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Liebe Blog-Leser,

Fast täglich bekomme ich Anfragen, wie es mir denn mittlerweile mit meinem Knie geht, nach meiner schweren Knieverletzung im Januar 2012 (Kreuzbandriss, Innenbandriss, Schienbein angebrochen).

Nun will ich endlich einmal meine Erfahrungen der letzten Zeit mit euch teilen.

Den Therapieverlauf könnt ihr in meinen Beiträgen ab Januar 2012 noch einmal nachlesen.

Mir fiel es in der letzten Zeit so schwer über mein Knie zu schreiben, da ich seit Sommer 2013 so gut wie keinen Unterschied mehr spüren kann zwischen meinem in 2012 verletzten und dem gesunden Knie!

Bereits im vergangenen Winter (Jan. 2013) stand ich wieder auf den Skiern und war überrascht, wie sicher ich fuhr, ohne Schmerzen und ohne Angst. Beim ersten Mal fuhr ich mit einer Skilehrerin um auch eine Sicherheit von Außen zu haben. Es lief aber erstaunlich gut und einfach und ab diesem Moment wusste ich, dass ich ein großes Ziel, wieder Skifahren zu können, erreicht hatte!

Mein zweites Ziel war es, wieder regelmäßig und lange joggen zu können. Dieses Ziel nahm ich im April 2013 in Angriff und trainierte 2 x die Woche mit einer tollen Personal Trainerin (Katharina Eismann). Sie machte mich wieder richtig fit und half mir vor allem in beiden Beinen und meinem Gesäß wieder richtig Kraft zu bekommen.

Das Joggen begann ich auf dem Laufband, da ich keine Ahnung hatte, wie es mir überhaupt damit ging. Aber auch das Joggen klappte ohne Probleme. Ein paar Tage später begann ich wieder im Wald zu laufen. Erst ganz langsam und abwechselnd mit gehen (immerhin war ich zu dem Zeitpunkt fast 1 1/2 Jahre nicht mehr joggen…) und dann erhöhte ich die Jogging-Zeiten immer mehr.

Am Anfang fühlte sich mein Knie ganz komisch an, es tat zwar nicht weh, aber fühlte sich an, als ob es gar nicht zu mir gehören würde.

Mit der Zeit wurde es immer runder, wie wenn sich das Knie erst mal neu ausrichten müsste. Die ersten Male nach dem Joggen fühlte sich mein Knie dann erst mal ganz steif an und hin und wieder tat es auch weh, vor allem wenn ich zu viel Krafttraining gemacht hatte. Mit 15 min Yoga nach dem Joggen habe ich das dann immer gut wieder hinbekommen. Mit jedem Lauf fühlte sich mein Knie dann immer besser und normaler an. Nach einiger Zeit konnte ich dann wieder über 1 Stunde joggen, ohne dass ich danach irgendwas in meinem Knie spürte.

Es war unglaublich, durch das Personal Training wurde ich dann immer fiter und mutiger. Ich traute mich wieder zu springen, hüpfte durch die Koordinationsleiter und machte Springübungen mit dem ja doch sehr wackeligen Airex Balance Pad. Auch habe ich das TRX-Band in dieser Zeit lieben gelernt. Heute habe ich mein, sehr wenig Platz benötigendes, Equipement im Yogaraum und kann trainieren wann ich Lust habe :-) !

Gefühlt war mein Knie wieder ganz heil. Gerne hätte ich noch mal ein MRT gemacht, ob mein Kreuzband wieder angewachsen ist, aber das zahlt die Krankenkasse nicht, da es keinen medizinischen Grund gibt. Jedoch hat mein Orthopäde (ein Kniespezialist) im September 2013 diverse Test mit meinen Knien gemacht und mir eindeutig bestätigt, dass mein verletztes Knie genauso stabil ist, wie mein gesundes Knie! Er bezeichnete dies als kleines Wunder und dass ich großes Glück gehabt hätte, dass anscheinend Narbengewebe Kreuzbandfunktion übernommen hätte… Egal was die Gründe sind, die Hauptsache ist! dass mein Knie stabil und beschwerdenfrei ist!!!

Auch wenn mein Knie heute wieder ganz fit ist, hatte ich in den letzten 2 Jahren immer wieder Begleit-Symptome an ganz anderen Stellen. Durch den langen Heilungsprozess hat mein Körper Fehlstellungen gebildet und abgespeichert. Zuerst hatte ich Probleme mit der linken Schulter und dann ab September 2013 eine Plantarfasziitis (Entzündung der Faszie am Fuß, die dann in einen Fersensporn münden kann), ausgelöst durch mein sehr intensives Lauftraining.

Die Symptome hat mein Physiotherapeut schnell in den Griff bekommen, die Ursache muss ich nun mit vielen Übungen bearbeiten.

Am Fuß trainiere ich meine Fusswölbung, damit sich mein Fersenbein wieder richtig aufrichtet und ich muss an meinem Gesäßmuskel arbeiten, der sich total zurückgebildet hat (oder er war noch nie richtig da… :-) ). Und ich mache natürlich fast jeden Tag Yoga und achte ganz stark auf die richtige Ausführung. Durch meine eigenen Fehlstellungen habe ich unglaublich viel gelernt: in der Praxis und in zahlreichen Gesprächen mit Experten. Es ist für mich wunderbar, dass ich dieses Wissen nun an meine Yogaschüler weitergeben kann. Ist es nicht schön, dass auch solch ein – erst mal unangenehmer – Unfall ein solches Geschenk mit sich bringt…

Mein Knie ist fit, aber ihr seht, dass es ganz ohne Training auch heute nicht geht, aber das ist ja kein Nachteil, so bleibe ich wenigstens bis ins hohe Alter fit!!

Herzlichst eure

Sabine

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Sabine Schwarz im Drehsitz

Liebe blog-Leser,

sehr lange ist es her, dass ich am PC saß und den letzten Artikel geschrieben habe. Unser 1. Sommer im neuen Haus und Garten bot so viele schöne Momente, dass ich darüber das Schreiben des blogs komplett vergaß.

Nun aber gibt es sie wieder, diese kuscheligen Momente auf meinem Lieblingsplatz vor dem Kaminofen… und nun ist sie wieder da die Lust zum Schreiben und meine Erfahrungen zu teilen.

Zuerst einmal möchte ich mich bei den vielen Menschen bedanken, die einen Kommentar hinterlassen, mir Emails geschrieben oder mich direkt angerufen haben. Es war toll, mich mit euch allen auszutauschen. Es ist für mich etwas ganz besonderes zu hören, dass ich mit meinem blog Mut machen konnte und Begleitung sein durfte auf einem ähnlichen Weg!

Gerade in den letzten Wochen wurde ich natürlich immer wieder gefragt, wie es mir jetzt geht. Als Kommentar habe ich darüber schon kurz geschrieben, möchte es aber natürlich noch mal in meinem blog mit Allen teilen:

Nach genau 9 Monaten ist mein Knie topfit und ich vergesse sehr häufig, dass ich überhaupt mal ein Problem mit dem Knie hatte. Ich kann mittlerweile ALLES komplett schmerzfrei machen: komplett strecken und beugen, alle Yoga-Übungen inkl. Fersensitz und Lotus-Sitz, Nordic-Walking (1 Stunde und mehr), bergab wandern, Joggen (habe ich allerdings erst kurze Strecken versucht), Trampolin springen, tanzen, etc. Es ist ein tolles Gefühl und ich bin unendlich dankbar dafür.

Und ich bin auch ein bisschen sehr stolz, dass ich meinen Weg so konsequent und erfolgreich gegangen bin. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie häufig ich von Menschen “angefeindet” wurde, die überhaupt kein Verständnis dafür hatten, dass ich mich nicht operieren lassen wollte und die mich permanent zu einer OP als das “einzig wahre” Heilmittel überreden wollten. Heute sind diese Stimmen sehr sehr leise geworden und ich hoffe, dass ich diese Menschen mit meiner Geschichte ein klein wenig zum Überdenken ihrer extremen Meinung bringen konnte!

Gerade bin ich dabei mich auf mein erstes Skifahren vorzubereiten, was in den nächsten Wochen stattfinden soll. Das OK von meinem Orthopäden und Physiotherapeuten habe ich, da mein Knie mittlerweile genügend Kraft und eine fast 100 %-tige Stabilität hat. Sowohl mein Physiotherapeut als auch mein Orthopäde sind extrem begeistert, von meiner sehr schnellen Gesundung!! Der Orthopäde erklärt meine fast 100 %-tige Stabilität mit einer guten Vernarbung, die scheinbar die Kreuzbandfunktion übernommen haben (er sagt, dies passiert bei ca. 15 % aller Kreuzband-Patienten – er weiß aber nichts von Mohamed Khalifa :-) – beim nächsten Termin werde ich es ihm aber mal erzählen…), mein Physiotherapeut glaubt an die Methode von Mohamed Khalifa und fühlt sich in seiner Arbeit, die ähnlich ausgerichtet ist vollkommen bestätigt.

Meine Gewebe-Verklebungen, die mich monatelang mürbe gemacht haben und meinen Genesungs-Prozess für meine Begriffe etwas verlangsamt haben, habe ich mit Globuli, sehr viel Ultraschall, manueller (sehr schmerzhafter) Therapie meines Physiotherapeuten, viel Visionierungs- und Energiearbeit und viel viel Training (vor allem Fahrradfahren) dann plötzlich super in den Griff bekommen.

Immer wieder habe ich mir visioniert, wie ich beim Yoga mein Gesäß wieder vollständig auf die Fersen ablegen kann und dann am 7. Juli – fast 6 Monate nach meinem Unfall, während eines 3-tägigen-Yoga-Workshops bei Christiane Wolff – war es soweit. Mein Gesäß berührte erstmalig meine Ferse!! Mir rutschte ein kleiner Jubelschrei raus und Christiane sah mich ganz verwirrt an :-) . Ich war unendlich glücklich und spätestens in diesem Moment war ich mir ganz sicher, dass ich mit meinem Knie wieder alles werde machen können!!

Seit 3 Wochen habe ich mein Training durch meine viele Arbeit sehr vernachlässigt. Ich kam in den letzten 2 Wochen gerade mal auf 1 x pro Woche Yoga… :-( … Und trotzdem läuft mein Knie noch sehr rund und bereitet null Probleme. Auch diese Erkenntnis ist toll. Das heißt, dass ich auch trainingsmäßig wieder ein ganz normales Leben (aber kein faules!!) leben kann.

Nun aber noch mal zu meinem Vorhaben bald wieder auf den Skiern zu stehen. Körperlich wird es sicherlich keine so ganz große Sache, aber kopfmäßig muss ich noch ganz schön arbeiten. Zwar träume ich sehr regelmäßig, dass ich wieder Ski fahre und dass es sehr gut klappt, aber schon beim Erzählen, dass ich bald wieder Ski fahren werde, bekomme ich Herzklopfen.

Und auch mein persönlicher Skitrainer zeigt mir meine Grenzen auf. Heute Morgen sollte ich versuchen an einer Treppenstufe auf und ab zu springen – mit beiden Füßen und dann sehr schnell rechts – links. Runterspringen ist kein Thema, aber hoch springen ging nur mit festhalten. Es war unglaublich, welche Streiche mir mein Kopf gespielt hat. Ich hatte wirklich Angst hoch zu springen. Und auch bei den wechselseitigen, schnellen Steps versagte meine Koordination. Langsam ging es gut, aber schnell ging gar nicht. Es war frustrierend… Aber nun weiß ich wenigstens, wie ich weiter trainieren kann – danke an meinen Helmut!!

Nachdem ich monatelang auf Krücken gelaufen oder gehumpelt bin, hatte ich mir einen fürchterlich falschen und ungesunden Gang angewöhnt. Meine Fehlstellungen bearbeite ich mit Kursen in der Fußschule München und mit meinem Physiotherapeuten. Ich musste wieder richtig “neu laufen” lernen!! Alleine kann man das kaum bewältigen. So langsam wird es wieder besser und runder, trotzdem habe ich “Nachfolge-Wehwechen”. Seit einigen Wochen habe ich totale Schmerzen in meiner linken Schulter. Der Orthopäde sagt, ich habe eine Entzündung an einer Sehne, mein Physiotherapeut sagt, dass sich Muskeln und Sehnen verkürzt haben. Nun mache ich also wieder Physiotherapie (die Krankenkasse wird sich freuen…), nehme Globulin, visioniere, bekomme es aber noch nicht so wirklich in den Griff, aber ich bin sicher, das wird schon bald wieder.

Einem letzten Thema möchte ich mich noch widmen, auf das ich immer wieder angesprochen wurde: Arthroserisiko bei Kreuzbandriss ohne OP:

Das Thema Arthrose habe ich natürlich auch mit meinem Orthopäden besprochen und habe erfahren, dass man dieses Thema sehr differenziert sehen sollte: Zuerst einmal bin ich natürlich sicher, dass mein Kreuzband durch die Behandlung bei Mohamed Khalifa wieder nachgewachsen ist. Das ist meine Erklärung für meine fast wieder 100 %-tige Stabilität des Knies. Und diese hohe Stabilität minimiert das Arthrose-Risiko natürlich deutlich! Zum anderen ist Arthrose auch immer abhängig vom Gewicht. Ich wiege 48 kg, da ist das Risiko lt. Aussage meines Orthopäden eh ausgesprochen gering. Dann spielt lt. seiner Aussage noch der Fitness-Grad vor dem Unfall eine Rolle und auch der war bei mir ja extrem gut und ist es auch wieder.

Mein Arzt hat eine Langzeitstudie zum Thema “Kreuzbandriss und Arthrose nach OP und ohne OP” durchgeführt (zu finden unter: www.markus-kessler.de), die ganz klar beweist, dass nicht Operierte nach 11 Jahren auch nicht mehr Arthrose haben, als Operierte.

Und dann hilft es auch ungemein das Arthrose-Risiko zu minimieren, wenn man konsequent an seiner Haltung (Füße, Knie, Hüfte, etc.) arbeitet. Dazu belege ich immer wieder Kurse bei der Fußschule München und arbeite regelmäßig mit meinem Physiotherapeuten.

Na ja und ich glaube natürlich auch an die Macht meiner Gedanken. So wie ich mein Knie wieder in Rekordzeit hinbekommen habe, so visioniere ich mir auch gesunde und bewegliche Knie bis an mein Lebensende  :-)

Lasse ich die letzten 9 Monate noch einmal Revue passieren, dann bin ich glücklich und dankbar, dass alles so gut gelaufen ist, ich danke Herrn Khalifa für seine heilenden Hände (den Schmerz habe ich zum Glück in der Tat verdrängt), Herrn Dr. Kessler für seinen Optimismus und meinem Physiotherapeuten Bernhard Weber für sein grenzenloses Engagement!! Und dennoch haben mich die letzten Monate ungeheuer viel Energie und vor allem Zeit gekostet! Aber das Ergebnis zählt und ich bin happy, wieder so fit wie heute zu sein!!

Und heute genieße ich es auch einfach mal keine Übungen zu machen und auch mal kein Yoga zu machen… das tut einfach mal sehr sehr gut!! Und endlich kann ich mich auch wieder anderen Dingen widmen, die mir so wichtig sind!!

In diesem Sinne – geht konsequent euren Weg, seid diszipliniert und bleibt immer neugierig.

Herzlichst eure

Sabine

 

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02.05.2012

 

Liebe blog-Leser,

 

lange habe ich keine Zeit zum Schreiben gefunden. Die Tage der letzten Wochen waren gefüllt mit Tagungen, Physiotherapie, Heilpraktiker, Orthopäde, Üben, Haushalt, etc.

Und kaum schreibe ich ein paar Wochen nicht, ist es doch tatsächlich schon Sommer (zumindest von den Temperaturen her). Obwohl es mittlerweile schon fast 22 Uhr ist, sitze ich noch auf der Terrasse und genieße den Duft unseres Gartens, das Zwitschern der Vögel und es ist immer noch angenehm warm. Ich schaue auf meinen wunderschöne Magnolienbaum (der leider schon wieder am verblühen ist) und die zwei Kirschbäume, die weiß und rosa zu blühen beginnen. Gott ist das schön!!

An diesem wunderschönen Ort, in dieser besonderen Stimmung, denke ich an die vergangenen Monate.

 

Seit 15 Wochen bestimmt mein linkes Knie einen großen Teil meines Tagesablaufs. 2 x die Woche bin ich für jeweils fast 2 Stunden bei meinem Physiotherapeuten und täglich versuche ich mindestens 2 x mind. 30 Minuten mein Knie zu trainieren. Dazu kommt das tägliche Einreiben meines Knies mit der Mohamed Khalifa-Salbe: 3 x 10 Minuten!! Ich bin also wirklich beschäftigt.

Mittlerweile geht es mir so gut, dass ich beim Yoga schon wieder im Schneidersitzt sitzen kann, dass ich beim Bogen (Yoga-Übung) wieder meinen Fuß fassen kann, dass ich Phasen habe, in denen ich humpelfrei laufe, dass ich manchmal das Knie so weit beugen kann, dass nur noch ca. 10 cm von der Ferse zum Gesäß fehlen, dass ich in manchen Momenten vergesse, dass ich ein noch nicht ganz geheiltes Knie habe, dass mein Physiotherapeut voller Lobes ist, weil ich so große Fortschritte mache.

 

Aber es gibt auch ehrlich gesagt leider Tage, an denen mein Knie schmerzt, ich viel zu stark humpel, mir alles wehtut (Muskelkater, Verspannung, verklebtes Bindegewebe…), mein Physiotherapeut fast verzweifelt, weil es einen Rückschritt gibt,  ich mein Knie einfach nicht so beugen kann, wie ich es möchte und ich extrem gefrustet bin, weil einfach nichts weiter geht – ach ja und dann spüre ich doch tatsächlich mittlerweile im Knie, wenn sich das Wetter ändert :-(

 

Insgesamt bin ich aber dennoch sehr zufrieden und froh, dass ich auch ohne OP so weit gekommen bin. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich nach dem Kreuzbandriss operieren ließen und nach über einem Jahr noch nicht so beweglich sind wie ich. Mittlerweile habe ich auch meine Ungeduld ganz gut im Griff, oder besser ausgedrückt, ich habe gelernt wirklich sehr geduldig zu sein und mich auch über die kleinsten Fortschritte zu freuen. Manchmal bin ich sogar geduldiger als mein Physiotherapeut :-) . Aber auch dank seiner Undgeduld und seines Perfektionismus kann ich mein Knie heute schon so gut bewegen!! Also an dieser Stelle ganz offiziell: danke Herr Weber!!

Eins hat sich in den letzten Wochen jedoch ganz klar gezeigt: nur durch tägliches Üben und regelmäßige Physiotherapie erlange ich Fortschritte. Mir persönlich geht es am Besten nach meinen 3 Yogakursen montags oder nach 90 Minuten intensiv Yoga oder 15 Minuten Radfahren (Hometrainer) + Übungen mit dem Ball, dem Balance-Bord, dem Band und auf der Matte (unser Wohnzimmer sieht mittlerweile aus, wie ein Rehazentrum, wie gut, dass mein Freund damals bei seinem Bänderriss im Knie alle Geräte gekauft hat :-) ), oder nach 1 Stunde beim Physiotherapeuten.

 

 

 

Und noch etwas ist mir im Gespräch mit vielen Gleichgesinnten klar geworden: bei JEDEM ist der Heilungsprozess anders. Der eine kann das Knie sofort strecken und super laufen, der andere erst Monate später, der eine kann sofort beugen, der andere Monate später… Man kann nichts vergleichen. Man muss nur auf seine eigenen Impulse hören und seiner eigenen Wahrheit vertrauen!!!

Ich habe mich am Anfang ganz verrückt gemacht, weil andere schon weiter waren oder andere Heilungsprozesse hatte. Ich ließ mich manchmal auch durch die Aussagen anderer Menschen irritieren, die felsenfest überzeugt waren, dass eine OP die einzige Möglichkeit ist, ein wieder vollkommen heiles Knie zu bekommen. Auch setzte mich die Euphorie meines Orthopäden immer wieder unter Druck, der mich schon beim Joggen und Skifahren sah (meinte er sicherlich gut und wollte mich nur aufbauen…)…

Irgendwann entschloss ich, nicht mehr zum Orthopäden zu gehen, sondern nur noch mit meinem Physiotherapeuten und meinen Heilpraktikerinnen zu arbeiten und auf meine innere Stimme zu hören.

Der Physiotherapeut machte mit mir Krankengymnastik und manuelle Therapie, eine Heilpraktikerin arbeitete mit Ultraschall und die andere gibt mir die richtigen Globuli für den Heilungsprozess. Und ich machte den Rest, mit vielen Übungen und auch mental!!!

Immer wieder stellte ich mir vor, wie ich mein Knie wieder vollständig strecken und beugen konnte und wie ich leicht durch den Wald joggte. Das geht soweit, dass ich nachts davon träume wie ich meine Ferse wieder ans Gesäß bringe und in meinen Träumen habe ich schon mehr als eine Piste mit meinen Skiern bewältigt. In diesen Träumen spüre ich immer dieses tiefe Vertrauen, dass alles in Ordnung ist und ich wieder ohne Einschränkungen Sport treiben kann.

Aber in der Realität war nicht immer alles so einfach, wie in meinen Vorstellungen und Träumen. Ich konnte erst nach 8 Wochen mein Knie durchstrecken, aber auch nur im Langsitz. Beim Laufen war das Knie immer noch leicht angewinkelt. Erst nach 12 Wochen konnte ich es auch beim Laufen strecken. Und auch heute gibt es noch Tage, an denen ich mein Bein wieder nicht ganz strecken kann und leicht hinke.

Meine Beweglichkeit, wird seit Monaten immer wieder extrem durch Verklebungen des Bindegewebes eingeschränkt. Sonst wäre ich sicherlich noch viel weiter. Aber weder Orthopäde, noch Heilpraktikerin, noch Physiotherapeut können mir sagen, warum ich so extrem mit Verklebungen reagiere, da mein Bindegewebe insgesamt gar nicht das schlechteste ist…

Mein Physiotherapeut sagt, dass ich mit vielen Bewegungseinheiten die Verklebungen langsam mechanisch wegbekomme. Mehrmals am Tag mache ich Übungen zur Mobilisierung. Zur Unterstützung habe ich nun begonnen die Schüsslersalze 1, 6, 8 und 11 zu nehmen. Ich hoffe, dass ich so endlich wieder Fortschritte mache.

Momentan ist für mich das Wichtigste, dass ich weiter an den Erfolg glaube, auch wenn es langsamer geht, als mir lieb ist.

Aber ich schaffe das, da bin ich ganz ganz sicher!! Und ich arbeite daran, jeden Tag immer wieder!!

 

Und ich freue mich auf den Austausch mit Gleichgesinnten. Es tut einfach sehr gut, mit Menschen zu sprechen, die eine ähnliche Verletzung haben/hatten. Habt ihr Erfahrungen mit einer solchen Knieverletzung? Welche Übungen macht ihr? Was hat euch geholfen? Wie fit seid ihr heute? Schreibt mir soch per E Mail oder einen Kommentar. Ich freue mich drauf!

Bis bald, alles Gute und herzliche Grüße

Sabine

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