder vor achtsamer zu sein und konzentrierter auf eine Sache, auf das Hier und Jetzt. Und wie oft befinden wir uns in Situationen, in denen wir so gar nicht achtsam sind und uns Dinge passieren, die so gar nicht geplant waren.

Ich kann ein Lied davon singen: die unkonzentrierte Bewegung beim Spülen und wums, haue ich mit dem Ellenbogen meine Thermoskanne, gefüllt mit 1 1/2 Liter Ingwerwasser zu Boden (wisst ihr, wie viele Glasscherben so eine Kanne verursachen kann… und alle getränkt in 1 1/2 Liter Wasser… grauenhaft!!); der Verlust meiner gerade neu gekauften Mala in Tibet, nur weil ich unachtsam aus dem Auto gestiegen bin und sie scheinbar nach Außen katapultiert habe; die Mehrarbeit, als ich vor ein paar Tagen meine neue Anrichte für das Esszimmer zusammengeschraubt habe und vor lauter Unkonzentriertheit die Schubladen 4 x anschrauben musste, bis sie endlich passte; und und und.

Mir fallen spontan so viele Beispiele ein, in denen ich so alles andere als achtsam war. Einen Moment später habe ich mich immer darüber geärgert. Wo war ich mit meinen Gedanken? Wäre ich achtsamer gewesen, hätte ich mir kostbare Zeit gespart.

Ja, wo sind wir eigentlich mit unseren Gedanken? Was hindert uns daran, achtsam und konzentriert zu sein? Eine schöne Geschichte aus dem Zen-Buddhismus gibt eine Erklärung:

 

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister eines Tages warum er so zufrieden und glücklich ist: Der Zen-Meister antwortet: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich …” “Das tun wir auch, antworteten seine Schüler aber was machst Du darüber hinaus?” fragten Sie erneut. Der Meister erwiderte: “Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich … ” Wieder sagten seine Schüler: “Aber das tun wir doch auch Meister!” Er aber sagte zu seinen Schülern: “Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”

In der Tat sind wir mit unseren Gedanken doch schon immer einen Schritt weiter, oder einfach woanders. Beim Spülen bin ich nicht nur beim Spülen, sondern überlege mir noch, welche Emails ich noch schnell beantworten muss, welche Projekte ich noch abschließen muss, wann ich meine Buchhaltung mache oder ob ich nach dem Spülen Yoga mache; wenn ich aus dem Auto steige, bin ich mit meiner Aufmerksamkeit nicht beim Aussteigen, sondern bin gedanklich schon draußen und stelle mir vor, was ich außerhalb sehen werde; wenn ich das Regal zusammenschraube, bin ich nicht nur beim Schrauben, sondern überlege, was ich in das Regel reinstellen könnte…

Um herauszufinden, wie ich Achtsamkeit lernen kann, möchte ich für mich erst einmal genau klären, was Achtsamkeit überhaupt ist. Um etwas zu verstehen, google ich ganz gerne und lasse mich dann durch die Begriffe inspirieren und spüre, was mir zu den Begriffen einfällt.

Und diese Erklärungen in Bezug auf Achtsamkeit finde ich in google:

  • erhöhte, vielleicht auch gezielt gelenkte, bewusst kontrollierte Aufmerksamkeit
  • Mindfulness
  • erhöhte Wahrnehmung
  • Gewahrwerden – Awarness – Bewusst-sein
  • Nicht abgelenkt sein
  • Achtsamkeit für die momentan wahrgenommenen Empfindungen, Gefühle und Denkprozesse
  • im Augenblick leben
  • Achtsamkeit im Buddhismus (aus Wikipedia):Achtsam sein bedeutet, ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein und sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen in jedem Augenblick voll bewusst zu sein (reine Wahrnehmung der Fülle, die sich im Augenblick bündelt, ohne sie zu beurteilen, einfach nur als Zeuge in sich ruhend).  Achtsamkeit heißt, auf sich selbst bezogen zu sein, sein Selbst zu beobachten und ihm zu folgen, und auch dem Geschehen, dem Gegenüber, die ganze Aufmerksamkeit darzubringen.

Um aber wirklich mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wahrnehmung bewusst zu sein muss ich mich auf eine Sache konzentrieren. Sobald ich meinen Focus auf verschiedene Dinge gleichzeitig richte, kann ich nicht mehr im Hier und Jetzt sein und mir des aktuellen Tun gewahr sein.

Als es vor Weihnachten mal abends anfing zu schneien ging ich nach dem Schnee schaufeln noch einmal um den Block. Ganz bewusst versuchte ich mir meiner Schritte gewahr zu werden, ich wollte ganz bewusst gehen und das Gehen bewusst wahrnehmen. Ich nahm wahr, wie mein Fuß auf dem Boden aufsetzte und spürte den knirschenden Schnee unter meinen Schuhen. Das ganze praktizierte ich ca. 15 Minuten und muss sagen – es war sau-schwer. Immer wieder gingen meine Gedanken spazieren, war ich gedanklich schon wieder am Ende des Weges, im Haus, am nächsten Tag…

Achtsamkeit kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden: Achtsamkeit im Alltag, Achtsamkeit auf den Körper, Achtsamkeit auf die Gefühle, Achtsamkeit im Umgang mit anderen, Achtsamkeit gegenüber der Natur und Dingen.

 

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht, das notwendigste Werk ist stets die Liebe. (Meister Eckehart)

 

Beim Recherchieren über das Thema Achtsamkeit wurde mir eins ganz klar: Achtsamkeit muss man üben!!! Das ist eine echte Herausforderung für mich!!

Aber wenn ich 108 Tage Yoga geschafft habe (und mittlerweile sind es schon 140 Tage :-) ), dann werde ich doch mal einige Tage schaffen, Achtsamkeit zu üben…

Die Zeitschrift Yoga Journal hat gerade das Projekt 21 Tage beendet, die amerikanische Ausgabe beginnt den 21-Tage-Prozess am 09. Januar 2012. In diesen 21 Tagen soll man sich einen Bereich aussuchen, den man 21 Tage täglich praktizieren möchte. Ich dachte mir, dass ich diese Herausforderung wieder einmal annehme und 21 Tage täglich mindestens 15 Minuten Achtsamkeits-Übungen durchführe (natürlich neben meinen täglichen Yoga-Übungen, diese sind mittlerweile ja eh Gewohnheit :-) ).

 

Achtsamkeitsübungen können sein:

  • ganz bewusst und achtsam gehen, spüre den Boden bewusst an deinen Füßen, spüre deinen Atem in Verbindung mit den Schritten
  • achtsam waschen und Zähne putzen. Ganz, mit der ganzen Aufmerksamkeit bei der Tätigkeit bleiben
  • ganz bewusst atmen. Setzte dich bequem hin und atme bewusst ein und aus. Beobachte den Atem, wie er durch die Nase ein- und ausströmt. Spüre den Atem an der Nasenspitze. Sobald du mit deinen Gedanken abschweifst, gehe immer wieder mit der Aufmerksamkeit zu deinem bewussten Atem
  • wenn es für dich leichter ist, kannst du die Atemzüge auch zählen. Du kannst dein ein- und ausatmen getrennt zählen (einatmen 1, ausatmen 2, einatmen 3, ausatmen 4, usw.), oder ein- und ausatmen als eine Atemeinheit (einatmen, ausatmen 1; einatmen, ausatmen 2; einatmen, ausatmen 3, usw.)
  • ganz bewusst im Liegen den Körper spüren. Beginne bei den Fingerspitzen der rechten Hand, dann die Hand, das Handgelenk, den Unterarm, Ellenbogen, Oberarm, Schulter, deine rechte Hüfte, deinen Oberschenkel, dein rechtes Knie, deinen Unterschenkel, dein Fußgelenk, deinen Fuß, die Zehen des rechten Fußes. Wiederhole die linke Seite. Spüre dann deinen Kopf, deine Brust, deinen Bauch, deinen Rücken, wenn du magst kannst du versuchen Kontakt mit deinen inneren Organen aufzunehmen. Stelle sie dir einfach vor und spüre. Spüre jeden Muskel. Spüre den ganzen Körper.
  • bewusst putzen. Sei mit der ganzen Aufmerksamkeit bei deiner Bewegung, Sei nicht schon beim nächsten Schritt, sondern genau bei dem, was du tust
  • bewusst meditieren, z.B. durch die Konzentration auf einen Gegenstand (Blume, Bild, Kerze, etc). Dabei konzentrierst du dich ca. 1 min auf einen Gegenstand, schließt dann die Augen und siehst den Gegenstand vor deinem inneren Auge.

Es gibt viele Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben. Sei kreativ! Welche Achtsamkeitsübungen fallen dir noch ein? Vielleicht magst du deine Achtsamkeitsübungen als Kommentar unter dem Artikel mit uns teilen. Vielleicht hast du auch Lust mich 21 Tage lang zu begleiten. Ich starte am Montag, 9. Januar 2012 mit den Achtsamkeits-Projekt: 21 Tage täglich mind. 15 Minuten Achtsamkeit üben. Schreibe mir, wenn du mitmachst.

In diesem Sinne freue ich mich über euer Feedback.

Viele Grüße

Sabine

 

 

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