”Sabine
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Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und ein wunderbares neues Jahr!

Mit dieser wunderschönen Geschichte wünsche ich euch besinnliche Feiertage.

 

Herzliche Grüße Sabine

 

Der kleine Baumwollfaden

Verfasser noch unbekannt

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: “Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach”, sagte er sich, “und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.”

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. “Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein” jammert es “und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?”

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchtern an die Türe. Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: “Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab’ da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab’ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!”

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: “Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.”

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

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Liebe blog-Leser,

ich wünsche euch von ganzen Herzen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Lasst euch nicht stressen  und seid tolerant und gelassen, wenn es in der Familie mal wieder hoch hergeht.

Dieses Jahr Weihnachten steht bei mir ganz unter dem Motto “Mitmenschlichkeit”. Immer wieder begegnet mir dieses Thema, sehe ich Filme, lese ich durch Zufall Geschichten, die zu dem Thema passen.

Die nachfolgende Geschichte fand ich im Internet und sie hat mich sehr berührt. Kurz darauf hatte ich ein Gespräch mit einem sehr guten Freund, der selbst sehr krank ist und wirklich wenig hat, der sich aber aufopfernd um Freunde kümmert, die noch weniger haben oder denen es noch schlechter geht.

Und gestern Abend war ich ganz angetan von dem Film “Der kleine Lord”. Dieser Film hat mich zu Tränen gerührt, wie dieser kleine Junge, die Mitmenschlichkeit in seinem Großvater geweckt hat, indem er in ihm etwas gesehen hat, was dann tatsächlich zum Vorschein kam.

Mit diesem Thema werde ich mich während der Feiertage weiter beschäftigen und überlegen, wo ich noch mehr Nächstenliebe leben kann.

Wie sieht es mit deiner Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit aus? Lass uns gemeinsam daran arbeiten :-) .

Ganz herzliche Grüße und schöne Feiertage.

Eure Sabine

 

Das geschenkte Lächeln

Justin ging an Mamas Hand durch die Stadt. In der anderen Hand hielt er ein Brötchen und knabberte gelangweilt daran herum. Plötzlich sah er einen alten Mann an der Wand des großen Einkaufszentrums sitzen. Vor dem Mann lag ein alter Hut mit einigen Löchern und der  Mann schaute ganz traurig. „Eine milde Gabe…eine milde Gabe…“, rief der Mann jedes Mal wenn jemand an ihm vorbei ging. Aber niemand beachtete ihn. „Was hat der Mann?“, fragte Justin Luca seine Mama. „Weißt Du…“, antwortete sie ihm, “es gibt Menschen die sind ganz arm und haben kein Geld um sich etwas zu essen zu kaufen. Manche finden keine Arbeit, andere sind vielleicht krank und können nicht mehr arbeiten. Dann setzten sie sich auf die Straße und fragen andere Leute ob sie ihnen etwas abgeben. Diese Menschen nennt man Bettler“.  Justin schaute den Mann an. Er blickte immer noch traurig umher. Eine alte Dame ging vorbei und warf ihm ein Euro-Stück in den Hut. „Vielen Dank die Dame! Gott schütze sie!“ ,sagte der Mann und versuchte trotz seiner Traurigkeit zu lächeln.

Mama wollte weiter gehen, aber Justin riss sich von der Hand los und ging zu dem Mann hin. „Warum bist Du so traurig?“, fragte er ihn. Der Mann erklärte es Justin:  „Ach weißt Du, ich habe meine Arbeit verloren weil ich sehr, sehr krank bin. Nun kann ich kein Geld verdienen um mir etwas zum Essen zu kaufen und habe schon seit Tagen nichts mehr gegessen.“ „Hmmm…“, Justin Luca überlegte kurz. „Weißt Du was. Ich bin noch zu klein und habe kein Geld was ich Dir in Deinen Hut werfen kann, aber wenn Du willst, dann gebe ich Dir mein Brötchen ab.“ Justin hielt dem Mann sein Brötchen hin. „Das ist lieb von Dir”, sagte der Mann, “aber ich kann Dir doch nicht Deine Sachen wegessen.“. „Ist schon o.k.“ lächelte Justin „ ich bin schon satt…also nimm, ich teile gerne mit Dir“. Der Mann schenkte ihm ein Lächeln und sah Mama fragend an. „Nehmen sie ruhig“, sagte Mama, „wenn mein Junge teilen will, dann ist das schon ok.“. Der Mann nahm das Brötchen und streichelte Justin über dem Kopf. „ Vielen Dank, Du bist ein guter Junge, deine Mama kann stolz auf dich sein!“.

Als sie weiter gingen drehte sich Justin noch einmal um. Der Mann schaute jetzt nicht mehr traurig sondern fing an ein fröhliches Lied zu singen. Ein Lied von einem kleinen Jungen, der das teilen gelernt hatte. Dieser Gesang war so schön anzuhören, dass immer mehr Leute stehen blieben und ihm zuhörten. Manche warfen dann auch ein paar Münzen in seinen Hut.

„Du hast heute etwas sehr Tolles gemacht“, sagte Mama „Du bist mein kleiner Held. Du hast dem Mann sein Lächeln wiedergeschenkt und weil er wieder so fröhlich ist, hat er mit seinem Gesang Geld verdient und muß nicht mehr hungern.“ „Aber Mama, das war doch nur ein Brötchen…“, Justin schaute sie ungläubig an. „Nein Kleiner…Du hast etwas gemacht, was viele Große schon verlernt haben. Zuhören, Helfen und mit Ärmeren teilen, dass nennt man Nächstenliebe. Außerdem hast Du ihm gezeigt, dass er trotz seiner Krankheit etwas tun kann um andere Menschen fröhlich zu machen. Du hörst doch wie schön er singt und siehst wie fröhlich die Menschen gucken“.

 

Melanie Mieske geb. Döbbel, geschrieben am 20.8.2004

 

 

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