”Sabine
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Liebe Blog-Leser,

Fast täglich bekomme ich Anfragen, wie es mir denn mittlerweile mit meinem Knie geht, nach meiner schweren Knieverletzung im Januar 2012 (Kreuzbandriss, Innenbandriss, Schienbein angebrochen).

Nun will ich endlich einmal meine Erfahrungen der letzten Zeit mit euch teilen.

Den Therapieverlauf könnt ihr in meinen Beiträgen ab Januar 2012 noch einmal nachlesen.

Mir fiel es in der letzten Zeit so schwer über mein Knie zu schreiben, da ich seit Sommer 2013 so gut wie keinen Unterschied mehr spüren kann zwischen meinem in 2012 verletzten und dem gesunden Knie!

Bereits im vergangenen Winter (Jan. 2013) stand ich wieder auf den Skiern und war überrascht, wie sicher ich fuhr, ohne Schmerzen und ohne Angst. Beim ersten Mal fuhr ich mit einer Skilehrerin um auch eine Sicherheit von Außen zu haben. Es lief aber erstaunlich gut und einfach und ab diesem Moment wusste ich, dass ich ein großes Ziel, wieder Skifahren zu können, erreicht hatte!

Mein zweites Ziel war es, wieder regelmäßig und lange joggen zu können. Dieses Ziel nahm ich im April 2013 in Angriff und trainierte 2 x die Woche mit einer tollen Personal Trainerin (Katharina Eismann). Sie machte mich wieder richtig fit und half mir vor allem in beiden Beinen und meinem Gesäß wieder richtig Kraft zu bekommen.

Das Joggen begann ich auf dem Laufband, da ich keine Ahnung hatte, wie es mir überhaupt damit ging. Aber auch das Joggen klappte ohne Probleme. Ein paar Tage später begann ich wieder im Wald zu laufen. Erst ganz langsam und abwechselnd mit gehen (immerhin war ich zu dem Zeitpunkt fast 1 1/2 Jahre nicht mehr joggen…) und dann erhöhte ich die Jogging-Zeiten immer mehr.

Am Anfang fühlte sich mein Knie ganz komisch an, es tat zwar nicht weh, aber fühlte sich an, als ob es gar nicht zu mir gehören würde.

Mit der Zeit wurde es immer runder, wie wenn sich das Knie erst mal neu ausrichten müsste. Die ersten Male nach dem Joggen fühlte sich mein Knie dann erst mal ganz steif an und hin und wieder tat es auch weh, vor allem wenn ich zu viel Krafttraining gemacht hatte. Mit 15 min Yoga nach dem Joggen habe ich das dann immer gut wieder hinbekommen. Mit jedem Lauf fühlte sich mein Knie dann immer besser und normaler an. Nach einiger Zeit konnte ich dann wieder über 1 Stunde joggen, ohne dass ich danach irgendwas in meinem Knie spürte.

Es war unglaublich, durch das Personal Training wurde ich dann immer fiter und mutiger. Ich traute mich wieder zu springen, hüpfte durch die Koordinationsleiter und machte Springübungen mit dem ja doch sehr wackeligen Airex Balance Pad. Auch habe ich das TRX-Band in dieser Zeit lieben gelernt. Heute habe ich mein, sehr wenig Platz benötigendes, Equipement im Yogaraum und kann trainieren wann ich Lust habe :-) !

Gefühlt war mein Knie wieder ganz heil. Gerne hätte ich noch mal ein MRT gemacht, ob mein Kreuzband wieder angewachsen ist, aber das zahlt die Krankenkasse nicht, da es keinen medizinischen Grund gibt. Jedoch hat mein Orthopäde (ein Kniespezialist) im September 2013 diverse Test mit meinen Knien gemacht und mir eindeutig bestätigt, dass mein verletztes Knie genauso stabil ist, wie mein gesundes Knie! Er bezeichnete dies als kleines Wunder und dass ich großes Glück gehabt hätte, dass anscheinend Narbengewebe Kreuzbandfunktion übernommen hätte… Egal was die Gründe sind, die Hauptsache ist! dass mein Knie stabil und beschwerdenfrei ist!!!

Auch wenn mein Knie heute wieder ganz fit ist, hatte ich in den letzten 2 Jahren immer wieder Begleit-Symptome an ganz anderen Stellen. Durch den langen Heilungsprozess hat mein Körper Fehlstellungen gebildet und abgespeichert. Zuerst hatte ich Probleme mit der linken Schulter und dann ab September 2013 eine Plantarfasziitis (Entzündung der Faszie am Fuß, die dann in einen Fersensporn münden kann), ausgelöst durch mein sehr intensives Lauftraining.

Die Symptome hat mein Physiotherapeut schnell in den Griff bekommen, die Ursache muss ich nun mit vielen Übungen bearbeiten.

Am Fuß trainiere ich meine Fusswölbung, damit sich mein Fersenbein wieder richtig aufrichtet und ich muss an meinem Gesäßmuskel arbeiten, der sich total zurückgebildet hat (oder er war noch nie richtig da… :-) ). Und ich mache natürlich fast jeden Tag Yoga und achte ganz stark auf die richtige Ausführung. Durch meine eigenen Fehlstellungen habe ich unglaublich viel gelernt: in der Praxis und in zahlreichen Gesprächen mit Experten. Es ist für mich wunderbar, dass ich dieses Wissen nun an meine Yogaschüler weitergeben kann. Ist es nicht schön, dass auch solch ein – erst mal unangenehmer – Unfall ein solches Geschenk mit sich bringt…

Mein Knie ist fit, aber ihr seht, dass es ganz ohne Training auch heute nicht geht, aber das ist ja kein Nachteil, so bleibe ich wenigstens bis ins hohe Alter fit!!

Herzlichst eure

Sabine

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Liebe blog-Leser,

 

nun möchte ich aber doch endlich mal über meinen Besuch bei Mohamed Khalifa schreiben, das hatte ich ja schon sehr lange versprochen.

Bereits am 1. Tag nach meinem Ski-Unfall, erfuhr ich nach dem MRT, dass ich das vordere Kreuzband und das Innenband des linken Knie gerissen hatte, mein Schienbein angebrochen war und der Innenminiskus lädiert war, dazu noch Knorpelabsplitterungen zu sehen waren. Ganz klar war mir (sogar im Moment des Unfalls) dass ich keine Operation wollte, sondern es auf die konservative Art therapieren wollte.

Sofort begann ich im Internet zu recherchieren, was meine Möglichkeiten bei einer solch großen Verletzung sind. Sehr schnell fand ich in meinem Yoga-Netzwerk die Empfehlung den Manual-Therapeuten Mohamed Khalifa zu konsultieren. Beim Lesen der Informationen auf seiner Homepage: Mohamed Khalifa wusste ich sofort, dass ich das Abenteuer Khalifa wagen wollte.

Bereits einige Tage später rief ich Herrn Khalifa in Hallein an und sprach mit ihm über einen Termin. Er bat mich, in sehr gebrochenem Deutsch, ihm zuerst den MRT-Bericht zu faxen und dann noch einmal anzurufen. Ich organisierte den Bericht und legte ihn auf das Faxgerät. Am nächsten Tag rief ich ihn wieder an. Wir vereinbarten einen Termin für den 9. Februar 2012, also 3 1/2 Wochen nach meinem Unfall.

In der Zwischenzeit begann ich, nach einer Woche vollkommener Ruhe, mit Krankengymnastik bei einem großen Physiotherapie-Unternehmen im Nachbarort. Die Minuten dort (6 x Krankengymnastik) brachten jedoch nicht wirklich etwas… Gut taten mir jedoch meine Yoga-Einheiten, die ich im letzten blog beschrieben habe. Mein Orthopäde erlaubte mir bereits in der 2. Woche zuhause ohne Schiene, nur mit Krücken zu laufen. Wenn ich unterwegs war, war jedoch Schiene und Krücken angesagt.

Am 9.2.12 fuhren mein Freund und ich dann endlich ganz früh nach Hallein. Ich hatte große Erwartungen an den Besuch bei Khalifa und freute mich auf den Termin, obwohl ich schon einige Berichte im Internet gelesen hatte, bei denen die Patienten von großen Schmerzen berichtet hatten. Bereits um 9:30 Uhr waren wir in Hallein, obwohl der Termin erst um 11:00 Uhr stattfinden sollte. Aber zu spät kommen war für Herrn Khalifa ein Grund den Patienten nicht zu behandeln… Wir vertrieben uns also die Zeit mit einem Frühstück in einem kleinen Café, in dem noch geraucht werden durfte. Es war grauenhaft. Ich weiß nicht, ob die Aufregung oder der Rauchgeruch die Ursache dafür waren, dass mir der Appetit vergangen war – ich konnte jedenfalls nichts essen.

Dann um kurz vor 11 Uhr standen wir vor der Eingangstür zu der Praxis von Khalifa. Ich klingelte und nach kurzer Zeit ertönte das Summen zum Öffnen der Tür. Das Treppenhaus war sehr schlicht und alt und wir mussten über eine schmale Treppe in den ersten Stock gehen. Oh wie ich Treppen in dieser Zeit hasste…

In der Praxis angekommen gingen wir gleich ins Wartezimmer, da niemand an der Info saß. Wenige Minuten später kam Mohamed Khalifa aus seinem Behandlungszimmer und bat mich noch ein wenig zu warten (witzig, aber ICH musste pünktlich sein…). Helmut verabschiedete sich, er wollte sich Hallein ein wenig anschauen und dann in einem Café auf mich warten. Ich saß nun also alleine in dem Wartezimmer und nahm den starken Geruch wahr. Es roch merkwürdig, aber aus meiner Recherche wusste ich, dass es nach der Khalifa-Salbe roch, die er für die Behandlung nutzt. Der Geruch erinnerte mich ein wenig an die dicken, bunten Kaugummis (Bubble Gum) aus meiner Kindheit.

So gegen 11:30 Uhr dann verabschiedete sich Khalifa von einer Patientin und bat mich in sein Behandlungszimmer. Ich schaute die Patientin genau an, ob sie so aussah, als ob sie gelitten hätte, denn überall liest man ja, dass die Behandlung sehr schmerzhaft war. Aber sie sah ganz normal und fröhlich aus, also ging ich mutig in sein Behandlungszimmer.

Geredet wurde nicht viel. Herr Khalifa bat mich, die Schiene abzunehmen, die Hose auszuziehen und mich auf die Behandlungsliege zu legen. Dann begann er mich mit seine Salbe zu bearbeiten. Er drückte, massierte, strich aus… Was in den nächsten 90 Minuten passierte, kann und möchte ich gar nicht in Worte fassen… Es sei nur soviel gesagt: es war saumäßig schmerzhaft – ehrlich gesagt, hatte ich glaube ich noch nie solche Schmerzen erlebt. Zusammenreißen, meditieren  oder den Schmerz wegatmen, wie ich mir das vorgenommen hatte, funktionierte überhaupt nicht. Irgendwann weinte ich nur noch und bei manchen Bewegungen ließ ich meinem Schmerz durch einen Schrei freien Lauf. Ich stellte mir immer vor, dass man bei einer Geburt solche Schmerzen haben muss, aber da hat man als Entschädigung danach wenigstens ein Kind im Arm… Ich hatte nichts, nur Schmerzen…

[Vor einigen Wochen rief mich Ira an, die sich einen Monat nach mir das Kreuzband gerissen hatte, meinen blog gelesen hatte, auch bei Mohamed Khalifa war und mit mir über unsere Erfahrungen reden wollte. Bei Ira waren viel mehr Wochen nach dem Unfall vergangen, bevor sie den Termin bei Khalifa hatte und dennoch sagte sie mir, dass sie auch so große Schmerzen gehabt hat. Und sie hatte lustigerweise mehrere Geburten erlebt und sagte, dass die weniger schmerzhaft gewesen wäre, als das, was sie bei Khalifa erlebt hätte... Danke Ira für das schöne Telefonat, auch weil ich jetzt weiß, dass ich doch nicht das Mimöschen bin, für das ich mich für einige Zeit nach dem Termin gehalten habe :-) Lass uns mal wieder Erfahrungen austauschen!]

Auch wenn es die Hölle gewesein ist, glaubte ich während der Behandlung – und glaube ich auch noch heute – dass es gut und richtig war, was er da tat!! Sonst hätte ich ihm während der Behandlung sicher irgendwohin getreten und wäre gegangen.

Warum die Mehtode von Khalifa funktioniert, könnt ihr in den Büchern über ihn lesen:

Buch Khalifa “Heilen statt Reparieren”

Aber auch Herr Fröhlich gibt auf seiner Homepage eine sehr gute, kurze Eräuterung über das Phänomen, das durch die Quantenphysik zu erklären ist:

Praxis Froehlich Ansbach

Nach seiner Behandlung war ich nicht mehr fähig zu reden. Er ließ mich einige Übungen machen und dann in schnellem Schritt durch den Raum laufen – erstaunlich: vor der Behandlung konnte ich gar nicht ohne Krücken oder Schiene auftreten und nun lief ich durch den Raum…

Dann erläuterte er mir kurz die Anwendungen während des Heilungsprozesses: 2 Wochen nächtliche Quark-Wickel + 2 x pro Tag 10 Minuten das Knie mit der Khalifa-Gelenk-Creme massieren, dann 4 Wochen 3 x pro Tag die Creme einmassieren. Und dann das Ganze noch mal von Vorne, also insgesamt 12 Wochen. Während dieser Zeit viel Fahrrad fahren und Übungen machen (z.B.  auf dem Tisch sitzen und mit den Beinen schlenkern und dann mit dem verletzten Bein so fest hochschlagen, als ob ich jemanden wegtreten wollte). Dann kassierte er das Geld und schickte mich ins Wartezimmer. Die Schiene sollte ich von nun an nicht mehr tragen. Und es ging, ich lief nun mit der Schiene und den Krücken in der Hand ins Wartezimmer.

Mein Freund Helmut war noch nicht da, zum Glück – ich weiß nicht, was er gemacht hätte, hätte er mich so schreien gehört…

Im Wartezimmer angekommen traf ich einen anderen Patienten, der die Praxis betrat, als ich noch auf meinen Termin wartete und mir mit einem wissenden Lächeln “na dann viel Spaß” wünschte. Er schaute mich an, lächelte mitfühlend und ging dann ins Behandlungszimmer. Völlig verpeilt warf ich ihm ein genuscheltes “jetzt weiß ich, was sie vorhin meinten” entgegen und war froh, dass ich dann alleine im Wartezimmer war. Ich versuchte Helmut telefonisch zu erreichen, ich brauchte ihn jetzt so dringend, ich wollte nur in den Arm genommen werden und losheulen… Verdammt und nun erreichte ich ihn nicht. In meiner Verwirrtheit überlegte ich, ob er schon nach Hause gefahren ist, oder ob ihm was passiert wäre… später stellte sich dann raus, dass ich seine Handy-Nr. ohne deutsche Vorwahl gewählt hatte und wahrscheinlich irgendeine österreichische Nummer angewählt hatte. Ich schrieb eine SMS, die er dann zum Glück erhalten hat, da ich diese lustigerweise mit Vorwahl sendete…

Als er dann endlich vor mir stand, war ich schon etwas gefasster, ich musste nicht mehr losheulen, konnte aber auch noch nicht so richtig über das Geschehene reden. Helmut sagt, dass ich noch zwei Tag nach dem Termin komplett traumatisiert gewesen wäre… Erst eine Woche später konnte ich erzählen, was Khalifa genau gemacht hatte.

Manch einer, der das jetzt gelesen hat, fragt sich sicherlich, ob diese Quälerei wirklich notwendig gewesen ist… ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Experten sagen, dass ich (abgesehen von meiner zeitweiligen Bindegewebeverklebung) schon sehr fit für die Zeit und die schwere des Unfalls bin und dass mein Knie bereits fast so stabil ist, wie das Rechte. Aber wirklich sicher, dass die Quälerei etwas gebracht hat, kann ich erst in einem Jahr sein, wenn ich ein Kontroll-MRT gemacht habe, das dann vielleicht ein vorderes Kreuzband zeigt, dass ja angeblich nicht mehr zusammenwachsen kann… Wir werden sehen…

Und trotzdem ja, ich würde es immer wieder so machen. Zum Glück vergisst der Mensch Schmerzen sehr sehr schnell (und das ist auch gut so, sonst würden die wenigsten Frauen mehr als ein Kind bekommen…).

Heute nach 5 Monaten gibt es doch tatsächlich immer häufiger Momente, in denen ich komplett vergesse, dass ich ein verletztes Knie habe. Mittlerweile springe ich wieder leicht Trampolin und kann eigentlich alles wieder problemlos und schmerzlos machen. Und ich werde auch immer mutiger, was die Belastung meines Knies betrifft. Mein Physiotherapeut sagt, dass nur noch ein letztes Quentchen Streckung und Beugung fehlt und dass ich nun nur noch 1 x pro Woche zur Physiotherapie gehen muss. Er sagt, er hätte am Anfang nie gedacht, dass ich doch so schnell wieder fit wäre.

Auch die meisten Skeptiker, die es nicht verstanden haben, dass ich mich nicht operieren lassen wollte, sind nun sehr überrascht und haben zum Teil ihre Einstellung zur konservativen Heilung etwas geändert.

Nur wenn ich einen Tag gar keine Übungen mache, also weder Fahrrad fahre noch Yoga mache, motzt mein Knie etwas und ich habe ein komisches Gefühl im Knie. Aber wie sagt mein Physiotherapeut so schön, das heilt jetzt alles die Zeit!!!

Ich bin glücklich und dankbar, dass ich konsequent meinen Weg gegangen bin und durch Heilung belohnt wurde. Aber ganz ehrlich… ich habe nie etwas anderes geglaubt!!!

Ich grüße euch ganz herzlich, mit einem fast heilen Knie.

 

Eure Sabine

 

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02.05.2012

 

Liebe blog-Leser,

 

lange habe ich keine Zeit zum Schreiben gefunden. Die Tage der letzten Wochen waren gefüllt mit Tagungen, Physiotherapie, Heilpraktiker, Orthopäde, Üben, Haushalt, etc.

Und kaum schreibe ich ein paar Wochen nicht, ist es doch tatsächlich schon Sommer (zumindest von den Temperaturen her). Obwohl es mittlerweile schon fast 22 Uhr ist, sitze ich noch auf der Terrasse und genieße den Duft unseres Gartens, das Zwitschern der Vögel und es ist immer noch angenehm warm. Ich schaue auf meinen wunderschöne Magnolienbaum (der leider schon wieder am verblühen ist) und die zwei Kirschbäume, die weiß und rosa zu blühen beginnen. Gott ist das schön!!

An diesem wunderschönen Ort, in dieser besonderen Stimmung, denke ich an die vergangenen Monate.

 

Seit 15 Wochen bestimmt mein linkes Knie einen großen Teil meines Tagesablaufs. 2 x die Woche bin ich für jeweils fast 2 Stunden bei meinem Physiotherapeuten und täglich versuche ich mindestens 2 x mind. 30 Minuten mein Knie zu trainieren. Dazu kommt das tägliche Einreiben meines Knies mit der Mohamed Khalifa-Salbe: 3 x 10 Minuten!! Ich bin also wirklich beschäftigt.

Mittlerweile geht es mir so gut, dass ich beim Yoga schon wieder im Schneidersitzt sitzen kann, dass ich beim Bogen (Yoga-Übung) wieder meinen Fuß fassen kann, dass ich Phasen habe, in denen ich humpelfrei laufe, dass ich manchmal das Knie so weit beugen kann, dass nur noch ca. 10 cm von der Ferse zum Gesäß fehlen, dass ich in manchen Momenten vergesse, dass ich ein noch nicht ganz geheiltes Knie habe, dass mein Physiotherapeut voller Lobes ist, weil ich so große Fortschritte mache.

 

Aber es gibt auch ehrlich gesagt leider Tage, an denen mein Knie schmerzt, ich viel zu stark humpel, mir alles wehtut (Muskelkater, Verspannung, verklebtes Bindegewebe…), mein Physiotherapeut fast verzweifelt, weil es einen Rückschritt gibt,  ich mein Knie einfach nicht so beugen kann, wie ich es möchte und ich extrem gefrustet bin, weil einfach nichts weiter geht – ach ja und dann spüre ich doch tatsächlich mittlerweile im Knie, wenn sich das Wetter ändert :-(

 

Insgesamt bin ich aber dennoch sehr zufrieden und froh, dass ich auch ohne OP so weit gekommen bin. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich nach dem Kreuzbandriss operieren ließen und nach über einem Jahr noch nicht so beweglich sind wie ich. Mittlerweile habe ich auch meine Ungeduld ganz gut im Griff, oder besser ausgedrückt, ich habe gelernt wirklich sehr geduldig zu sein und mich auch über die kleinsten Fortschritte zu freuen. Manchmal bin ich sogar geduldiger als mein Physiotherapeut :-) . Aber auch dank seiner Undgeduld und seines Perfektionismus kann ich mein Knie heute schon so gut bewegen!! Also an dieser Stelle ganz offiziell: danke Herr Weber!!

Eins hat sich in den letzten Wochen jedoch ganz klar gezeigt: nur durch tägliches Üben und regelmäßige Physiotherapie erlange ich Fortschritte. Mir persönlich geht es am Besten nach meinen 3 Yogakursen montags oder nach 90 Minuten intensiv Yoga oder 15 Minuten Radfahren (Hometrainer) + Übungen mit dem Ball, dem Balance-Bord, dem Band und auf der Matte (unser Wohnzimmer sieht mittlerweile aus, wie ein Rehazentrum, wie gut, dass mein Freund damals bei seinem Bänderriss im Knie alle Geräte gekauft hat :-) ), oder nach 1 Stunde beim Physiotherapeuten.

 

 

 

Und noch etwas ist mir im Gespräch mit vielen Gleichgesinnten klar geworden: bei JEDEM ist der Heilungsprozess anders. Der eine kann das Knie sofort strecken und super laufen, der andere erst Monate später, der eine kann sofort beugen, der andere Monate später… Man kann nichts vergleichen. Man muss nur auf seine eigenen Impulse hören und seiner eigenen Wahrheit vertrauen!!!

Ich habe mich am Anfang ganz verrückt gemacht, weil andere schon weiter waren oder andere Heilungsprozesse hatte. Ich ließ mich manchmal auch durch die Aussagen anderer Menschen irritieren, die felsenfest überzeugt waren, dass eine OP die einzige Möglichkeit ist, ein wieder vollkommen heiles Knie zu bekommen. Auch setzte mich die Euphorie meines Orthopäden immer wieder unter Druck, der mich schon beim Joggen und Skifahren sah (meinte er sicherlich gut und wollte mich nur aufbauen…)…

Irgendwann entschloss ich, nicht mehr zum Orthopäden zu gehen, sondern nur noch mit meinem Physiotherapeuten und meinen Heilpraktikerinnen zu arbeiten und auf meine innere Stimme zu hören.

Der Physiotherapeut machte mit mir Krankengymnastik und manuelle Therapie, eine Heilpraktikerin arbeitete mit Ultraschall und die andere gibt mir die richtigen Globuli für den Heilungsprozess. Und ich machte den Rest, mit vielen Übungen und auch mental!!!

Immer wieder stellte ich mir vor, wie ich mein Knie wieder vollständig strecken und beugen konnte und wie ich leicht durch den Wald joggte. Das geht soweit, dass ich nachts davon träume wie ich meine Ferse wieder ans Gesäß bringe und in meinen Träumen habe ich schon mehr als eine Piste mit meinen Skiern bewältigt. In diesen Träumen spüre ich immer dieses tiefe Vertrauen, dass alles in Ordnung ist und ich wieder ohne Einschränkungen Sport treiben kann.

Aber in der Realität war nicht immer alles so einfach, wie in meinen Vorstellungen und Träumen. Ich konnte erst nach 8 Wochen mein Knie durchstrecken, aber auch nur im Langsitz. Beim Laufen war das Knie immer noch leicht angewinkelt. Erst nach 12 Wochen konnte ich es auch beim Laufen strecken. Und auch heute gibt es noch Tage, an denen ich mein Bein wieder nicht ganz strecken kann und leicht hinke.

Meine Beweglichkeit, wird seit Monaten immer wieder extrem durch Verklebungen des Bindegewebes eingeschränkt. Sonst wäre ich sicherlich noch viel weiter. Aber weder Orthopäde, noch Heilpraktikerin, noch Physiotherapeut können mir sagen, warum ich so extrem mit Verklebungen reagiere, da mein Bindegewebe insgesamt gar nicht das schlechteste ist…

Mein Physiotherapeut sagt, dass ich mit vielen Bewegungseinheiten die Verklebungen langsam mechanisch wegbekomme. Mehrmals am Tag mache ich Übungen zur Mobilisierung. Zur Unterstützung habe ich nun begonnen die Schüsslersalze 1, 6, 8 und 11 zu nehmen. Ich hoffe, dass ich so endlich wieder Fortschritte mache.

Momentan ist für mich das Wichtigste, dass ich weiter an den Erfolg glaube, auch wenn es langsamer geht, als mir lieb ist.

Aber ich schaffe das, da bin ich ganz ganz sicher!! Und ich arbeite daran, jeden Tag immer wieder!!

 

Und ich freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten. Es tut einfach sehr gut, mit Menschen zu sprechen, die eine ähnliche Verletzung haben/hatten. Habt ihr Erfahrungen mit einer solchen Knieverletzung? Welche Übungen macht ihr? Was hat euch geholfen? Wie fit seid ihr heute? Schreibt mir soch per E Mail oder einen Kommentar. Ich freue mich drauf!

Bis bald, alles Gute und herzliche Grüße

Sabine

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Liebe blog-Leser!

 

Mittlerweile liegt mein Skiunfall nun schon fast 7 Wochen zurück.

Ich bin erstaunt, wie lange mich dieser Unfall begleitet. Ich dachte, ich wäre nach spätestens 6 Wochen wieder fit… weit gefehlt. Noch immer kann ich mein Knie nicht ganz strecken und nur knapp unter 90 ° beugen. Wenn ich laufe, sieht es immer noch so aus, als ob ich ein Holzbein hätte und nach jedem längeren Sitzen ist mein Knie wieder sehr steif. Täglich mache ich meine Übungen um wieder mobiler zu werden. Aber es geht soooo langsam. Manchmal könnte ich echt verzweifeln und meine Geduld wird täglich aufs Neue auf die Probe gestellt!!

Zum Glück habe ich neben meinen Übungen, die mir der Physiotherapeut immer wieder als Hausaufgaben mitgibt mein geliebtes Yoga. Mein Yoga hilft mir, wenn ich mal wieder total gefrustet über den langsamen Heilungs-Verlauf bin und hilft mir gelassen und vertrauensvoll zu bleiben oder wieder zu werden. Ich bin unendlich glücklich und dankbar, dass ich innerhalb solch kurzer Zeit wieder so fit bin, dass ich zumindest Yoga machen kann.

Bereits 3 Tage nach dem Unfall habe ich mit Yoga begonnen und nach 4 Wochen schaffte ich schon wieder den Sonnengruß (wenn auch sehr langsam und achtsam) und  ALLE Übungen der Rishikesh-Reihe!!! Und von Tag zu Tag werden Sonnengruß und die Asanas flüssiger und sicherer.

Angefangen habe ich so schnell wieder mit Yoga, weil es mir einfach sehr fehlte und um etwas gegen die sehr schmerzhaften Rückenschmerzen zu tun, die sich durch das viele Liegen auf dem Rücken (vor allem nachts war es für mich die Hölle, dass ich die ersten 2 Wochen nur auf dem Rücken schlafen konnte…), die Krücken und die komplette Fehlhaltung entwickelt haben und immer wieder entwickeln.

Auf meiner Relax-Liege an meinem Lieblingsplatz sitzend begann ich, wie gesagt am 3. Tag nach meinem Unfall,  mit meinen Atemübungen. Kapalabhati und Anuloma Viloma. Dann begab ich mich ganz unsicher und vorsichtig neben meine Liege auf eine Yogamatte. Die Schiene, die ich anfangs tragen musste, zog ich aus um flexibler zu sein. Ich hatte noch nicht so wirklich eine Idee, wie ich wieder hoch auf meine Liege und zu meinen Krücken kommen sollte, aber irgendwie würde es schon klappen.

Auf der Yogamatte begann ich mit dem Schulterstand. Es tat so gut, die Beine nach oben zu richten. Vor allem bei meinem doch noch sehr geschwollenen, kranken Knie spürte ich, wie entlastend diese Stellung war. Mutig versuchte ich sogar in den Flug zu gehen. Mein Rücken brauchte einfach mal wirkliche Dehnung. Ganz erstaunt war ich, dass es tatsächlich funktionierte. Mein linkes Bein hing zwar angewinkelt in der Luft, aber das rechte bekam ich gut zum Boden.

Danach folgte der Fisch, ebenfalls problemlos mit einem Bein durchzuführen. Langsam über die Seite kam ich wieder zum Sitzen und konnte die Kopf-Knie-Stellung durchführen. Das war eine sehr gute Übung für mein Knie, das ich einfach nicht durchstrecken konnte.

Ganz vorsichtig kam ich nach der Übung auf den Bauch für die Rückenübungen Kobra und Heuschrecke. Es klappte!! Hier war jedoch Vorsicht und große Achtsamkeit angesagt, da jede zu schnelle und unüberlegte Bewegung zu großen Schmerzen führte.

Wieder sitzend führte ich den Drehsitz durch. Bei der Drehung nach rechts musste ich natürlich das kranke Bein gestreckt lassen. Die Drehung nach links gelang mir jedoch für meine Verhältnisse perfekt. Natürlich konnte ich das linke Bein nicht sehr stark anwinkeln, es reichte jedoch um eine gute Drehung hinzubekommen.

Bogen, Krähe und die stehenden Übungen konnte ich natürlich noch nicht machen, aber ich war wirklich sehr überrascht und glücklich, dass ich kurz nach dem Unfall überhaupt so viele Übungen schaffte.

Als Abschluss legte ich ein Kissen unter mein verletztes Knie und machte eine schöne Endentspannung.

So glücklich, entspannt und motiviert ging es dann ganz leicht, mich mit den Armen wieder auf die Liege hochzudrücken! Innerlich jubelte ich und hatte so ein gutes Gefühl und tiefstes Vertrauen, dass alles wieder gut würde und ich irgendwann – wie geplant – auch ohne OP wieder vollkommen hergestellt sein würde!!!

Und ich hatte ja noch meinen Wunderheiler Mohamed Khalifa vor mir, der mich auch wieder ein Stück nach Vorne bringen sollte!

Diese Geschichte und wie es mit dem Knie weiter ging, erzähle ich euch dann im nächsten blog.

Ich wünsche euch eine wundervolle, glückliche und gesunde Zeit.

Es grüßt euch herzlich

Eure Sabine

 

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